Luk 23,46:
Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.Joh 19,30:
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.
Bei einer Studie der letzten Worte, die Jesus vom Kreuz(*) herab sprach, ist zu beachten, daß in den vier Evangelienberichten nicht unbedingt das gleiche aufgezeichnet wurde; vielmehr ergeben die vier Berichte zusammen ein in sich geschlossenes und miteinander in Einklang stehendes Gesamtbild.
Beide obige Aussagen gehören zu den letzten Worten Jesu, die er kurz vor seinem Tode am Holzstamm sprach. Wenn man die Berichte in den vier Evangelien über die letzten Stunden seines Leidens bei der Hinrichtung anschaut, erkennt man, daß Jesus zunächst die in Mat 27,46 und Mar 15,34 berichteten Worte sprach. Darauf folgten nach kurzer Zeit seine Worte an seine Mutter und den neben ihr stehenden Jünger, die in Joh 19,26-28 aufgezeichnet sind. Es folgte dann noch ein lauter Ausruf, der in Joh 19,30 und Mat 27,50 und Mar 15,37 erwähnt wird, als Jesus wußte, daß er alles vollbracht hatte. Als allerletzte Worte folgten dann vermutlich die, von denen Luk 23,46 berichtet.
(*) Das mit "Kreuz" übersetzte griechische Wort stauros ist ein Holzstamm, ein Holzpfahl. Das im Christentum verbreitete "Kreuz" in "T" oder "+" Form ist eigentlich entlehnt vom babylonischen Symbol für den Gott "Tamuz".
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