Anmerkung: Ein herzlicher Dank gilt Vincent C. Finnegan, dessen Studie The Church today Anregung und Einsichten in dieses Thema gab.


Inhalt

Die Gemeinde

Christus, das Haupt

Wie die Gemeinde heute wirkt

Einigkeit

Gabenämter in der Gemeinde

Die Gemeinde im 1. Jhdt n.Chr.


Die Gemeinde

In Apostelgeschichte 19 wird uns von einer Begebenheit in Ephesus berichtet, die auch für unsere Studie des Themas "Gemeinde" von Bedeutung ist, da hier das Wort, welches gewöhnlich mit "Gemeinde" übersetzt wird, vorkommt.

Demetrius hatte schließlich genug und entschied sich dazu, etwas gegen den fast sicheren Untergang seiner Zunft und Lebensunterhalts zu unternehmen. Der Apostel Paulus und andere Gläubige an Jesus Christus hatten in Ephesus das Evangelium derart erfolgreich gepredigt und verbreitet, daß die dort bislang fast uneingeschränkt verherrlichte und angebetete Diana von Ephesus ihre Vorrangstellung eingebüßt hatte bzw. einzubüßen drohte. Demetrius war Gold- bzw. Silberschmied, und fertigte silberne Tempel der Diana an. Das Geschäft war gewaltig zurückgegangen, seit die Christen nach Ephesus gekommen waren und dort ihre Botschaft verkündet hatten. Und so rief er schließlich alle Männer vom gleichen Handwerk zusammen und veranstaltete eine Art "Gewerkschafts-" bzw. Arbeitgebertreffen", bei dem er eine dynamische und emotinal geladene Rede hielt, auf die ein jeder Vorsitzende hätte stolz sein können.

Sein Vortrag war so aufputschend gewesen, daß die ganze Stadt in einen Aufruhr geriet und ein gewaötiges Getümmel entstand. Es gelang ihm, die Einwohner der Stadt so zu bearbeiten, daß diese für ganze zwei Stunden lang schrien: "Groß ist die Diana der Epheser!" Der Kanzler der Stadt mußte eingreifen, und es gelang ihm dann, die Menge ein wenig zu beruhigen, indem er sie daran erinnerte, daß solche Art von Empörung in der Stadt, von seiten der Römer ungern gesehen und nicht geduldet würden, sondern eine harsche Bestrafung der ganzen Stadt nach sich ziehen konnte. Daraufhin ging dann die Menge auseinander.

Ein griechisches Wort in diesem Bericht ist für unsere Studie des Themas "Gemeinde" von Bedeutung und wird hier auf eine etwas andere Weise benutzt.

Apostelgeschichte 19,32:
Dort schrien die einen dies, die andern das, und die Versammlung [
ekklesia] war in Verwirrung, und die meisten wußten nicht, warum sie zusammengekommen waren.

Das Wort für "Versammlung" ist im griechischen Text das Wort ekklesia, das sich zusammensetzt aus ek (“aus, heraus") und kaleo ("gerufen, berufen”). Ekklesia bedeutet also wörtlich "herausgerufen".

In Ephesus waren die Leute für ein Treffen der Silberschmiede "herausgerufen" worden. Sie waren "berufen", sich für den besonderen Zweck des Demonstrierens gegen die Gegner ihrer Göttin Diana der Epheser zu versammeln. Das Wort ekklesia kommt 115 mal im Neuen Testament vor, und es wird zumeist ins Deutsche als "Gemeinde" übersetzt.

Wenn wir heute das Wort "Gemeinde" hören, denken wir vielleicht nicht unbedingt an "Herausgerufene" bzw. Gemeinde als "Versammlung von Christen". Im heutigen Sprachgebrauch kommt noch hinzu, daß das Wort "Gemeinde" manchmal auch durch das Wort "Kirche" ersetzt wird, und dann erst recht noch ganz andere Bedeutungen in unterschiedlichen Zusammenhängen vorkommen. Wenn wir "Kirche" hören, dann könnte das ein Gebäude sein, eventuell eine Organisation, oder vielleicht auch das, was sich in der Kirche abspielt (man vgl. etwa den Ausdruck: "Ich gehe zur Kirche") Das Wort "Gemeinde" mag zwar Bezug haben zu Christen, aber auch hier wird es auf unterschiedliche Weise gebraucht. Die "Gemeinde" mag "die gesamte Christenheit" bezeichnen, manchmal vielleicht auch nur den größeren oder kleineren Verbund von Gruppen von Christen auf lokaler oder auch überregionaler Ebene. Vielleicht ist in manchen Zusammenhängen nur eine bestimmte Konfessionsgemeinschaft, Kirche, gemeint. Außerdem benutzen wird dieses Wort auch für etwas, was mit christlichen oder religiösen Inhalten gar nichts zu tun hat, wenn wir etwa das Gemeinwesen in einer Ortschaft, einem Dorf oder einer Stadt als "Gemeinde" bezeichnen.

Für unsere weitere Betrachtung des Begriffs "Gemeinde" ist es wichtig, daß wir die sprachliche Grundbedeutung und auch den Sprachgebrauch in der Bibel verstehen, und dann anhand der Schriftstellen, in denen dieser Begriff benutzt wird, weiter erörtern, welche weiteren Einzelheiten bzgl. des Sprachgebrauchs für ein rechtes Verständnis dieses Wortes wichtig sind.

Die wohl allgemeinste und grundlegendste Bedeutung des Wortes ekklesia ist schlicht "Herausgerufene" bzw. ein wenig umschrieben "Versammlung (derer, die zu einem bestimmten Zweck, zusammen gerufen wurden)".

Was nun ist die biblische "Gemeinde" heute?

Epheser 1,22 und 23:
Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles,
welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Die Gemeinde heute ist "sein Leib", also der Leib Christi. Wer nun gehört alles zu diesem Leib Christi? Wie setzt sich dieser Leib zusammen?

Römer 12,4 und 5:
Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,
so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied,

Ein jeder wiedergeborene Gläubige ist ein Glied in diesem Leib Christi. Alle, die heiligen Geist erhalten und durch einen Geist getauft wurden, gehören diesem einen Leib an.

1. Korinther 12,12 und 13:
Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.
Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.

Weil wir durch einen Geist alle zu einem Leib getauft wurden, gibt es nur einen Leib Christi. Alle Gläubige haben den gleichen einen Geist erhalten, wurden mit dem gleichen einen Geist getauft und gehören dem gleichen einen Leib Christi, der Gemeinde, an. Jeder wiedergeborene Gläubige hat den gleichen einen Geist wie jeder andere. Wir sind alle in gleichem Maße und in gleicher Weise Glieder an dem einen Leib, dem Leib Christi. Die Schrift berichtet immer wieder, daß es einen Leib gibt (vgl. Epheser 4,5 und 5,20), und daher auch eine Gemeinde.

Die Gemeinde heute ist nicht nur der Leib Christi, sondern weil wir alle den gleichen Vater haben, Gott, ist die Gemeinde auch eine Familie. "Wiedergeboren" weist darauf hin, daß Gott unser Vater ist und wir Teil seiner geistlichen Familie. Allerdings hat sich die Christliche Gemeinde in eine sehr negative und nicht der Schrift entsprechende Richtung bewegt: Statt Einigkeit blüht sektiererisches Verhalten. Gottes Wort sagt uns, daß wir alle Glieder des einen Leibes sind, aber die Gemeinde ist in Sekten und Konfessionsgemeinschaften aufgespaltet.

Ein Geist bedeutet, daß es auch nur ein Leib ist. Ein Vater bedeutet, daß es eine Familie ist. Allerdings verhalten sich die Glieder der Gemeinde oftmals überhaupt nicht so, wie es dem einen Leib bzw. der einen Familie entsprechen würde: Statt einander zu lieben und einander zu erbauen, sind sie der Versuchung erlegen, einander zu beißen und gar aufzufressen. Wir hängen uns an unsere kleine Gruppe oder unsere große Konfessionsgemeinschaft oder "Kirche", und sind absolut davon überzeugt, daß wir in Glaubensdingen Recht haben und die andern selbstverständlich mit ihren Lehren falsch liegen. So viele nehmen sich die Freiheit, andere zu kritisieren, zu richten und zu verdammen, und sie verurteilen dabei doch andere Christen, die mit zur gleichen Familie gehören, nur weil diese nicht zu ihrer Gruppe gehören. Sollte eine solch ungöttliche Freiheit als gerechtes Festhalten an der Wahrheit verstanden werden?

Es ist nichts Schlimmes, wenn Glieder des Leibes Christi miteinander in Kontakt stehen, weil sie eine gemeinsame Grundlage bzgl. des Verständnisses der Schrift haben. Auch ist es nicht einmal ein großes Problem, wenn jemand sich als ein Methodist, Baptist bezeichnet oder sonst einen von Menschen erfundenen Namen einer Gruppe benutzt. Die Probleme stellen sich dann ein, wenn wir meinen, daß unsere Gruppe schlechthin "DIE Gemeinde" ist und alle anderen Gruppen sind es nicht. Ein jeder wiedergeborene Christ ist in gleicher Weise ein Glied der Gemeinde, ein Glied des einen Leibes Christi; und dieser eine Leib Christi ist nach wie vor die wahre Gemeinde heute.

Inhalt


Christus, das Haupt

Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde. Als Gott Jesus Christus von den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte, gab er ihm eine Position absoluter Autorität, und nur Gott selbst steht über Jesus. Alles ist unter Jesu Christi Füße gestellt.

Epheser 1,22 und 23:
Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles,
welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Jesus Christus sitzt zur Rechten Gottes, und er hat nun die absolute und vollständige Autorität über die Gemeinde. Er ist das Haupt über alle Reiche, Gewalt, Macht und Herrschaft, Er ist Haupt über alles. Er ist derjenige, der die Gemeinde lenkt und leitet. So wie das Haupt am menschlichen Körper all die Aktivitäten und Funktionen der einzelnen Teile des Leibes lenkt und die Einigkeit der Glieder bewirkt, so ist es mit Christus und seinem Leib. Auch geschieht das Wachstum des Leibes von seinem Haupt her, also von Christus.

Epheser 4,15 und 16:
Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus,
von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, daß der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.

Ein jedes Glied kann direkt Anleitung empfangen von dem Haupt; daher können wir alle einig sein. Als wir die Gabe heiligen Geistes erhielten, erhielten wir Christus in uns, wodurch eine direkte Kommunikation mit dem Herrn für ein jedes Glied möglich wird.

Kolosser 1,27:
denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Kein Mensch könnte jemals die Gemeinde effektiv leiten und führen. Christus kann dies, denn er lebt in einem jeden einzelnen Glied.

Gott wohnt in Christus, und Christus ist in uns; und so sind wir wahrlich vollkommen in ihm. Die Fülle der Gottheit wohnt in Christus, und wir haben an genau dieser Fülle teil.

Kolosser 2,9 und 10:
Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig,
und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.

Die Welt hat viele Schemata, die vom Widersacher entworfen wurden, um die Gemeinde zu verführen und dazu zu verleiten, nicht mehr Christus als ihre Haupt anzuerkennen. Wir werden gewarnt, es nicht zuzulassen, daß von Menschen gemachte Religion uns davon abbringt, an Christus als unserem Haupt festzuhalten.

Kolosser 2,18 und 19:
Laßt euch den Siegespreis von niemandem nehmen, der sich gefällt in falscher Demut und Verehrung der Engel und sich dessen rühmt, was er geschaut hat, und ist ohne Grund aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn
und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken.

Erneut wird uns gesagt, daß durch Christus, das Haupt, der Leib zusammengehalten wird und auch zusammen wächst durch Gottes Wirken in uns.

Die möglicherweise am weitesten verbreitete Verschleierung oder Verführung, mit der die Gemeinde in Bezug auf das Festhalten am Haupt Christus konfrontiert wird, ist einem anderen Menschen statt Christus zu folgen. So viele Menschen sind nicht damit zufrieden, einem geistlichen Leib mit dem Haupt Christus anzugehören. Anscheinend hat der Mensch ein fehlgeleitetes Verlangen, etwas in der Sinnenwelt anzugehören, dem ein Mensch vorsteht. Leute wollen Leuten nachfolgen. Die Gemeinde hat sich seit ihrer Gründung schuldig gemacht, Menschen zu folgen anstatt an Christus festzuhalten. Gott trug Paulus auf, diese Art von fleischlichem Denken in seinem Brief an die Korinther anzuprangern.

1. Korinther 1,10-13:
Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle mit einer Stimme redet und laßt keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.
Denn es ist mir bekanntgeworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, daß Streit unter euch ist.
Ich meine aber dies, daß unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der dritte: Ich zu Kephas, der vierte: Ich zu Christus.
Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?

Solche Spaltung in der Gemeinde war nicht recht, und darüber zu streiten, welchem Menschen man nun folgen und zugehörig sein sollte, das ist wahrhaft beschämend. Christus ist das Haupt, andern Menschen zu folgen ist fleischlich gesinnt sein.

1 Korinther 3,3-6:
weil ihr noch fleischlich seid. Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise?
Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos -, ist das nicht nach Menschenweise geredet?
Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat:

Das gleiche fleischliche Verhalten plagt auch die Gemeinde heute. Wiederum zeigen wir uns unerbittlich in unserer Überzeugung, für einen Menschen Partei zu ergreifen und einzustehen, obwohl doch das Wort Gottes klar und deutlich feststellt: CHRISTUS IST DAS HAUPT!

Wir sind so gesegnet, in einer Zeit zu leben, da die Gemeinde, die Versammlung der Herausgerufenen, der Leib Christi ist, und Christus ihre Haupt ist. Vor Christus und vor Pfingsten, waren die von Gott Herausgerufenen im Grunde genommen lediglich von Israel. Christus war nicht in den Himmel aufgefahren, und es war auch nicht "Christus in euch", Christus war nicht in jedem Gläubigen gegenwärtig. Die vom Volk Israel waren ziemlich eingeschränkt, verglichen mit dem Leib Christi, zu dem wir heute gehören, und worüber wir sehr gesegnet sein können.

Wer vor Christus ein Heide war, der war vom Bürgerrecht Israels ausgeschlossen, der war ohne Christus und außerhalb des Bundes der Verheißung, hatte keine Hoffnung und war ohne Gott in der Welt.

Epheser 2,12:
daß ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.

All dies aber änderte sich mit dem, was Christus erreichte und vollendete.

Epheser 2,13-16:
Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr
[die Heiden], die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.
Denn er ist unser Friede, der aus beiden
[Israel und Heiden] eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes
hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien
[Israel und Heiden] einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache
und die beiden
[Israel und Heiden] versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.

Sowohl Israel wie auch Heiden werden nun in einem Leibe mit Gott versöhnt.

Inhalt


Wie die Gemeinde heute funktioniert

Gott hat seine Gemeinde auf eine Art und Weise zusammengestellt, daß ein jedes Glied in dieser Gemeinde wichtig ist und benötigt wird.

Römer 12,4 und 5:
Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,
so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied,

Das Wort "Aufgabe" bezeichnet "Funktion", "was zu tun ist". Ein jedes Glied in diesem Leib ist einzigartig. Kein Glied kann Ihre Stelle einnehmen. Kein anderes Glied kann das tun, was Sie tun können, weil keiner sonst Sie ist. Jeder ist wahrlich einzigartig, einzig in seiner Art. Gott offenbart, daß die Aufgabe, die ich dem Leib erfülle, hat keine Parallele und ist absolut nötig. Jedes Glied wird benötigt, Sie werden benötigt, ich werde benötigt, und jeder wiedergeborene Gläubige wird benötigt. Gott hat die Gemeinde so eingerichtet, daß sie auch heute weiterhin am besten funktioniert, indem ein jeder dem anderen dient. Jedes Glied hat einen Dienst zu erfüllen. Wir alle sind voneinander abhängig.

Die Gemeinde ist nicht so arrangiert, daß ein Mann oder eine Frau allen anderen dienen soll, wie es leider heute in so vielen Gruppen der Fall ist. Ein jeder soll dienen! Ein jeder kann und soll beitragen und helfen und seine Aufgabe erfüllen. 1. Korinther 12 erweitert dieses Illustration aus dem Römerbrief noch ein wenig. Der Leib Christi wird hier mit einem menschlichen Leib verglichen.

1. Korinther 12,14-16:
Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein?
Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein?

Wenn die Glieder streitsüchtig und eifersüchtig aufeinander sind, so ist dies töricht, weil ja doch ein jeder eine Aufgabe hat und ein jeder benötigt wird. Der Fuß, die Hand, das Ohr und das Auge werden alle für die rechte Funktion des menschlichen Leibes benötigt; und genauso ist es auch im Leib Christi, auch dort wird ein jeder benötigt. Wenn wir alle auf genau gleiche Weise dienen würden, dann hätte der Leib große Mängel.

1. Korinther 12,17:
Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?

Gott hat einen jeden von uns dazu berufen, ein wichtiger Teil seiner Familie zu sein und er hat einem jeden eine spezifische Aufgabe in dem Leib gegeben, so wie es ihm gefallen hat.

1. Korinther 12,18-25:
Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.
Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?
Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.
Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.
Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten;
und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und bei den unanständigen achten wir besonders auf Anstand;
denn die anständigen brauchen's nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben,
damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen.

Die Spaltungen im Leib Christi sind absolut sinnlos. Wir benötigen einander. Das allerletzte, was wir brauchen, ist ein Kampf untereinander. Der Hauptgrund dafür, daß der Leib hier auf Erden so gespalten ist, ist wohl der, daß das füreinander sorgen und einander lieben keine Priorität genießen, und stattdessen eine solch unbedeutsame Sache wie die Überlegung, welchem Menschen man nun folgen soll, den wichtigen Dingen für einen erfolgreichen Wandel im Leib Christi den Rang abgelaufen hat.

Gott hat den Leib so eingerichtet, daß die Glieder herzliches Erbarmen haben sollten und einander lieben.

1. Korinther 12,26 und 27:
Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.

In Römer 12,6-8 lernen wir, daß es für uns viele Möglichkeiten und Aufgaben zum Dienen gibt und daß wir damit beginnen sollen, einander zu dienen. Wenn jemand in Sachen Weissagung dienen soll, der soll dies tun. Wenn jemandes Aufgabe ein helfen und einander dienen ist, so sollte der damit beginnen und seine Aufgabe ausführen. Ist es Lehren, dann sollte er lehren; ist es Barmherzigkeit erweisen, dann sollte er damit beginnen. Wir brauchen nicht herum zu sitzen und uns zu wundern, welche Aufgabe wir möglicherweise in der Gemeinde haben, wir sollten vielmehr damit beginnen, das zu tun, wozu wir in der Lage sind, denn der Aufgabe können wir auf jeden Fall bereits nachkommen.

Das Wort Gottes ist die Wahrheit. Jeder Gläubige soll in der Wahrheit leben, Wahrheit in Liebe reden, wahrhaftig sein in allem. Der Leib Christi wird erbaut, indem jedes Glied sein Teil beiträgt und den anderen in der Liebe dient.

Epheser 4,15 und 16:
Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus,
von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, daß der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.

Wir sind vielleicht gewohnt, daß der Pastor oder Pfarrer hinter der Kanzel steht oder hinter dem Altar. Die restliche Gemeinde sitzt auf ihren Bänken und hört zu. Am Ende des Gottesdienstes grüßen einige der Anwesenden einander mehr oder minder herzlich und dann eilen alle nach Hause und führen wieder ihr eigenes isoliertes Leben. So leben Christen oftmals, aber das ist nicht, wie Gott es eigentlich für uns in der Gemeinde vorgesehen hat. Jedes Glied hat eine Aufgabe, und jeder hat einen Dienst, den er in der Gemeinde, im Leib, versieht

Kolosser 2,19:
und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken.

“Gelenke und Bänder” sind das, was die Glieder eines Leibes zusammenhält. In gewisser Weise sind die Gelenke und die Bänder nicht direkt Glieder des Leibes, sondern das Gewebe, welches die Glieder verbindet. Die Glieder im Leib Christi werden mit Gliedern im menschlichen Laib verglichen. Um wirkungsvoll zu dienen und unsere Aufgabe zu erfüllen, muß es Stellen geben, an denen die Glieder gestützt und zusammengehalten werden und an denen Kommunikation stattfindet. Wir müssen miteinander Gemeinschaft pflegen. Miteinander Gemeinschaft haben hilft uns, zusammenzuwachsen und die Kommunikation untereinander (das "wahrhaftig sein in der Liebe" in Eph 4,15) trägt zur Selbstauferbauung des Leibes bei.

Wir leben in einer Zeit, da Isolation und "für sich sein wollen" (keine Gemeinschaft mit anderen) weit verbreitet ist. Leute sind in sich selbst versunken, anstatt sich nach außen zu öffnen und um andere zu sorgen. Loslösung und ein Mangel an Beteiligung sind leider oft charakteristische Elemente in der Gemeinde. Wir sollten jedoch fortwährend und stetig auf Möglichkeiten zum Dienst am andern schauen und so danach streben, einander zu lieben, wie es Gottes Wille für jedes Glied in der Gemeinde ist.

Inhalt


Einigkeit

Jeder Gläubige in der Gemeinde ist dafür verantwortlich, seiner Berufung gemäß zu wandeln und sein Leben zu gestalten.

Epheser 4,1 und 2:
So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, daß ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid,
in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. ...

Die Einigkeit in der Gemeinde beruht darauf, daß jedes Glied Gott liebt und dann ein jeder den andern liebt. Kolosser 3,14 berichtet uns: "Über alles aber zieht an die Liebe [Liebe Gottes], die da ist das Band der Vollkommenheit." Diese Liebe ist das Band! Die christliche Gemeinde wird niemals eine Einigkeit erreichen aufgrund von Erkenntnis. Wir lernen ja, erfahren Dinge, wachsen in unserem Erkenntnisstand, und unser Wissen und unsere Einsicht in Dinge verändert sich ständig. Römer 14 trägt uns auf, gegenüber denen, die entweder mehr oder weniger Erkenntnis als wir haben, mit Liebe zu begegnen. Wenn Christus kommt, dann werden wir alle eine völlige Erkenntnis der Wahrheit haben. Bis dahin muß Liebe in unserem Leben regieren, wenn wir die Einigkeit in der Gemeinde wahren wollen.
“Demut" ist "sich selbst erniedrigen" und unter Gottes Leitung und Fürsorge stellen. Wir vertrauen auf Gott und erkennen unsere völlige Abhängigkeit von ihm an. “Sanftmut” ist "milde sein", ein "weiches Herz" haben und so dann aufnahmebereit sein für die Dinge Gottes. “Geduld" ist "langmütig sein" im Umgang mit anderen Menschen. Diese Qualitäten sind wesentlich, um unserer Berufung als Kinder Gottes würdig zu leben.

Epheser 4,2 und 3:
... Ertragt einer den andern in Liebe,
und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:

Neben "Demut, Sanftmut und Geduld" lesen wir nun von "einander ertragen in der Liebe". Das sind die Dinge, die notwendig sind, wenn wir letztendlich die Einigkeit in der Gemeinde zu wahren.

Bemerkenswert an dieser ganzen Sache ist zudem, daß es sich bei der Einigkeit in der Gemeinde um eine "Einigkeit im Geist" handelt, nicht um irgendwelche von Menschen herbeigeführte Einigkeit auf anderer Basis. Diese Einigkeit basiert auf der Wahrheit, daß alle Gläubigen in dieser Gemeinde den gleichen einen Geist erhalten haben und so alle Glied in diesem einen Leib sind.

Auch wird deutlich, daß es nicht unsere Aufgabe ist, diese Einigkeit herzustellen oder herbeizuführen; nein - unsere Aufgabe ist es vielmehr, die aufgrund von Gottes Wirken im Geben des einen Geistes bereits bestehende Einigkeit nun "zu wahren". Wir sollen darauf Acht haben, darüber wachen, zusehen, daß sie im praktischen Leben innerhalb der Gemeinde verwirklicht wird. Gott hat in und durch Christus, das Haupt, bereits die Einigkeit "gemacht", wir sollen sie nun bewahren.

Weiterhin erfahren wir noch, wie wir diese Einigkeit wahren ... durch "das Band des Friedens". Viele mögen rätseln, was "das Band des Friedens" ist. "Frieden" ist das Band, welches uns die Einigkeit des Geistes wahren läßt. Wenn es Unterschiede in der Erkenntnis oder auch in Meinungen unter den Gliedern gibt, so sollten wir diese nicht zum Anlaß werden lassen, einander "den Krieg zu erklären", sondern wir sollten darauf bedacht sein, Frieden zu bewahren und auf friedfertige Weise die Unterschiede nach und nach zu bereinigen und gemeinsam friedlich zu erarbeiten.

Wir haben wirklich eigentlich keinerlei Grund dafür, gespalten und zerrissen zu sein, denn wir sind in Christus all eins.

Epheser 4,4-6:
EIN Leib und EIN Geist, wie ihr auch berufen seid zu EINER Hoffnung eurer Berufung;
EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe;
EIN Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

Die Einigkeit im Geist wird uns hier nun anhand mehrerer maßgeblichen Wahrheiten für die Gemeinde aufgezeigt: Die Gemeinde ist nur EIN Leib und alle haben nur EINEN Geist empfangen, wir sind alle berufen zu EINER Hoffnung. Wir alle haben den EINEN Herrn Jesus Christus bekannt. Nur EIN Glaube (der an Jesus als den Messias, als Herrn und Christus) führt zum Heil, und nur durch EINE Taufe (die vom Herrn bewirkte Taufe im Geist) werden wir Glieder an diesem einen Leib. Schließlich haben wir alle nur EINEN als Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, der über allen und durch alle und in allen ist. Von diesen vereinigenden Wahrheiten gibt es kein Lossagen ... ganz gleich, was wir vielleicht an gegenteiligen Behauptungen aufstellen wollen, wir vermögen durch nichts an diesen Wahrheiten zu rütteln! Daher sollten wir uns in allen Stücken diesen Wahrheiten unterordnen und für alle anderen eventuellen Unterschiede in der Gemeinde friedliche Lösungen suchen und so die Einigkeit im Geist wahren.

Inhalt


Gabenämter in der Gemeinde

Einem jeden Christen wurde die gleiche Gabe heiliger Geist gegeben. Keiner hat mehr und keiner hat weniger erhalten. Wir haben bereits erkannt, daß wir alle gleich wichtige und bedeutsame Glieder an dem gleichen einen Leib sind, und daß wir alle die Aufgabe und Verantwortung haben, einander zu dienen. Wir sind alle Diener. Kein Glied des Leibes ist wichtiger als ein anderes, und doch hat Gott einige dazu berufen, in besonderer Weise als Gaben an die Gemeinde zu dienen.

Epheser 4,7 und 8,11:
Einem jeden aber von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi.
Darum heißt es: »Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben.«
Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer,

Diese Ämter oder Dienste sind nicht Gaben für den jeweiligen Mann oder die Frau, welche diese Aufgaben versehen, sondern vielmehr sind sie Gaben an "die Menschen", die Gemeinde. Diese Gaben sind Apostel, Propheten, Evangelisten, und dazu Hirten und Lehrer.

Deren Zweck wird uns dann im nächsten Versen dargelegt.

Epheser 4,12:
damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden,

Diese Diener helfen all den anderen Gläubigen, damit diese dann ihren Dienst in der Gemeinde besser verrichten können und so der Leib Christi sich selbst auferbaut in der Liebe. Diese Gabenämter werden so lange vorhanden sein in der Gemeinde, bis Jesus kommt.

Epheser 4,13:
bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi,

Indem diese Diener ihre Aufgabe erfüllen und der Gemeinde dienen, kann die Gemeinde vor der Verführung bewahrt werden, durch die so viele hin- und hergeworfen bzw. umhergetrieben werden.

Epheser 4,14:
damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.

Diese Diener werden im Leib sehr benötigt, und doch sind die Gläubigen, die einen solchen Dienst verrichten nicht wichtiger als irgendein anderes Glied in der Gemeinde, und alle zusammen bilden ja den Leib. Der Dienst durch jemanden mit einem solchen Gabenamt mag vielleicht oftmals "sichtbarer" und in größerem Ausmaß "öffentlicher" sein als bei anderen Gläubigen, einfach aufgrund der Art des Dienstes. In der Welt werden oft die Menschen mit einem höheren Rang oder in profilierterer Stellung auch über andere erhöht und auf andere wird herabgesehen oder sie werden gar ganz ignoriert. So etwas sollte aber in der Gemeinde des Leibes nie der Fall sein. Ein echter Diener Gottes weiß sehr wohl, daß er in keiner Weise besser ist als irgendein anderes Glied am Leib, und er wird immer sicherstellen, daß Gott die Ehre zukommt und nicht ihm selbst. Er weiß, daß Christus das Haupt ist und er lediglich ein privilegierter Diener, der aber demütig dem Leib helfen soll, Christus und Gott zu erkennen und Ehre zu geben.

Inhalt


Die Gemeinde im 1. Jhdt n.Chr.

Gott wirkte große Dinge unter den Gläubigen in der Gemeinde im 1. Jahrhundert n.Chr. Die Gläubigen hielten eine liebevolle Beziehung zu ihrem Vater und zueinander aufrecht. Diese Beziehung wird biblisch auch als "Gemeinschaft" bezeichnet. “Gemeinschaft” ist im Griechischen das Wort koinonio, und es bedeutet eine "völlige Gemeinsamkeit". Die Gläubigen hatten täglich miteinander zu tun in ihrem Leben. Sie teilten miteinander in vollem Maße und empfangen eine echte Hinwendung zueinander. Die brüderliche Liebe untereinander war herzlich. Die Gläubigen sorgten füreinander in einem solchen Ausmaß, daß sie eifrig darauf bedacht waren, einander in der Liebe zu dienen.

In Apostelgeschichte 2 werden uns ihre Handlungen und Taten zusammenfassend geschildert. Als erstes sollten wir beachten, daß sie beständig blieben in: (1) der Lehre der Apostel, (2) in der Gemeinschaft, (3) im Brotbrechen, und (4) im Gebet.

Apostelgeschichte 2,42:
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

Das Wort Gottes stand für sie an der ersten Stelle und es blieb auch dort. Sie teilten völlig miteinander und sie aßen zusammen, und beteten zusammen. Das Resultat solchen Tuns war dann, daß Furcht [Ehrfurcht] über alle kam und der Weg für zahlreiche Wunder geebnet war.

Apostelgeschichte 2,43:
Es kam aber Furcht
[Ehrfurcht] über alle Seelen, und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.

Wir sollten beachten, daß nirgend in diesem Bericht etwas erwähnt wird, daß jemand habgierig oder selbstsüchtig gewesen wäre. Die Gläubigen liebten einander und gaben von ihrem Überfluß in reichem Maße.

Apostelgeschichte 2,44 und 45:
Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.
Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.

Der Mangel, den man allzu oft in der heutigen Gemeinde sehen kann, der hatte keine vorherrschende Stellung unter den Gläubigen in der Gemeinde im 1. Jahrhundert n.Chr., weil alle von ihrem Überfluß mit anderen teilten.

Apostelgeschichte 4,34 und 35:
Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte
und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.

Ihre Verpflichtung gegenüber Gott und gegenüber dem andern in der Gemeinde war weit mehr als sich etwa einmal in der Woche in einem Gebäude zu treffen. Die hatten täglich Gemeinschaft miteinander.

Apostelgeschichte 2,46:
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen

“Einmütig” bezeichnet, daß sie einen Zweck verfolgten. Sie gingen zum Tempel, weil sie dort andere trafen, denen sie von Christus erzählen und die sie unterweisen konnten. Sie trafen sich in den Häusern, um gemeinsam zu essen und Gemeinschaft miteinander zu haben. Sie waren gesegnet und froh, weil sie ihr Leben im Dienste Gottes lebten und einander liebten. Mit “lauerem Herzen" zeigt an, daß sie mit ungeteilter Aufmerksamkeit und Treue Gott dienten. Aufgrund eines solchen Lebensstils war Gott in der Lage, täglich zur Gemeinde hinzuzufügen, die gerettet werden sollten.

Apostelgeschichte 2,47:
und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

Auch die Gemeinde heute besteht aus denen, die von Gott herausgerufen sind, um zu seiner Familie zu gehören. Die glauben, daß Jesus Christus der Herr ist und daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, die sind gerettet und wiedergeboren und als solches gehören sie zum Leib und sind Glied in der Gemeinde.

Christus ist das Haupt der Gemeinde. Er, und nur er, kann die Gemeinde führen und leiten, da er in einem jeden Gläubigen und Glied in der Gemeinde lebt. Ein jedes Glied hat das Privileg und die Verantwortung zu dienen. Wenn wir das tun, wird die Gemeinde wachsen und sich selbst auferbauen.

Das Band der Vollkommenheit für die Gemeinde ist die Liebe Gottes. Es gibt nur einen Leib, einen Geist, eine Hoffnung, einen Herrn, einen Glauben, eine Taufe, einen Gott und Vater aller. Wir sind eins, und daher sollten wir auch wie eins leben. Um dies zu bewerkstelligen, müssen wir Gott erhöhen und ehren und in der Liebe leben, so wie wir es aus dem Wort Gottes gelesen haben.

Die Gabenämter wurden bereitgestellt, um den einzelnen Gläubigen behilflich zu sein, daß sie ihren Dienst im Leib ausführen können. Wir sollen sicher nicht Gabenämtern folgen und ihnen an Stelle von Christus oder Gott dienen. Wir haben das klare Beispiel der frühen Gemeinde. Dieses Beispiel konfrontiert uns mit Verpflichtung. Wir haben nur ein Leben zu leben. Warum sollten wir es zulassen, daß es mit bedeutungslosen Aktivitäten gefüllt ist, wenn wir stattdessen unser Leben leben können im Dienste Gottes und unser Bestes für ihn geben können?

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