Es bleibet täglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen. (Psalm 119:91)

Der erste Brief des Johannes

Das 1. Kapitel

1. Das da von Anfang war, das wir gehöret haben, das wir gesehen haben
mit unsern Augen, das wir beschauet haben, und unsere Hände betastet
haben, vom Wort des Lebens

2. (und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und zeugen und
verkündigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und
ist uns erschienen);

3. was wir gesehen und gehöret haben: das verkündigen wir euch, auf
daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habet, und unsere Gemeinschaft sei
mit dem Vater und mit Sohn, JEsu Christo.

4. Und solches schreiben wir euch, auf daß eure Freude völlig sei.

5. Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehöret haben und
euch verkündigen, daß GOtt ein Licht ist, und in ihm keine Finsternis.

6. So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in
Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.

7. So wir aber im Licht wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir
Gemeinschaft untereinander, und das Blut JEsu Christi, seines Sohnes,
macht uns rein von aller Sünde.

8. So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst,
und die Wahrheit ist nicht in uns.

9. So wir aber unsere Sünde bekennen, so ist er treu und gerecht, daß
er uns die Sünde vergibt und reiniget uns von aller Untugend.

10. So wir sagen, wir haben nicht gesündiget, so machen wir ihn zum
Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.


Das 2. Kapitel

1. Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht
sündiget. Und ob jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei
dem Vater, JEsum Christum, der gerecht ist.

2. Und derselbige ist die Versöhnung für unsere Sünde, nicht allein
aber für die unsere, sondern auch für die der ganzen Welt.

3. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote
halten.

4. Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist
ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit.

5. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Liebe GOttes
vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind.

6. Wer da sagt, daß er in ihm bleibet, der soll auch wandeln,
gleichwie er gewandelt hat.

7. Brüder, ich schreibe euch nicht ein neu Gebot, sondern das alte
Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das
ihr von Anfang gehöret habt.

8. Wiederum ein neu Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei
ihm und bei euch; denn die Finstemis ist vergangen, und das wahre Licht
scheinet jetzt.

9. Wer da sagt, er sei im Licht, und hasset seinen Bruder, der ist
noch in \Finsternis.

10. Wer seinen Bruder liebet, der bleibet Licht,und ist kein Ärgernis
bei ihm.

11. Wer aber seinen Bruder hasset, der ist in Finsternis und wandelt
in Finsternis und weiß nicht, wo er hingehet; denn die Finsternis hat
seine Augen verblendet.

12. Liebe Kindlein, ich schreibe euch, daß euch die Sünden vergeben
werden durch seinen Namen.

13. Ich schreibe euch Vätern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist.
Ich schreibe euch Jünglingen; denn ihr habt den Bösewicht überwunden.
Ich schreibe euch Kindern; denn ihr kennet den Vater.

14. Ich habe euch Vätern geschrieben, daß ihr den kennet, der von
Anfang ist. Ich habe euch Jünglingen geschrieben, daß ihr stark seid,
und das Wort GOttes bei euch bleibet, und den Bösewicht überwunden habt.

15. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die
Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.

16. Denn alles, was in der Welt ist (nämlich des Fleisches Lust und
der Augen Lust und hoffärtiges Leben), ist nicht vom Vater, sondern von
der Welt.

17. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen GOttes
tut, der bleibet in Ewigkeit.

18. Kinder, es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehöret habt, daß
der Widerchrist kommt, und nun sind viel Widerchristen worden; daher
erkennen wir, daß die letzte Stunde ist.

19. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn
wo sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber
auf daß sie offenbar würden, daß sie nicht alle von uns sind.

20. Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist; und wisset alles.

21. Ich habe euch nicht geschrieben, als wüßtet ihr die Wahrheit
nicht, sondern ihr wisset sie und wisset, daß keine Lüge aus der
Wahrheit kommt.

22. Wer ist ein Lügner, ohne der da leugnet, daß JEsus der Christus
sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet.

23. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht.

24. Was ihr nun gehöret habt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei
euch bleibet, was ihr von Anfang gehöret habt, so werdet ihr auch bei
dem Sohn und Väter bleiben.

25. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige
Leben.

26. Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verführen.

27. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibet bei euch,
und dürfet nicht, daß euch jemand lehre, sondern wie euch die Salbung
allerlei lehret, so ist‘s wahr, und ist keine Lüge; und wie sie euch
gelehret hat, so bleibet bei demselbigen.

28. Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbaret
wird, daß wir Freudigkeit haben und nicht zuschanden werden vor ihm in
seiner Zukunft.

29. So ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß, wer
recht tut, der ist von ihm geboren.


Das 3. Kapitel

1. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir GOttes
Kinder sollen heißen! Darum kennet euch die Welt nicht, denn sie kennet
ihn nicht.

2. Meine Lieben, wir sind nun GOttes Kinder, und ist noch nicht
erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen
wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er
ist.

3. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget
sich, gleichwie er auch rein ist.

4. Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht; und die Sünde ist das Unrecht.

5. Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsere Sünden
wegnehme; und ist keine Sünde in ihm.

6. Wer in ihm bleibet, der sündiget nicht; wer da sündiget, der hat
ihn nicht gesehen noch erkannt.

7. Kindlein, lasset euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist
gerecht, gleichwie er gerecht ist.

8. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündiget von
Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn GOttes, daß er die Werke des
Teufels zerstöre.

9. Wer aus GOtt geboren ist, der tut nicht Sünde; denn sein Same
bleibet bei ihm, und kann nicht sündigen; denn er ist von GOtt geboren.

10. Daran wird‘s offenbar, welche die Kinder GOttes und die Kinder des
Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von GOtt, und wer
nicht seinen Bruder liebhat.

11. Denn das ist die Botschaft, die ihr gehöret habt von Anfang, daß
wir uns untereinander lieben sollen.

12. Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwürgete seinen Bruder.
Und warum erwürgete er ihn? Daß seine Werke böse waren und seines
Bruders gerecht.

13. Verwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt hasset!

14. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn
wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode.

15. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschläger; und ihr wisset,
daß ein Totschläger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend.

16. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns
gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen.

17. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und siehet seinen Bruder
darben und schließt sein Herz vor ihm zu: wie bleibet die Liebe GOttes
bei ihm?

18. Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der
Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.

19. Daran erkennen wir, daß wir aus der Wahrheit sind, und können
unser Herz vor ihm stillen,

20. daß, so uns unser Herz verdammt, daß GOtt größer ist denn unser
Herz und erkennet alle Dinge.

21. Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine
Freudigkeit zu GOtt;

22. und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten
seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist.

23. Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes
JEsu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben
hat.

24. Und wer seine Gebote hält, der bleibet in ihm und er in ihm. Und
daran erkennen wir, daß er in uns bleibet: an dem Geist, den er uns
gegeben hat.


Das 4. Kapitel

1. Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die
Geister, ob sie von GOtt sind; denn es sind viel falsche Propheten
ausgegangen in die Welt.

2. Daran sollt ihr den Geist GOttes erkennen: Ein jeglicher Geist, der
da bekennet, daß JEsus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von
GOtt;

3. und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, daß JEsus Christus
ist in das Fleisch kommen, der ist nicht von GOtt. Und das ist der
Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehöret, daß er kommen
werde, und ist jetzt schon in der Welt.

4. Kindlein, ihr seid von GOtt und habt jene überwunden; denn der in
euch ist, ist größer, denn der in der Welt ist.

5. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt
höret sie.

6. Wir sind von GOtt, und wer GOtt erkennet, der höret uns; welcher
nicht von GOtt ist, der höret uns nicht. Daran erkennen wir den Geist
der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

7. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist
von GOtt; und wer liebhat, der ist von GOtt geboren und kennet GOtt.

8. Wer nicht liebhat, der kennet GOtt nicht; denn GOtt ist die Liebe:

9. Daran ist erschienen die Liebe GOttes gegen uns, daß GOtt seinen
eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen.

10. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir GOtt geliebet haben,
sondern daß er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung
für unsere Sünden.

11. Ihr Lieben, hat uns GOtt also geliebet, so sollen wir uns auch
untereinander lieben.

12. Niemand hat GOtt jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben,
so bleibet GOtt in uns, und seine Liebe ist völlig in uns.

13. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er
uns von seinem Geist gegeben hat.

14. Und wir haben gesehen und zeugen, daß der Vater den Sohn gesandt
hat zum Heiland der Welt.

15. Welcher nun bekennet, daß JEsus GOttes Sohn ist, in dem bleibet
GOtt und er in GOtt.

16. Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die GOtt zu uns
hat. GOtt ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in
GOtt und GOtt in ihm.

17. Daran ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit
haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in
dieser Welt.

18. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet
die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der
ist nicht völlig in der Liebe.

19. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst geliebet.

20. So jemand spricht: Ich liebe GOtt, und hasset seinen Bruder, der
ist ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie
kann er GOtt lieben, den er nicht siehet?

21. Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer GOtt liebet, daß der
auch seinen Bruder liebe.


Das 5. Kapitel

1. Wer da glaubet, daß JEsus sei der Christus, der ist von GOtt
geboren. Und wer da liebet den, der ihn geboren hat, der liebet auch
den, der von ihm geboren ist.

2. Daran erkennen wir, daß wir GOttes Kinder lieben, wenn wir GOtt
lieben und seine Gebote halten.

3. Denn das ist die Liebe zu GOtt, daß wir seine Gebote halten; und
seine Gebote sind nicht schwer.

4. Denn alles, was von GOtt geboren ist, überwindet die Welt; und
unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

5. Wer ist aber, der die Welt überwindet ohne der da glaubet, daß
JEsus GOttes Sohn ist?

6. Dieser ist‘s, der da kommt mit Wasser und Blut, JEsus Christus,
nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist
ist‘s, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist.

7. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und
der Heilige Geist; und diese drei sind eins.

8. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser
und das Blut; und die drei sind beisammen.

9. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist GOttes Zeugnis größer;
denn GOttes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne.

10. Wer da glaubet an den Sohn GOttes, der hat solch Zeugnis bei sich.
Wer GOtt nicht glaubet, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubet nicht
dem Zeugnis, das GOtt zeuget von seinem Sohn.

11. Und das ist das Zeugnis, daß uns GOtt das ewige Leben hat gegeben,
und solches Leben ist in seinem Sohn.

12. Wer den Sohn GOttes hat, der hat das Leben; wer den Sohn GOttes
nicht hat, der hat das Leben nicht.

13. Solches hab‘ ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen
des Sohnes GOttes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habet,
und daß ihr glaubet an den Namen des Sohnes GOttes.

14. Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß, so wir
etwas bitten nach seinem Willen, so höret er uns.

15. Und so wir wissen, daß er uns höret, was wir bitten, so wissen
wir, daß wir die Bitten haben, die wir von ihm gebeten haben.

16. So jemand siehet seinen Bruder sündigen, eine Sünde nicht zum
Tode, der mag bitten; so wird er geben das Leben denen, die da sündigen
nicht zum Tode. Es ist eine Sünde zum Tode; dafür sage ich nicht, daß
jemand bitte.

17. Alle Untugend ist Sünde; und es ist etliche Sünde nicht zum Tode.

18. Wir wissen, daß, wer von GOtt geboren ist, der sündiget nicht,
sondern wer von GOtt geboren ist, der bewahret sich, und der Arge wird
ihn nicht antasten.

19. Wir wissen, daß wir von GOtt sind; und die ganze Welt liegt im
Argen.

20. Wir wissen aber, daß der Sohn GOttes kommen ist und hat uns einen
Sinn gegeben, daß wir erkennen den Wahrhaftigen und sind in dem
Wahrhaftigen, in seinem Sohn JEsu Christo. Dieser ist der wahrhaftige
GOtt und das ewige Leben.

21. Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern! Amen.

Der zweite Brief des Johannes

1. Der Älteste: der auserwählten Frau und ihren Kindern, die ich
liebhabe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die
die Wahrheit erkannt haben,

2. um der Wahrheit willen, die in uns bleibet und bei uns sein wird in
Ewigkeit.

3. Gnade, Barmherzigkeit, Friede von GOtt dem Vater und von dem HErrn
JEsu Christo, dem Sohn des Vaters, in der Wahrheit und in der Liebe sei
mit euch!

4. Ich bin sehr erfreuet, daß ich funden habe unter deinen Kindern,
die in der Wahrheit wandeln, wie denn wir ein Gebot vom Vater empfangen
haben.

5. Und nun bitte ich dich, Frau (nicht als ein neu Gebot schreibe ich
dir, sondern das wir gehabt haben von Anfang), daß wir uns
untereinander lieben.

6. Und das ist die Liebe, daß wir wandeln nach seinem Gebot. Das ist
das Gebot, wie ihr gehöret habt von Anfang, auf daß ihr daselbst innen
wandelt.

7. Denn viel Verführer sind in die Welt kommen, die nicht bekennen
JEsum Christum, daß er in das Fleisch kommen ist. Dieser ist der
Verführer und der Widerchrist.

8. Sehet euch vor, daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben,
sondern vollen Lohn empfangen.

9. Wer übertritt und bleibet nicht in der Lehre Christi, der hat
keinen GOtt; wer in der Lehre Christi bleibet, der hat beide, den Vater
und den Sohn.

10. So jemand zu euch kommt und bringet diese Lehre nicht, den nehmet
nicht zu Hause und grüßet ihn auch nicht.

11. Denn wer ihn grüßet, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke.

12. Ich hatte euch viel zu schreiben, aber ich wollte nicht mit
Briefen und Tinte, sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mündlich
mit euch zu reden, auf daß unsere Freude vollkommen sei.

13. Es grüßen dich die Kinder deiner Schwester, der Auserwählten. Amen.

Der dritte Brief des Johannes

1. Der Älteste: Gajus, dem Lieben, den ich liebhabe in der Wahrheit.

2. Mein Lieber, ich wünsche in allen Stücken, daß dir‘s wohl gehe, und
gesund seiest, wie es denn deiner Seele wohl gehet.

3. Ich bin aber sehr erfreuet, da die Brüder kamen und zeugeten von
deiner Wahrheit, wie denn du wandelst in der Wahrheit.

4. Ich habe keine größere Freude denn die, daß ich höre meine Kinder
in der Wahrheit wandeln.

5. Mein Lieber, du tust treulich, was du tust an den Brüdern und Gästen,

6. die von deiner Liebe gezeuget haben vor der Gemeinde; und du hast
wohl getan, daß du sie abgefertiget hast würdiglich vor GOtt.

7. Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und haben von den
Heiden nichts genommen.

8. So sollen wir nun solche aufnehmen, auf daß wir der Wahrheit
Gehilfen werden.

9. Ich habe der Gemeinde geschrieben; aber Diotrephes, der unter ihnen
will hochgehalten sein, nimmt uns nicht an.

10. Darum, wenn ich komme, will ich ihn erinnern seiner Werke, die er
tut, und plaudert mit bösen Worten wider uns und lässet sich an dem
nicht genügen. Er selbst nimmt die Brüder nicht an und wehret denen,
die es tun wollen, und stößet sie aus der Gemeinde.

11. Mein Lieber, folge nicht nach dem Bösen, sondern dem Guten! Wer
Gutes tut, der ist von GOtt; wer Böses tut, der siehet GOtt nicht.

12. Demetrius hat Zeugnis von jedermann und von der Wahrheit selbst;
und wir zeugen auch, und ihr wisset, daß unser Zeugnis wahr ist.

13. Ich hatte viel zu schreiben; aber ich wollte nicht mit Tinte und
Feder an dich schreiben.

14. Ich hoffe aber, dich bald zu sehen, so wollen wir mündlich
miteinander reden.

15. Friede sei mit dir! Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde
mit Namen.