Es bleibet täglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen. (Psalm 119:91)  

Das vierte Buch Mose

Das 1. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose in der Wüste Sinai in der Hütte des
Stifts am ersten Tage des andern Monden im andern Jahr, da sie aus
Ägyptenland gegangen waren, und sprach:

2. Nehmet die Summa der ganzen Gemeine der Kinder Israel nach ihren
Geschlechtern und ihrer Väter Häusern und Namen: alles, was männlich
ist, von Haupt zu Haupt;

3. von zwanzig Jahren an und drüber, was ins Heer zu ziehen taugt in
Israel; und sollt sie zählen nach ihren Heeren, du und Aaron.

4. Und sollt zu euch nehmen je vom Geschlecht einen Hauptmann über
seines Vaters Haus.

5. Dies sind aber die Namen der Hauptleute, die neben euch stehen
sollen: Von Ruben sei Elizur, der Sohn Sedeurs.

6. Von Simeon sei Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais.

7. Von Juda sei Nahesson, der Sohn Amminadabs.

8. Von Isaschar sei Nethaneel, der Sohn Zuars.

9. Von Sebulon sei Eliab, der Sohn Helons.

10. Von den Kindern Joseph: Von Ephraim sei Elisama, der Sohn
Ammihuds. Von Manasse sei Gamliel, der Sohn Pedazurs.

11. Von Benjamin sei Abidan, der Sohn Gideonis.

12. Von Dan sei Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais.

13. Von Asser sei Pagiel, der Sohn Ochrans.

14. Von Gad sei Eliasaph, der Sohn Deguels.

15. Von Naphthali sei Ahira, der Sohn Enans.

16. Das sind die Vornehmsten der Gemeine, die Hauptleute unter den
Stämmen ihrer Väter, die da Häupter und Fürsten in Israel waren.

17. Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich, wie sie da mit Namen
genannt sind,

18. und sammelten auch die ganze Gemeine am ersten Tage des andern
Monden und rechneten sie nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern
und Väter Häusern und Namen, von zwanzig Jahren an und drüber, von
Haupt zu Haupt,

19. wie der HErr Mose geboten hatte, und zähleten sie in der Wüste
Sinai.

20. Der Kinder Ruben, des ersten Sohns Israels, nach ihrer Geburt,
Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Namen, von Haupt zu Haupt, alles,
was männlich war, von zwanzig Jahren und drüber, und ins Heer zu ziehen
taugte,

21. wurden gezählet zum Stamm Ruben sechsundvierzigtausend und
fünfhundert.

22. Der Kinder Simeon nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern, Zahl und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was männlich war,
von zwanzig Jahren und drüber, und ins Heer zu ziehen taugte,

23. wurden gezählet zum Stamm Simeon neunundfünfzigtausend und
dreihundert.

24. Der Kinder Gad nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern
und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu ziehen taugte,

25. wurden gezählet vom Stamm Gad fünfundvierzigtausend
sechshundertundfünfzig.

26. Der Kinder Juda nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern
und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu ziehen taugte,

27. wurden gezählet vom Stamm Juda vierundsiebenzigtausend und
sechshundert.

28. Der Kinder Isaschar nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu
ziehen taugte,

29. wurden gezählet zum Stamm Isaschar vierundfünfzigtausend und
vierhundert.

30. Der Kinder Sebulon nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu
ziehen taugte,

31. wurden gezählet zum Stamm SebuIon siebenundfünfzigtausend und
vierhundert.

32. Der Kinder Joseph von Ephraim nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer
Väter Häusern und, Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer
zu ziehen taugte,

33. wurden gezählet zum Stamm Ephraim vierzigtausend und fünfhundert.

34. Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu
ziehentaugte,

35. wurden zum Stamm Manasse gezählet zweiunddreißigtausend und
zweihundert.

36. Der Kinder Benjamin nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu
ziehen taugte,

37. wurden zum Stamm Benjamin gezählet fünfunddreißigtausend und
vierhundert.

38. Der Kinder Dan nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter häusern
und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu ziehen taugte,

39. wurden gezählet zum Stamm Dan zweiundsechzigtausend und
siebenhundert.

40. Der Kinder Asser nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu
ziehen taugte,

41. wurden zum Stamm Asser gezählet einundvierzigtausend und
fünfhundert.

42. Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter
Häusern und Namen, von zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zu
ziehen taugte,

43. wurden zum Stamm Naphthali gezählet dreiundfünfzigtausend und
vierhundert.

44. Dies sind, die Mose und Aaron zähleten, samt den zwölf Fürsten
Israels, deren je einer über ein Haus ihrer Väter war.

45. Und die Summa der Kinder Israel nach ihrer Väter Häusern, von
zwanzig Jahren und drüber, was ins Heer zuziehen taugte in Israel,

46. deren war sechsmalhunderttausend und dreitausend
fünfhundertundfünzig.

47. Aber die Leviten nach ihrer Väter Stamrn wurden nicht mit unter
gezählet.

48. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

49. Den Stamm Levi sollst du nicht zählen, noch ihre Summa nehmen
unter den Kindern Israel,

50. sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung bei dem Zeugnis und zu
allem Geräte und zu allem, was dazu gehöret. Und sie sollen die Wohnung
tragen und alles Geräte; und sollen sein pflegen und um die Wohnung her
sich lagern.

51. Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung
abnehmen. Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung
aufschlagen. Und wo ein Fremder sich dazu machet, der soll sterben.

52. Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager
und bei dem Panier seiner Schar.

53. Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her
lagern, auf daß nicht ein Zorn über die Gemeine der Kinder Israel
komme; darum sollen die Leviten der Hut warten an der Wohnung des
Zeugnisses.

54. Und die Kinder Israel taten alles, wie der HErr Mose geboten hatte.

Das 2. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:

2. Die Kinder Israel sollen vor der Hütte des Stifts umher sich
lagern, ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen nach ihrer Väter
Hause.

3. Gegen Morgen soll sich lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr
Hauptmann Nahesson, der Sohn Amminadabs;

4. und sein Heer an der Summa vierundsiebenzigtausend und sechshundert.

5. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar; ihr Hauptmann
Nethaneel, der Sohn Zuars;

6. und sein Heer an der Summa vierundfünfzigtausend und vierhundert.

7. Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons;

8. sein Heer an der Summa siebenundfünfzigtausend und vierhundert.

9. Daß alle, die ins Lager Judas gehören, seien an der Summa
hundertundsechsundachtzigtausend und vierhundert, die zu ihrem Heere
gehören; und sollen vornean ziehen.

10. Gegen Mittag soll liegen das Gezelt und Panier Rubens mit ihrem
Heer; ihr Hauptmann Elizur, der Sohn Sedeurs;

11. und sein Heer an der Summa sechsundvierzigtausend fünfhundert.

12. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon; ihr Hauptmann
Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais;

13. und sein Heer an der Summa neunundfünfzigtausend dreihundert.

14. Dazu der Stamm Gad; ihr Hauptmann Eliasaph, der Sohn Reguels;

15. und sein Heer an der Summa fünfundvierzigtausend
sechshundertundfünfzig.

16. Daß alle, die ins Lager Rubens gehören, seien an der Summa
hundertundeinundfünfzigtausend vierhundertundfünfzig, die zu ihrem Heer
gehören; und sollen die andern im Ausziehen sein.

17. Danach soll die Hütte des Stifts ziehen mit dem Lager der Leviten
mitten unter den Lagern; und wie sie sich lagern, so sollen sie auch
ziehen, ein jeglicher an seinem Ort; unter seinem Panier.

18. Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraims mit ihrem
Heer; ihr Hauptmann soll sein Elisama, der Sohn Ammihuds;

19. und sein Heer an der Summa vierzigtausend und fünfhundert.

20. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Hauptmann
Gamliel, der Sohn Pedäzurs;

21. sein Heer an der Summa zweiunddreißigtausend und zweihundert.

22. Dazu der Stamm Benjamin; ihr Hauptmann Abidan, der Sohn Gideonis;

23. sein Heer ander Summa fünfunddreißigtausend und vierhundert.

24. Daß alle, die ins Lager Ephraims gehören, seien an der Summa
hundertundachttausend und einhundert, die zu seinem Heer gehören; und
sollen die dritten im Ausziehen sein.

25. Gegen Mitternacht soll liegen das Gezelt und Panier Dans mit ihrem
Heer; ihr Hauptmann Ahieser der Sohn Ammi-Saddais;

26. sein Heer an der Summa zweiundsechzigtausend und siebenhundert.

27. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Hauptmann Pagel,
der Sohn Ochrans;

28. sein Heer an der Summa einundvierzigtausend und fünfhundert.

29. Dazu der Stamm Naphthali; ihr Hauptmann Ahira, der Sohn Enans;

30. sein Heer an der Summa dreiundfünfzigtausend und vierhundert.

31. Daß alle, die ins Lager Dan gehören, seien an der Summa
hundertundsiebenundfünfzigtausend und sechshundert; und sollen die
letzten sein im Ausziehen mit ihrem Panier.

32. Das ist die Summa der Kinder Israel nach ihrer Väter Häusern und
Lagern mit ihren Heeren: sechshunderttausend und dreitausend
fünfhundertundfünzig.

33. Aber die Leviten wurden nicht in die Summa unter die Kinder Israel
gezählet, wie der HErr Mose geboten hatte.

34. Und die Kinder Israel taten alles, wie der HErr Mose geboten
hatte, und lagerten sich unter ihre Paniere und zogen aus, ein
jeglicher in seinem Geschlecht nach ihrer Väter Hause.

Das 3. Kapitel

1. Dies ist das Geschlecht Aarons und Moses zu der Zeit, da der HErr
mit Mose redete auf dem Berge Sinai.

2. Und dies sind die Namen der Söhne Aarons: Der Erstgeborne Nadab,
danach Abihu, Eleazar und Ithamar.

3. Das sind die Namen der Söhne Aarons, die zu Priestern gesalbet
waren und ihre Hände gefüllet zum Priestertum.

4. Aber Nadab und Abihu starben vor dem HErrn, da sie fremd Feuer
opferten vor dem HErrn in der Wüste Sinai; und hatten keine Söhne.
Eleazar aber und Ithamar pflegten des Priesteramts unter ihrem Vater
Aaron.

5. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

6. Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den Priester Aaron,
daß sie ihm dienen

7. und seiner und der ganzen Gemeine Hut warten vor der Hütte des
Stifts und dienen am Dienst der Wohnung;

8. und warten alles Gerätes der Hütte des Stifts und der Hut der
Kinder Israel, zu dienen am Dienst der Wohnung.

9. Und sollst die Leviten Aaron und seinen Söhnen zuordnen zum
Geschenk von den Kindern Israel.

10. Aaron aber und seine Söhne sollst du setzen, daß sie ihres
Priestertums warten. Wo ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.

11. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

12. Siehe, ich habe die Leviten genommen unter den Kindern Israel für
alle Erstgeburt, die da Mutter brechen unter den Kindern Israel, also
daß die Leviten sollen mein sein.

13. Denn die Erstgeburten sind mein, seit der Zeit ich alle Erstgeburt
schlug in Ägyptenland; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel,
von Menschen an bis auf das Vieh, daß sie mein sein sollen, ich der HErr.

14. Und der HErr redete mit Mose in der Wüste Sinai und sprach:

15. Zähle die Kinder Levi nach ihrer Väter Häusern und Geschlechtern,
alles, was männlich ist, eines Monden alt und drüber.

16. Also zählete sie Mose nach dem Wort des HErrn, wie er geboten hatte.

17. Und waren dies die Kinder Levi mit Namen: Gerson, Kahath, Merari.

18. Die Namen aber der Kinder Gersons in ihrem Geschlecht waren: Libni
und Simei.

19. Die Kinder Kahaths in ihrem Geschlecht waren: Amram, Jezehar,
Hebron und Usiel.

20. Die Kinder Meraris in ihrem Geschlecht waren: Maheli und Musi.
Dies sind die Geschlechter Levis nach, ihrer Väter Hause.

21. Dies sind die Geschlechter von Gerson: Die Libniter und Simeiter.

22. Deren Summa war an der Zahl funden siebentausend und fünfhundert,
alles, was männlich war eines Monden alt und drüber.

23. Und dasselbe Geschlecht der Gersoniter sollen sich lagern hinter
der Wohnung gegen den Abend.

24. Ihr Oberster sei Eliasaph, der Sohn Laels.

25. Und sie sollen warten an der Hütte des Stifts, nämlich der Wohnung
und der Hütte und ihrer Decke und des Tuchs in der Tür der Hütte des
Stifts,

26. des Umhangs am Vorhofe und des Tuchs in der Tür des Vorhofs,
welcher um die Wohnung und um den Altar hergehet, und seiner Seile, und
alles, was zu seinem Dienst gehöret.

27. Dies sind die Geschlechter von Kahath: Die Amramiten, die
Jezehariten, die Hebroniten und Usieliten,

28. was männlich war, eines Monden alt und drüber, an der Zahl
achttausend und sechshundert, die der Hut des Heiligtums warten.

29. Und sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mittag.

30. Ihr Oberster sei Elizaphan, der Sohn Usiels.

31. Und sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, des
Altars und alles Gerätes des Heiligtums, daran sie dienen, und des
Tuchs, und was zu seinem Dienst gehöret.

32. Aber der Oberste über alle Obersten der Leviten soll Eleazar sein,
Aarons Sohn, des Priesters, über die, so verordnet sind, zu warten der
Hut des Heiligtums.

33. Dies sind die Geschlechter Meraris: Die Maheliter und Musiter,

34. die an der Zahl waren sechstausend und zweihundert, alles, was
männlich war, eines Monden alt und drüber.

35. Ihr Oberster sei Zuriel, der Sohn Abihails. Und sollen sich lagern
an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht.

36. Und ihr Amt soll sein, zu warten der Bretter und Riegel und Säulen
und Füße der Wohnung und alles seines Gerätes und seines Dienstes,

37. dazu der Säulen um den Vorhof her mit den Füßen und Nägeln und
Seilen.

38. Aber vor der Wohnung und vor der Hütte des Stifts gegen Morgen
sollen sich lagern Mose und Aaron und seine Söhne, daß sie des
Heiligtums warten und der Kinder Israel. Wenn sich ein Fremder
herzutut, der soll sterben,

39. Alle Leviten in der Summa, die Mose und Aaron zähleten nach ihren
Geschlechtern, nach dem Wort des HErrn, eitel Männlein, eines Monden
alt und drüber, waren zweiundzwanzigtausend.

40. Und der HErr sprach zu Mose: Zähle alle Erstgeburt, was männlich
ist unter den Kindern Israel, eines Monden alt und drüber, und nimm die
Zahl ihrer Namen.

41. Und sollst die Leviten mir, dem HErrn, aussondern für alle
Erstgeburt der Kinder Israel und der Leviten Vieh für alle Erstgeburt
unter dem Vieh der Kinder Israel,

42. Und Mose zählete, wie ihm der HErr geboten hatte, alle Erstgeburt
unter den Kindern Israel;

43. und fand sich an der Zahl der Namen aller Erstgeburt, was männlich
war, eines Monden alt und drüber, in ihrer Summa zweiundzwanzigtausend
zweihundertunddreiundsiebenzig.

44. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

45. Nimm die Leviten für alle Erstgeburt unter den Kindern Israel und
das Vieh der Leviten für ihr Vieh, daß die Leviten mein, des HErrn,
seien.

46. Aber das Lösegeld von den zweihundertdreiundsiebenzig überlängen
Erstgeburten der Kinder Israel über der Leviten Zahl

47. sollst du je fünf Sekel nehmen von Haupt zu Haupt, nach dem Sekel
des Heiligtums (zwanzig Gera gilt ein S kel),

48. und sollst dasselbe Geld, das überläng ist über ihre Zahl, geben
Aaron und seinen Söhnen.

49. Da nahm Mose das Lösegeld, das überläng war über der Leviten Zahl,

50. von den Erstgeburten der Kinder Israel, tausend
dreihundertundfünfundsechzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums,

51. und gab's Aaron und seinen Söhnen nach dem Wort des HErrn, wie der
HErr Mose geboten hatte.

Das 4. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:

2. Nimm die Summa der Kinder Kahath aus den Kindern Levi nach ihrem
Geschlecht und Väter Häusern,

3. von dreißig Jahren an und drüber, bis ins fünfzigste Jahr, alle,
die zum Heer taugen, daß sie tun die Werke in der Hütte des Stifts.

4. Das soll aber das Amt der Kinder Kahath in der Hütte des Stifts
sein, das das Allerheiligste ist:

5. Wenn das Heer aufbricht, so soll Aaron und seine Söhne hineingehen
und den Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses drein winden;

6. und drauf tun die Decke von Dachsfellen und oben drauf eine ganze
gelbe Decke breiten und seine Stangen dazu legen;

7. und über den Schautisch auch eine gelbe Decke breiten und dazu
legen die Schüsseln, Löffel, Schalen und Kannen, aus und ein zu gießen.
Und das tägliche Brot soll dabei liegen.

8. Und sollen drüber breiten eine rosinrote Decke und dieselbe
bedecken mit einer Decke von Dachsfellen und seine Stangen dazu legen.

9. Und sollen eine gelbe Decke nehmen und drein winden den Leuchter
des Lichts und seine Lampen mit seinen Schneuzen und Näpfen und alle
Ölgefäße, die zum Amt gehören.

10. Und sollen um das alles tun eine Decke von Dachsfellen, und sollen
sie auf Stangen legen.

11. Also sollen sie auch über den güldenen Altar eine gelbe Decke
breiten und dieselbe bedecken mit der Decke von Dachsfellen und seine
Stangen dazu tun.

12. Alle Geräte, damit sie schaffen im Heiligtum, sollen sie nehmen
und gelbe Decken drüber tun und mit einer Decke von Dachsfellen decken
und auf Stangen legen.

13. Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine scharlachene
Decke drüber breiten,

14. und alle seine Geräte dazu legen, damit sie drauf schaffen:
Kohlpfannen, Kreuel, Schaufeln, Becken, mit allem Geräte des Altars;
und sollen drüber breiten eine Decke von Dachsfellen und seine Stangen
dazu tun.

15. Wenn nun Aaron und seine Söhne solches ausgerichtet haben und das
Heiligtum und alle seine Geräte bedecket, wenn das Heer aufbricht,
danach sollen die Kinder Kahath hineingehen, daß sie es tragen, und
sollen das Heiligtum nicht anrühren, daß sie nicht sterben. Dies sind
die Lasten der Kinder Kahath an der Hütte des Stifts.

16. Und Eleazar, Aarons, des Priesters, Sohn soll das Amt haben, daß
er ordne das Öl zum Licht und die Spezerei zum Räuchwerk und das
tägliche Speisopfer und das Salböl; daß er beschicke die ganze Wohnung
und alles, was drinnen ist, im Heiligtum und seinem Geräte.

17. Und der HErr redete mit Mose und mit Aaron und sprach:

18. Ihr sollt den Stamm des Geschlechts der Kahathiter nicht lassen
sich verderben unter den Leviten;

19. sondern das sollt ihr mit ihnen tun, daß sie leben und nicht
sterben, wo sie würden anrühren das Allerheiligste: Aaron und seine
Söhne sollen hineingehen und einen jeglichen stellen zu seinem Amt und
Last.

20. Sie aber sollen nicht hineingehen, zu schauen unbedeckt das
Heiligtum, daß sie nicht sterben.

21. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

22. Nimm die Summa der Kinder Gerson auch nach ihrer Väter Hause und.
Geschlecht,

23. von dreißig Jahren an und drüber bis ins fünfzigste Jahr, und
ordne sie alle, die da zum Heer tüchtig sind, daß sie ein Amt haben in
der Hütte des Stifts.

24. Das soll aber des Geschlechts der Gersoniter Amt sein, daß sie
schaffen und tragen:

25. Sie sollen die Teppiche der Wohnung und der Hütte des Stifts
tragen und seine Decke und die Decke von Dachsfellen, die oben drüber
ist, und das Tuch in der Tür der Hütte des Stifts

26. und die Umhänge des Vorhofs und das Tuch in der Tür des Tors am
Vorhofe, welcher um die Wohnung und Altar hergehet, und ihre Seile und
alle Geräte ihres Amts und alles, was zu ihrem Amt gehöret.

27. Nach dem Wort Aarons und seiner Söhne soll alles Amt der Kinder
Gerson gehen, alles, was sie tragen und schaffen sollen; und ihr sollt
zusehen, daß sie aller ihrer Last warten.

28. Das soll das Amt des Geschlechts der Kinder der Gersoniter sein in
der Hütte des Stifts; und ihre Hut soll unter der Hand Ithamars sein,
des Sohns Aarons, des Priesters.

29. Die Kinder Meran nach ihrem Geschlecht und Vaterhause sollst du
auch ordnen,

30. von dreißig Jahren an und drüber bis ins fünfzigste Jahr, alle,
die zum Heer taugen, daß sie ein Amt haben in der Hütte des Stifts.

31. Auf diese Last aber sollen sie warten nach all ihrem Amt in der
Hütte des Stifts, daß sie tragen die Bretter der Wohnung und Riegel und
Säulen und Füße,

32. dazu die Säulen des Vorhofs umher und Füße und Nägel und Seile mit
all ihrem Geräte nach all ihrem Amt; einem jeglichen sollt ihr sein
Teil der Last am Geräte zu warten verordnen.

33. Das sei das Amt der Geschlechter der Kinder Meran, alles, das sie
schaffen sollen in der Hütte des Stifts unter der Hand Ithamars, des
Priesters, Aarons Sohnes.

34. Und Mose und Aaron samt den Hauptleuten der Gemeine zähleten die
Kinder der Kahathiter nach ihren Geschlechtern und Väter Häusern,

35. von dreißig Jahren und drüber bis ins fünfzigste, alle, die zum
Heer taugten, daß sie Amt in der Hütte des Stifts hätten.

36. Und die Summa war zweitausend siebenhundertundfünfzig:

37. Das ist die Summa der Geschlechter der Kahathiter, die alle zu
schaffen hatten in der Hütte des Stifts, die Mose und Aaron zähleten
nach dem Wort des HErrn durch Mose.

38. Die Kinder Gerson wurden auch gezählet in ihren Geschlechtern und
Väter Häusern,

39. von dreißig Jahren und drüber bis ins fünfzigste, alle, die zum
Heer taugten, daß sie Amt in der Hütte des Stifts hätten.

40. Und die Summa war zweitausend sechshundertunddreißig.

41. Das ist die Summa der Geschlechter der Kinder Gerson, die alle zu
schaffen hatten in der Hütte des Stifts, welche Mose und Aaron zähleten
nach dem Wort des HErrn.

42. Die Kinder Meran wurden auch gezählet nach ihren Geschlechtern und
Väter Häusern,

43. von dreißig Jahren und drüber bis ins fünfzigste, alle, die zum
Heer taugten, daß sie Amt in der Hütte des Stifts hätten.

44. Und die Summa war dreitausend und zweihundert.

45. Das ist die Summa der Geschlechter der Kinder Meran, die Mose und
Aaron zähleten nach dem Wort des HErrn durch Mose.

46. Die Summa aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Hauptleuten
Israels zähleten nach ihren Geschlechtern und Väter Häusern,

47. von dreißig Jahren und drüber bis ins fünfzigste, aller, die
eingingen zu schaffen, ein jeglicher sein Amt, und zu tragen die Last
in der Hütte des Stifts,

48. war achttausend fünfhundertundachtzig,

49. die gezählet wurden nach dem Wort des HErrn durch Mose, ein
jeglicher zu seinem Amt und Last, wie der HErr Mose geboten hatte.

Das 5. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Gebeut den Kindern Israel, daß sie aus dem Lager tun alle
Aussätzigen und alle, die Eiterflüsse haben und die an den Toten unrein
worden sind.

3. Beide Mann und Weib sollen sie hinaustun vor das Lager, daß sie
nicht ihre Lager verunreinigen, darinnen ich unter ihnen wohne.

4. Und die Kinder Israel taten also und taten sie hinaus vor das
Lager, wie der HErr zu Mose geredet hatte.

5. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

6. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder
Weib irgend eine Sünde wider einen Menschen tut und sich an dem HErrn
damit versündiget, so hat die Seele eine Schuld auf ihr;

7. und sie sollen ihre Sünde bekennen, die sie getan haben, und sollen
ihre Schuld versöhnen mit der Hauptsumma, und darüber das fünfte Teil
dazu tun und dem geben, an dem sie sich verschuldiget haben.

8. Ist aber niemand da, dem man's bezahlen sollte, so soll man's dem
HErrn geben für den Priester über den Widder der Versöhnung, damit er
versöhnet wird.

9. Desgleichen soll alle Hebe von allem das die Kinder Israel heiligen
und dem Priester opfern, sein sein.

10. Und wer etwas heiliget, das soll auch sein sein; und wer etwas dem
Priester gibt, das soll auch sein sein:

11. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

12. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines
Mannes Weib sich verliefe und sich an ihm versündigte,

13. und jemand sie fleischlich beschläft, und würde doch dem Manne
verborgen vor seinen Augen und würde verdeckt, daß sie unrein worden
ist, und kann sie nicht überzeugen, denn sie ist nicht drinnen begriffen,

14. und der Eifergeist entzündet ihn, daß er um sein Weib eifert, sie
sei unrein oder nicht unrein:

15. so soll er sie zum Priester bringen und ein Opfer über sie
bringen, den Zehnten Epha Gerstenmehls, und soll kein Öl drauf gießen,
noch Weihrauch drauf tun. Denn es ist ein Eiferopfer und Rügeopfer, das
Missetat rüget.

16. Da soll sie der Priester herzuführen und vor den HErrn stellen,

17. und des heiligen Wassers nehmen in ein irden Gefäß und Staub vom
Boden der Wohnung ins Wasser tun,

18. und soll das Weib Vor den HErrn stellen und ihr Haupt entblößen
und das Rügeopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der
Priestersoll in seiner Hand bitter verflucht Wasser haben;

19. und soll das Weib beschwören und zu ihr sagen: Hat kein Mann dich
beschlafen, und hast dich nicht von deinem Manne verlaufen, daß du dich
verunreiniget hast, so sollen dir diese bitteren verfluchten Wasser
nicht schaden.

20. Wo du dich aber von deinem Manne verlaufen hast, daß du unrein
bist, und hat jemand dich beschlafen außer deinem Manne,

21. so soll der Priester das Weib beschwören mit solchem Fluche und
soll zu ihr sagen: Der HErr setze dich zum Fluch und zum Schwur unter
deinem Volk, daß der HErr deine Hüfte schwinden und deinen Bauch
schwellen lasse!

22. So gehe nun das verfluchte Wasser in deinen Leib, daß dein Bauch
schwelle und deine Hüfte schwinde! Und das Weib soll sagen: Amen, Amen!

23. Also soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel schreiben und
mit dem bittern Wasser abwaschen;

24. und soll dem Weibe von dem bittern verfluchten Wasser zu trinken
geben. Und wenn das verfluchte bittere Wasser in sie gegangen ist,

25. soll der Priester von ihrer Hand das Eiferopfer nehmen und zum
Speisopfer vor dem HErrn weben und auf dem Altar opfern, nämlich:

26. soll er eine Handvoll des Speisopfers nehmen zu ihrem Rügeopfer
und auf dem Altar anzünden und danach dem Weibe das Wasser zu trinken
geben.

27. Und wenn sie das Wasser getrunken hat: ist sie unrein und hat sich
an ihrem Manne versündiget, so wird das verfluchte Wasser in sie gehen
und ihr bitter sein, daß ihr der Bauch schwellen und die Hüfte
schwinden wird, und wird das Weib ein Fluch sein unter ihrem Volk.

28. Ist aber ein solch Weib nicht verunreiniget; sondern rein; so
wird's, ihr nicht schaden, daß sie kann schwanger werden.

29. Dies ist das Eifergesetz, wenn ein Weib sich von ihrem Manne
verläuft und unrein wird,

30. oder wenn einen Mann der Eifergeist entzündet, daß er um seinWeib
eifert, daß er's stelle vor den HErrn, und der Priester an ihr tue
alles nach diesem Gesetze.

31. Und der Mann soll unschuldig sein an der Missetat; aber das Weib
soll ihre Missetat tragen.

Das 6. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder
Weib ein sonderlich Gelübde tut dem HErrn, sich zu enthalten,

3. der soll sich Weins und starken Getränks enthalten, Weinessig oder
starken Getränks Essig soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus
Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch dürre Weinbeeren
essen,

4. solange solch sein Gelübde währet; auch soll er nichts essen, das
man vom Weinstock macht, weder Weinkern noch Hülsen.

5. Solange die Zeit solches seines Gelübdes währet, soll kein
Schermesser über sein Haupt fahren, bis daß die Zeit aus sei, die er
dem HErrn gelobet hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem
Haupt lassen frei wachsen.

6. Die ganze Zeit über, die er dem HErrn gelobet hat, soll er zu
keinem Toten gehen.

7. Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem Tod seines Vaters,
seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Gelübde
seines GOttes ist auf seinem Haupt.

8. Und die ganze Zeit über seines Gelübdes soll er dem HErrn heilig
sein.

9. Und wo jemand vor ihm unversehens plötzlich stirbt, da wird das
Haupt seines Gelübdes verunreiniget; darum soll er sein Haupt bescheren
am Tage seiner Reinigung, das ist, am siebenten Tage.

10. Und am achten Tage soll er zwo Turteltauben bringen, oder zwo
junge Tauben, zum Priester vor die Tür der Hütte des Stifts.

11. Und der Priester soll eine zum Sündopfer und die andere zum
Brandopfer machen und ihn versöhnen, daß er sich an einem Toten
versündiget hat, und also sein Haupt desselben Tages heiligen,

12. daß er dem HErrn die Zeit seines Gelübdes aushalte. Und soll ein
jährig Lamm bringen zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen
umsonst sein, darum daß sein Gelübde verunreiniget ist.

13. Dies ist das Gesetz des Verlobten: Wenn die Zeit seines Gelübdes
aus ist, so soll man ihn bringen vor die Tür der Hütte des Stifts.

14. Und er soll bringen sein Opfer dem HErrn, ein jährig Lamm ohne
Wandel zum Brandopfer und ein jährig Schaf ohne Wandel zum Sündopfer
und einen Widder ohne Wandel zum Dankopfer

15. und einen Korb mit ungesäuerten Kuchen von Semmelmehl, mit Öl
gemenget, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, und ihre
Speisopfer und Trankopfer.

16. Und der Priester soll's vor den HErrn bringen und soll sein
Sündopfer und sein Brandopfer machen.

17. Und den Widder soll er zum Dankopfer machen dem HErrn samt dem
Korbe mit dem ungesäuerten Brot; und soll auch sein Speisopfer und sein
Trankopfer machen.

18. Und soll dem Verlobten das Haupt seines Gelübdes bescheren vor der
Tür der Hütte des Stifts; und soll das Haupthaar seines Gelübdes nehmen
und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist.

19. Und soll den gekochten Bug nehmen von dem Widder und einen
ungesäuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesäuerten Fladen und
soll's dem Verlobten auf seine Hände legen, nachdem er sein Gelübde
abgeschoren hat,

20. und soll's vor dem HErrn weben. Das ist heilig dem Priester samt
der Webebrust und der Hebeschulter. Danach mag der Verlobte Wein trinken.

21. Das ist das Gesetz des Verlobten, der sein Opfer dem HErrn
gelobet, von wegen seines Gelübdes, außer dem, was er sonst vermag; wie
er gelobet hat, soll er tun nach dem Gesetz seines Gelübdes.

22. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

23. Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu
den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:

24. Der HErr segne dich und behüte dich!

25. Der HErr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig!

26. Der HErr hebe sein Angesicht über dich und gehe dir Frieden!

27. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß ich
sie segne.

Das 7. Kapitel

1. Und da Mose die Wohnung aufgerichtet hatte und sie gesalbet und
geheiliget mit all ihrem Geräte, dazu auch den Altar mit all seinem
Geräte gesalbet und geheiliget,

2. da opferten die Fürsten Israels, die Häupter waren in ihrer Väter
Häusern; denn sie waren die Obersten unter den Stämmen und stunden
obenan unter denen, die gezählet waren.

3. Und sie brachten ihre Opfer vor den HErrn: sechs bedeckte Wagen und
zwölf Rinder, je einen Wagen für zween Fürsten, und einen Ochsen für
einen, und brachten sie vor die Wohnung.

4. Und der HErr sprach zu Mose:

5. Nimm's von ihnen, daß es diene zum Dienst in der Hütte des Stifts,
und gib's den Leviten, einem jeglichen nach seinem Amt.

6. Da nahm Mose die Wagen und Rinder und gab sie den Leviten.

7. Zween Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gerson nach ihrem Amt.

8. Und vier Wagen und acht Ochsen gab er den Kindern Meran nach ihrem
Amt unter der Hand Ithamars, Aarons, des Priesters, Sohns.

9. Den Kindern Kahath aber gab er nichts, darum daß sie ein heilig Amt
auf ihnen hatten und auf ihren Achseln tragen mußten.

10. Und die Fürsten opferten zur Einweihung des Altars an dem Tage, da
er geweihet ward, und opferten ihre Gabe vor dem Altar.

11. Und der HErr sprach zu Mose: Laß einen jeglichen Fürsten an seinem
Tage sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars.

12. Am ersten Tage opferte seine Gabe Nahesson, der Sohn Amminadabs,
des Stamms Juda.

13. Und seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer;

14. dazu einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

15. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

16. einen Ziegenbock zum Sündopfer,

17. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf
jährige Lämmer. Das ist die Gabe Nahessons, des Sohns Amminadabs.

18. Am andern Tage opferte Nethaneel, der Sohn Zuars, der Fürst
Isaschars.

19. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer;

20. dazu einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

21. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

22. einen Ziegenbock zum Sündopfer

23. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf
jährige Lämmer. Das ist die Gabe Nethaneels, des Sohns Zuars.

24. Am dritten Tage der Fürst der Kinder Sebulon, Eliab, der Sohn
Helons.

25. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

26. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

27. einen Farren aus den Rindern, einen Widder; ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

28. einen Ziegenbock zum Sündopfer

29. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf
jährige Lämmer. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohns Helons.

30. Am vierten Tage der Fürst der Kinder Ruhen, Elizur, der Sohn
Sedeurs.

31. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

32. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

33. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

34. einen Ziegenbock zum Sündopfer

35. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf
jährige Lämmer. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohns Sedeurs.

36. Am fünften Tage der Fürst der Kinder Simeon, Selumiel, der Sohn
Zuri-Saddais.

37. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

38. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

39. einen Farren ans den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

40. einen Ziegenbock zum Sündopfer.

41. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf
jährige Lämmer. Das ist die Gabe Selumiels, des Sohns Zuri-Saddais.

42. Am sechsten Tage der Fürst der Kinder Gad, Eliasaph, der Sohn
Deguels.

43. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

44. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

45. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

46. einen Ziegenbock zum Sündopfer

47. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke,
fünfjährige Lämmer. Das ist die Gabe Eliasaphs, des Sohns Deguels.

48. Am siebenten Tage der Fürst der Kinder Ephraim, Elisama, der Sohn
Ammihuds.

49. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nachdem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

50. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

51. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

52. einen Ziegenbock zum Sündopfer

53. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke,
fünfjährige Lämmer. Das ist die Gabe Elisamas, des Sohns Ammihuds.

54. Am achten Tage der Fürst der Kinder Manasse, Gamliel, der Sohn
Pedazurs.

55. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

56. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

57. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

58. einen Ziegenbock zum Sündopfer

59. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke,
fünfjährige Lämmer. Das ist die Gabe Gamliels, des Sohns Pedazurs.

60. Am neunten Tage der Fürst der Kinder Benjamin, Abidan, der Sohn
Gideonis.

61. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

62. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

63. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

64. einen Ziegenbock zum Sündopfer

65. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke,
fünfjährige Lämmer. Das ist die Gabe Abidans, des Sohns Gideonis.

66. Am zehnten Tage der Fürst der Kinder Dan, Ahi-Eser, der Sohn Ammi-
Saddais.

67. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

68. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

69. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

70. einen Ziegenbock zum Sündopfer

71. und zum Dankopfer zwei Rinder fünf Widder, fünf Böcke, fünf
jährige Lämmer. Das ist die Gabe Ahi-Esers, des Sohns Ammi-Saddais.

72. Am elften Tage der Fürst der Kinder Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans.

73. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

74. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

75. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

76. einen Ziegenbock zum Sündopfer

77. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke,
fünfjährige Lämmer. Das ist die Gabe Pagiels, des Sohns Ochrans.

78. Am zwölften Tage der Fürst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn
Enans.

79. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertunddreißig Sekel
wert; eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit Öl gemenget, zum Speisopfer,

80. einen güldenen Löffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Räuchwerks,

81. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum
Brandopfer,

82. einen Ziegenbock zum Sündopfer

83. und zum, Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke,
fünfjährige Lämmer. Das ist die Gabe Ahiras, des Sohns Enans.

84. Das ist die Einweihung des Altars zur Zeit, da er geweihet ward,
dazu die Fürsten Israels opferten diese zwölf silberne Schüsseln, zwölf
silberne Schalen, zwölf güldene Löffel,

85. also daß je eine Schüssel hundertunddreißig Sekel Silbers und je
eine Schale siebenzig Sekel hatte: daß die Summa alles Silbers am
Gefäße trug zweitausendvierhundert Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.

86. Und der zwölf güldenen Löffel voll Räuchwerks hatte je einer zehn
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, daß die Summa Goldes an den
Löffeln trug hundertundzwanzig Sekel.

87. Die Summa der Rinder zum Brandopfer war zwölf Farren, zwölf
Widder, zwölf jährige Lämmer samt ihren Speisopfern und zwölf
Ziegenböcke zum Sündopfer.

88. Und die Summa der Rinder zum Dankopfer war vierundzwanzig Farren,
sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig jährige Lämmer. Das ist die
Einweihung des Altars, da er geweihet ward.

89. Und wenn Mose in die Hütte des Stifts ging, daß mit ihm geredet
würde, so hörete er die Stimme mit ihm reden von dem Gnadenstuhl, der
auf der La de des Zeugnisses war zwischen den zweien Cherubim; von
dannen ward mit ihm geredet.

Das 8. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzest,
sollst du sie also setzen, daß sie alle sieben vorwärts dem Leuchter
scheinen.

3. Und Aaron tat also. Und setzte die Lampen auf, vorwärts dem
Leuchter zu scheinen, wie der HErr Mose geboten hatte.

4. Der Leuchter aber war dicht Gold, beide sein Schaft und seine
Blumen; nach dem Gesicht, das der HErr Mose gezeiget hatte, also machte
er den Leuchter.

5. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

6. Nimm die Leviten aus den Kindern Israel und reinige sie.

7. Also sollst du aber mit ihnen tun, daß du sie reinigest: Du sollst
Sündwasser auf sie sprengen, und sollen alle ihre Haare rein abscheren
und ihre Kleider waschen, so sind sie rein.

8. Dann sollen sie nehmen einen jungen Farren und sein Speisopfer,
Semmelmehl, mit Öl gemenget, und einen anderen jungen Fairen sollst du
zum Sündopfer nehmen,

9. Und sollst die Leviten vor die Hütte des Stifts bringen und die
ganze Gemeine der Kinder Israel versammeln

10. und die Leviten vor den HErrn bringen; und die Kinder Israel
sollen ihre Hände auf die Leviten legen.

11. Und Aaron soll die Leviten vor dem HErrn weben von den Kindern
Israel, auf daß sie dienen mögen an dem Amt des HErrn.

12. Und die Leviten sollen ihre Hände aufs Haupt der Farren legen; und
einer soll zum Sündopfer, der andere zum Brandopfer dem HErrn gemacht
werden, die Leviten zu versöhnen.

13. Und sollst die Leviten vor Aaron und seine Söhne stellen und vor
dem HErrn weben.

14. Und sollst sie also sondern von den Kindern Israel, daß sie mein
seien.

15. Danach sollen sie hineingehen, daß sie dienen in der Hütte des
Stifts. Also sollst du sie reinigen und weben.

16. Denn sie sind mein Geschenk von den Kindern Israel und habe sie
mir genommen für alles, das seine Mutter bricht, nämlich für die
Erstgeburt aller Kinder

17. Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ist mein, beide der
Menschen und des Viehes, seit der Zeit ich alle Erstgeburt in
Ägyptenland schlug, und heiligte sie mir,

18. und nahm die Leviten an für alle Erstgeburt unter den Kindern Israel

19. und gab sie zum Geschenk Aaron und seinen Söhnen aus den Kindern
Israel, daß sie dienen am Amt der Kinder Israel in der Hütte des
Stifts, die Kinder Israel zu versöhnen, auf daß nicht unter den Kindern
Israel sei eine Plage, so sie sich nahen wollten zum Heiligtum.

20. Und Mose mit Aaron samt der ganzen Gemeine der Kinder Israel taten
mit den Leviten alles, wie der HErr Mose geboten hatte.

21. Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider, und
Aaron webte sie vor dem HErrn und versöhnete sie, daß sie rein wurden.

22. Danach gingen sie hinein, daß sie ihr Amt täten in der Hütte des
Stifts vor Aaron und seinen Söhnen. Wie der HErr Mose geboten hatte
über die Leviten, also taten sie mit ihnen.

23. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

24. Das ist's, das den Leviten gebührt: Von fünfundzwanzig Jahren und
drüber taugen sie zum Heer und Dienst in der Hütte des Stifts.

25. Aber von dem, fünfzigsten Jahr an sollen sie ledig sein vom Amt
des Dienstes und sollen nicht mehr dienen,

26. sondern auf den Dienst ihrer Brüder warten in der Hütte des
Stifts; des Amts aber sollen sie nicht pflegen. Also sollst du mit den
Leviten tun, daß ein jeglicher seiner Hut warte.

Das 9. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose in der Wüste Sinai im andern Jahr,
nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, im ersten Monden, und sprach:

2. Laß die Kinder Israel Passah halten zu seiner Zeit,

3. am vierzehnten Tage dieses Monden zwischen Abends; zu seiner Zeit
sollen sie es halten nach aller seiner Satzung und Recht.

4. Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das Passah hielten.

5. Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monden
zwischen Abends in der Wüste Sinai; alles, wie der HErr Mose geboten
hatte, so taten die Kinder Israel.

6. Da waren etliche Männer unrein über einem toten Menschen, daß sie
nicht konnten Passah halten des Tages. Die traten vor Mose und Aaron
desselbigen Tages

7. und sprachen zu ihm: Wir sind unrein über einem toten Menschen;
warum sollen wir geringer sein, daß wir unsere Gabe dem HErrn nicht
bringen müssen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel?

8. Mose sprach zu ihnen: Harret, ich will hören, was euch der HErr
gebeut.

9. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

10. Sage den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand unrein über einem
Toten, oder ferne von, euch über Feld ist, oder unter euren Freunden,
der soll dennoch dem HErrn Passah halten;

11. aber doch im andern Monden, am vierzehnten Tage zwischen Abends,
und soll es neben ungesäuertem Brot und Salsen essen.

12. Und sollen nichts dran überlassen, bis morgen, auch kein Bein dran
zerbrechen, und sollen's nach aller Weise des Passah halten.

13. Wer aber rein und nicht über Feld ist und läßt anstehen, das
Passah zuhalten, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk,
darum daß er seine Gabe dem HErrn nicht gebracht hat zu seiner Zeit; er
soll seine Sünde tragen.

14. Und wenn ein Fremdling bei euch wohnet, der soll auch dem HErrn
Passah halten und soll's halten nach der Satzung und Recht des Passah.
Diese Satzung soll euch gleich sein, dem Fremden wie des Landes
Einheimischen.

15. Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie eine
Wolke auf der Hütte des Zeugnisses; und des Abends bis an den Morgen
war über der Wohnung eine Gestalt des Feuers.

16. Also geschah es immerdar, daß die Wolke sie bedeckte und des
Nachts die Gestalt des Feuers.

17. Und nachdem sich die Wolke aufhub von der Hütte, so zogen die
Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die
Kinder Israel.

18. Nach dem Wort des HErrn zogen die Kinder Israel und nach seinem
Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb,
solange lagen sie stille.

19. Und wenn die Wolke viel Tage verzog auf der Wohnung, so warteten
die Kinder Israel auf die Hut des HErrn und zogen nicht.

20. Und wenn's war, daß die Wolke auf der Wohnung war etliche Anzahl
der Tage, so lagerten sie sich nach dem Wort des HErrn und zogen nach
dem Wort des HErrn.

21. Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann
erhub, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts
erhub, so zogen sie auch.

22. Wenn sie aber zween Tage, oder einen Monden, oder etwa lange auf
der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn
sie sich dann erhub, so zogen sie.

23. Denn nach des HErrn Mund lagen sie und nach des HErrn Mund zogen
sie, daß sie auf des HErrn Hut warteten nach des HErrn Wort durch Mose.

Das 10. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Mache dir zwo Trommeten von dichtem Silber, daß du ihrer brauchest,
die Gemeine zu berufen, und wenn das Heer aufbrechen soll.

3. Wenn man mit beiden schlecht bläset, soll sich zu dir versammeln
die ganze Gemeine vor die Tür der Hütte des Stifts.

4. Wenn man nur mit einer schlecht bläset, so sollen sich zu dir
versammeln die Fürsten und die Obersten über die Tausende in Israel.

5. Wenn ihr aber trommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen
Morgen liegen.

6. Und wenn ihr zum andernmal trommetet, so sollen die Lager
aufbrechen, die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so
sollt ihr trommeten.

7. Wenn aber die Gemeine zu versammeln ist, sollt ihr schlecht blasen
und nicht trommeten.

8. Es sollen aber solch Blasen mit den Trommeten die Söhne Aarons, die
Priester, tun; und soll euer Recht sein ewiglich bei euren Nachkommen.

9. Wenn ihr in einen Streit ziehet in eurem Lande wider eure Feinde,
die euch beleidigen, so sollt ihr trommeten mit den Trommeten, daß euer
gedacht werde vor dem HErrn, eurem GOtt, und erlöset werdet von euren
Feinden.

10. Desselbigengleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und in
euren Neumonden, sollt ihr mit den Trommeten blasen über eure
Brandopfer und Dankopfer, daß es sei euch zum Gedächtnis vor eurem
GOtt. Ich bin der HErr, euer GOtt.

11. Am zwanzigsten Tage im andern Monden des andern Jahres erhub sich
die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.

12. Und die Kinder Israel brachen auf und zogen aus der Wüste Sinai,
und die Wolke blieb in der Wüste Paran.

13. Es brachen aber auf die ersten nach dem Wort des HErrn durch Mose.

14. Nämlich das Panier des Lagers der Kinder Juda zog am ersten mit
ihrem Heer; und über ihr Heer war Nahesson, der Sohn Amminadabs.

15. Und über das Heer des Stamms der Kinder Isaschar war Nethaneel,
der Sohn Zuars.

16. Und über das Heer des Stamms der Kinder Sebulon war Eliab, der
Sohn Helons.

17. Da zerlegte man die Wohnung, und zogen die Kinder Gerson und Meran
und trugen die Wohnung.

18. Danäch zog das Panier des Lagers Ruben mit ihrem Heer; und über
ihr Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs.

19. Und über das Heer des Stamms der Kinder Simeon war Selumiel, der
Sohn Zuri-Saddais.

20. Und Eliasaph, der Sohn Deguels, über das Heer des Stamms der
Kinder Gad.

21. Da zogen auch die Kahathiten und trugen das Heiligtum; und jene
richteten die Wöhnung auf, bis diese hernach kamen.

22. Danach zog das Panier des Lagers der Kinder Ephraim mit ihrem
Heer; und über ihr Heer war Elisama der Sohn Ammihuds.

23. Und Gamliel, der Sohn Pedazurs, über das Heer des Stamms der
Kinder Manasse.

24. Und Abidan, der Sohn Gideonis, über das Heer des Stamms der Kinder
Benjamin.

25. Danach zog das Panier des Lagers der Kinder Dan mit ihrem Heer;
und so waren die Lager alle auf. Und Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais,
war über ihr Heer.

26. Und Pagiel, der Sohn Ochrans, über das Heer des Stamms der Kinder
Asser.

27. Und Ahjra, der Sohn Enans, über das Heer des Stamms der Kinder
Naphthali.

28. So zogen die Kinder Israel mit ihrem Heer.

29. Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguels, aus
Midian: Wir ziehen dahin an die Stätte, davon der HErr gesagt hat: Ich
will sie euch geben; so komm nun mit uns, wollen wir das Beste bei dir
tun denn der HErr hat Israel Gutes zugesagt.

30. Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land
zu meiner Freundschaft ziehen.

31. Er sprach: Lieber, verlaß uns nicht, denn du weißest, wo wir in
der Wüste uns lagern sollen, und sollst unser Auge sein.

32. Und wenn du mit uns zeuchst: was der HErr Gutes an uns tut, das
wollen wir an dir tun.

33. Also zogen sie von dem Berge des HErrn drei Tagreisen, und die
Lade des Bundes des HErrn zog vor ihnen her die drei Tagreisen, ihnen
zu weisen, wo sie ruhen sollten.

34. Und die Wolke des HErrn war des Tages über ihnen; wenn sie aus dem
Lager zogen.

35. Und wenn die Lade zog, so sprach Mose: HErr, stehe auf, laß deine
Feinde zerstreuet, und die dich hassen, flüchtig werden vor dir!

36. Und wenn sie ruhete, so sprach er: Komm wieder, HErr, zu der Menge
der Tausende Israels!

Das 11. Kapitel

1. Und da sich das Volk ungeduldig machte, gefiel es übel vor den
Ohren des HErrn. Und als es der HErr hörete, ergrimmete sein Zorn und
zündete das Feuer des HErrn unter ihnen an, das verzehrete die
äußersten Lager.

2. Da schrie das Volk zu Mose; und Mose bat den HErrn, da verschwand
das Feuer.

3. Und man hieß die Stätte Tabeera, darum daß sich unter ihnen des
HErrn Feuer angezündet hatte.

4. Denn das Pöbelvolk unter ihnen war lüstern worden und saßen und
weineten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu
essen geben? Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen,
und der Kürbisse, Pfeben, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch.

6. Nun aber ist unsere Seele matt; denn unsere Augen sehen nichts denn
das Man.

7. Es war aber Man wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion.

8. Und das Volk lief hin und her und sammelte und stieß es mit Mühlen
und zerrieb's in Mörsern und kochte es in Töpfen und machte ihm
Aschenkuchen draus; und es hatte einen Geschmack wie ein Ölkuchen.

9. Und wenn des Nachts der Tau über die Lager fiel, so fiel das Man
mit drauf.

10. Da nun Mose das Volk hörete weinen unter ihren Geschlechtern,
einen jeglichen in seiner Hütte Tür, da ergrimmete der Zorn des HErrn
sehr, und Mose ward auch bange.

11. Und Mose sprach zu dem HErrn: Warum bekümmerst du deinen Knecht,
und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, daß du die Last
dieses ganzen Volks auf mich legest?

12. Hab ich nun alles Volk empfangen oder geboren, daß du zu mir sagen
magst: Trag es in deinen Armen (wie eine Amme ein Kind trägt) in das
Land, das du ihren Vätern geschworen hast?

13. Woher soll ich Fleisch nehmen, daß ich all diesem Volk gebe? Sie
weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, daß wir essen!

14. Ich vermag das Volk nicht allein alles ertragen, denn es ist mir
zu schwer.

15. Und willst du also mit mir tun, erwürge mich lieber, habe ich
anders Gnade vor deinen Augen funden, daß ich nicht mein Unglück so
sehen müsse.

16. Und der HErr sprach zu Mose: Sammle mir siebenzig Männer unter den
Ältesten Israels, die du weißt, daß die Ältesten im Volk und seine
Amtleute sind, und nimm sie vor die Hütte des Stifts und stelle sie
daselbst vor dich,

17. so will ich herniederkommen und mit dir daselbst reden und deines
Geistes, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, daß sie mit dir die
Last des Volks tragen, daß du nicht allein tragest.

18. Und zum Volk sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, daß ihr
Fleisch esset! Denn euer Weinen ist vor die Ohren des HErrn kommen, die
ihr sprecht: Wer gibt uns Fleisch zu essen, denn es ging uns wohl in
Ägypten? Darum wird euch der HErr Fleisch geben, daß ihr esset,

19. nicht einen Tag, nicht zween, nicht fünf, nicht zehn, nicht
zwanzig Tage lang,

20. sondern einen Monden lang, bis daß es euch zur Nase ausgehe, und
euch ein Ekel sei, darum daß ihr den HErrn verworfen habt, der unter
euch ist, und vor ihm geweinet und gesagt: Warum sind wir aus Ägypten
gegangen?

21. Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fußvolks ist des,
darunter ich bin, und du sprichst: Ich will euch Fleisch geben, daß ihr
esset einen Monden lang.

22. Soll man Schafe und Rinder schlachten, daß ihnen genug sei? Oder
werden sich alle Fische des Meeres herzu versammeln, daß ihnen genug sei?

23. Der HErr aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HErrn
verkürzt? Aber du sollst jetzt sehen, ob meine Worte dir können etwas
gelten, oder nicht.

24. Und Mose ging heraus und sagte dem Volk des HErrn Wort und
versammelte die siebenzig Männer unter den Ältesten des Volks und
stellete sie um die Hütte her.

25. Da kam der HErr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm
des Geistes, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebenzig ältesten
Männer. Und da der Geist auf ihnen ruhete, weissagten sie und höreten
nicht auf.

26. Es waren aber noch zween Männer im Lager geblieben, der eine hieß
Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhete auf ihnen; denn sie waren
auch angeschrieben und doch nicht hinausgegangen zu der Hütte, und sie
weissagten im Lager.

27. Da lief ein Knabe hin und sagte es Mose an und sprach: Eldad und
Medad weissagen im Lager.

28. Da antwortete Josua, der Sohn Nuns Moses Diener, den er erwählet
hatte und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen

29. Aber Mose sprach zu ihm: Bist du der Eiferer für mich? Wollte
GOtt, daß alle das Volk des HErrn weissagete, und der HErr seinen Geist
über sie gäbe!

30. Also sammelte sich Mose zum Lager und die Ältesten Israels.

31. Da fuhr aus der Wind von dem HErrn und ließ Wachteln kommen vom
Meer und streuete sie über das Lager, hie eine Tagreise lang, da eine
Tagreise lang um das Lager her, zwo Ellen hoch über der Erde.

32. Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag und die ganze
Nacht und den andern ganzen Tag und sammelten Wachteln, und welcher am
wenigsten sammelte, der sammelte zehn Homer, und hängete sie auf um das
Lager her.

33. Da aber das Fleisch noch unter ihren Zähnen war, und ehe es auf
war, da ergrimmete der Zorn des HErrn unter dem Volk und schlug sie mit
einer sehr großen Plage.

34. Daher dieselbige Stätte heißt Lustgräber, darum daß man daselbst
begrub das lüsterne Volk.

35. Von den Lustgräbern aber zog das Volk aus gen Hazeroth, und
blieben zu Hazeroth.

Das 12. Kapitel

1. Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose um seines Weibes willen,
der Mohrin, die er genommen hatte, darum daß er eine Mohrin zum Weibe
genommen hatte,

2. und sprachen: Redet denn der HErr allein durch Mose? Redet er nicht
auch durch uns? Und der HErr hörete es.

3. Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch über alle Menschen auf Erden.

4. Und plötzlich sprach der HErr zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam:
Gehet heraus, ihr drei, zu der Hütte des Stifts! Und sie gingen alle
drei heraus.

5. Da kam der HErr hernieder in der Wolkensäule und trat in der Hütte
Tür und rief Aaron und Mirjam; und die beiden gingen hinaus.

6. Und er sprach: Höret meine Worte! Ist jemand unter euch ein Prophet
des HErrn, dem will ich mich kundmachen in einem Gesicht, oder will mit
ihm reden in einem Traum.

7. Aber nicht also mein Knecht Mose, der in meinem ganzen Hause treu
ist.

8. Mündlich rede ich mit ihm, und er siehet den HErrn in seiner
Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnis. Warum habt ihr euch
denn nicht gefürchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden?

9. Und der Zorn des HErrn ergrimmete über sie und wandte sich weg.

10. Dazu die Wolke wich auch von der Hütte. Und siehe, da war Mirjam
aussätzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird
gewahr, daß sie aussätzig ist,

11. und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, laß die Sünde nicht auf uns
bleiben, damit wir närrisch getan und uns versündiget haben,

12. daß diese nicht sei wie ein Totes, das von seiner Mutter Leib
kommt; es hat schon die Hälfte ihres Fleisches gefressen.

13. Mose aber schrie zu dem HErrn und sprach: Ach GOtt, heile sie!

14. Der HErr sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespeiet
hätte, sollte sie nicht sieben Tage sich schämen? Laß sie verschließen
sieben Tage außer dem Lager, danach laß sie wieder aufnehmen.

15. Also ward Mirjam sieben Tage verschlossen außer dem Lager. Und das
Volk zog nicht fürder, bis Mirjam aufgenommen ward.

Kap. 13. V.1. Dananch zog das Volk von Hazeroth und lagerte sich in
die Wüste Paran.

Das 13. Kapitel

2. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

3. Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern
Israel geben will, aus jeglichem Stamm ihrer Väter einen vornehmlichen
Mann.

4. Mose, der sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Wort des HErrn,
die alle vornehmliche Männer waren unter den Kindern Israel.

5. Und hießen also: Sammua, der Sohn Zakurs, des Stamms Ruben;

6. Saphat, der Sohn Horis, des Stamms Simeon

7. Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stamms Juda;

8. Igeal, der Sohn Josephs, des Stamms Isaschar;

9. Hosea, der Sohn Nuns, des Stamms Ephraim;

10. Palti, der Sohn Raphus, des Stamms Benjamin;

11. Gadiel, der Sohn Sodis, des Stamms Sebulon;

12. Gaddi, der Sohn Susis, des Stamms Joseph von Manasse;

13. Ammiel, der Sohn Gemallis, des Stamms Dan;

14. Sethur, der Sohn Michaels, des Stamms Asser;

15. Nahebi, der Sohn Vaphsis, des Stamms Naphthali;

16. Guel, der Sohn Machis, des Stamms Gad.

17. Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, zu erkunden das
Land. Aber den Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.

18. Da sie nun Mose sandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu
ihnen: Ziehet hinauf an den Mittag und gehet auf das Gebirge;

19. und besehet das Land, wie es ist, und das Volk, das drinnen
wohnet, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;

20. und was für ein Land ist, darinnen sie wohnen, ob's gut oder böse
sei; und was für Städte sind, darinnen sie wohnen, ob sie in Gezelten
oder Festungen wohnen;

21. und was für Land sei, ob's fett oder mager sei, und ob Bäume
drinnen sind, oder nicht. Seid getrost und nehmet der Früchte des
Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.

22. Sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wüste Zin bis
gen Rehob, da man gen Hamath gehet.

23. Sie gingen auch hinauf gegen den Mittag und kamen bis gen Hebron;
da war Ahiman, Sesai und Thalmai, die Kinder Enaks Hebron aber war
sieben Jahre gebauet vor Zoan in Ägypten.

24. Und sie kamen bis an Bach Eskol und schnitten daselbst eine Rebe
ab mit einer Weintraube und ließen sie zween auf einem Stecken tragen,
dazu auch Granatäpfel und Feigen.

25. Der Ort heißet Bach Eskol um der Traube willen, die die Kinder
Israel daselbst abschnitten.

26. Und sie kehreten um, da sie das Land erkundet hatten, nach vierzig
Tagen,

27. gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeine
der Kinder Israel in die Wüste Paran gen Kades; und sagten ihnen wieder
und der ganzen Gemeine, wie es stünde, und ließen sie die Früchte des
Landes sehen.

28. Und erzähleten ihnen und sprachen: Wir sind ins Land kommen, dahin
ihr uns sandtet, da Milch und Honig innen fleußt, und, dies ist ihre
Frucht;

29. ohne daß stark Volk drinnen wohnet, und sehr große und feste
Städte sind; und sahen auch Enaks Kinder daselbst.

30. So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag, die Hethiter und
Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber
wohnen am Meer und um den Jordan.

31. Kaleb aber stillete das Volk gegen Mose und sprach: Laßt uns
hinaufziehen und das Land einnehmen; denn wir mögen es überwältigen.

32. Aber die Männer, die mit ihm waren hinaufgezogen, sprachen: Wir
vermögen nicht hinaufzuziehen gegen das Volk, denn sie sind uns zu stark

33. und machten dem Lande, das sie erkundet hatten, ein bös Geschrei
unter den Kindern Israel und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen
sind zu erkunden, frisset seine Einwohner; und alles Volk, das wir
drinnen sahen, sind Leute von großer Länge.

34. Wir sahen auch Riesen daselbst, Enaks Kinder von den Riesen; und
wir waren vor unsern Augen als die Heuschrecken, und also waren wir
auch vor ihren Augen.

Das 14. Kapitel

1. Da fuhr die ganze Gemeine auf und schrie, und das Volk weinete die
Nacht.

2. Und alle Kinder Israel murreten wider Mose und Aaron; und die ganze
Gemeine sprach zu ihnen: Ach, daß wir in Ägyptenland gestorben wären,
oder noch stürben in dieser Wüste!

3. führet uns der HErr in dies Land, daß unsere Weiber durchs Schwert
fallen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir
ziehen wieder nach Ägypten?

4. Und einer sprach zu dem andern: Laßt uns einen Hauptmann aufwerfen
und wieder nach Ägypten ziehen!

5. Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen
Versammlung der Gemeine der Kinder Israel.

6. Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch
das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider

7. und sprachen zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das Land, das
wir durchwandelt haben, zu erkunden, ist sehr gut.

8. Wenn der HErr uns gnädig ist, so wird er uns in dasselbe Land
bringen und uns geben, das ein Land ist, da Milch und Honig innen fleußt.

9. Fallet nicht ab vom HErrn und fürchtet euch vor dem Volk dieses
Landes nicht; denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz
von ihnen gewichen; der HErr aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor
ihnen!

10. Da sprach das ganze Volk, man sollte sie steinigen. Da erschien
die Herrlichkeit des HErrn in der Hütte des Stifts allen Kindern Israel.

11. Und der HErr sprach zu Mose: Wie lange lästert mich das Volk, und
wie lange wollen sie nicht an mich glauben durch allerlei Zeichen, die
ich unter ihnen getan habe?

12. So will ich sie mit Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zum
größern und mächtigem Volk machen, denn dies ist.

13. Mose aber sprach zu dem HErrn: So werden es die Ägypter hören;
denn du hast dies Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen geführet.

14. Und man wird sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehöret
haben, daß du, HErr, unter diesem Volk seiest, daß du von Angesicht
gesehen werdest, und deine Wolke stehe über ihnen, und du, HErr, gehest
vor ihnen her in der Wolkensäule des Tages und Feuersäule des Nachts;

15. und würdest dies Volk töten wie einen Mann, so würden die Heiden
sagen, die solch Geschrei von dir höreten, und sprechen:

16. Der HErr konnte mitnichten das Volk ins Land bringen, das er ihnen
geschworen hatte, darum hat er sie geschlachtet in der Wüste.

17. So laß nun die Kraft des HErrn groß werden, wie du gesagt hast,
und gesprochen:

18. Der HErr ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt
Missetat und Übertretung und läßt niemand ungestraft, sondern heimsucht
die Missetat der Väter über die Kinder ins dritte und vierte Glied.

19. So sei nun gnädig der Missetat dieses Volks nach deiner großen
Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus Ägypten bis
hieher.

20. Und der HErr sprach: Ich hab's vergeben, wie du gesagt hast.

21. Aber so wahr als ich lebe, so soll alle Welt der Herrlichkeit des
HErrn voll werden.

22. Denn alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen
gesehen haben, die ich getan habe in Ägypten und in der Wüste, und mich
nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorchet haben,

23. deren soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern geschworen
habe; auch keiner soll es sehen; der mich verlästert hat.

24. Aber meinen Knecht Kaleb, darum daß ein anderer Geist mit ihm ist
und hat mir treulich nachgefolget, den will ich in das Land bringen,
darein er kommen ist, und sein Same soll es einnehmen,

25. dazu die Amalekiter und Kanaaniter, die im Grunde wohnen. Morgen
wendet euch und ziehet in die Wüste auf dem Wege zum Schilfmeer.

26. Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:

27. Wie lange murret diese böse Gemeine wider mich? Denn ich habe das
Murren der Kinder Israel, das, sie wider mich gemurret haben, gehöret.

28. Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HErr, ich
will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.

29. Eure Leiber sollen in dieser Wüste verfallen; und alle, die ihr
gezählet seid von zwanzig Jahren und drüber, die ihr wider mich
gemurret habt,

30. sollt nicht in das Land kommen, darüber ich meine Hand gehoben
habe, daß ich euch drinnen wohnen ließe, ohne Kaleb, der Sohn
Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.

31. Eure Kinder, davon ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will
ich hineinbringen, daß sie erkennen sollen das Land, das ihr verwerfet.

32. Aber ihr samt euren Leibern sollt in dieser Wüste verfallen.

33. Und eure Kinder sollen Hirten sein in der Wüste vierzig Jahre und
eure Hurerei tragen, bis daß eure Leiber alle werden in der Wüste.

34. Nach der Zahl der vierzig Tage, darin ihr das Land erkundet habet,
je ein Tag soll ein Jahr gelten, daß sie vierzig Jahre eure Missetat
tragen, daß ihr inne werdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.

35. Ich, der HErr, hab's gesagt, das will ich auch tun aller dieser
bösen Gemeine, die sich wider mich empöret hat. In dieser Wüste sollen
sie alle werden und daselbst sterben.

36. Also starben durch die Plage vor dem HErrn alle die Männer, die
Mose gesandt hatte, das Land zu erkunden, und wiederkommen waren und
dawider murren machten die ganze Gemeine,

37. damit daß sie dem Lande ein Geschrei machten, daß es böse wäre.

38. Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben
lebendig aus den Männern, die gegangen waren, das Land zu erkunden.

39. Und Mose redete diese Worte zu allen Kindern Israel. Da trauerte
das Volk sehr,

40. und machten sich des Morgens frühe auf und zogen auf die Höhe des
Gebirges und sprachen: Hie sind wir und wollen hinaufziehen an die
Stätte, davon der HErr gesagt hat; denn wir haben gesündiget.

41. Mose aber sprach: Warum übergehet ihr also das Wort des HErrn? Es
wird euch nicht gelingen.

42. Ziehet nicht hinauf, denn der HErr ist nicht unter euch; daß ihr
nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.

43. Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind vor euch daselbst, und ihr
werdet durchs Schwert fallen, darum daß ihr euch vom HErrn gekehret
habt; und der HErr wird nicht mit euch sein.

44. Aber sie waren störrig, hinaufzuziehen auf die Höhe des Gebirges.
Aber die Lade des Bundes des HErrn und Mose kamen nicht aus dem Lager.

45. Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge
wohneten, herab, und schlugen und zerschmissen sie bis gen Horma.

Das 15. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land
eurer Wohnung kommt, das ich euch geben werde,

3. und wollt dem HErrn Opfer tun, es sei ein Brandopfer oder ein Opfer
zum besondem Gelübde, oder ein freiwillig Opfer, oder euer Festopfer,
auf daß ihr dem HErrn einen süßen Geruch machet von Rindern oder von
Schafen:

4. wer nun seine Gabe dem HErrn opfern will, der soll das Speisopfer
tun, einen Zehnten Semmelmehls, gemenget mit Öl, eines vierten Teils
vom Hin,

5. und Wein zum Trankopfer, auch eines vierten Teils vom Hin, zum
Brandopfer, oder sonst zum Opfer, da ein Lamm geopfert wird.

6. Da aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer machen
zween Zehnten Semmelmehls, mit Öl gemenget, eines dritten Teils vom Hin,

7. und Wein zum Trankopfer, auch des dritten Teils vom Hin. Das sollst
du dem HErrn zum süßen Geruch opfern.

8. Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besondern
Gelübdopfer oder zum Dankopfer dem HErrn machen,

9. so sollst du zu dem Rinde ein Speisopfer tun, drei Zehnten
Semmelmehls, gemenget mit Öl, eines halben Hin,

10. und Wein zum Trankopfer, auch ein halb Hin. Das ist ein Opfer dem
HErrn zum süßen Geruch.

11. Also sollst du tun mit einem Ochsen, mit einem Widder, mit einem
Schaf, von Lämmern und Ziegen.

12. Danach die Zahl ist dieser Opfer, danach soll auch die Zahl der
Speisopfer und Trankopfer sein.

13. Wer ein Einheimischer ist, der soll solches tun, daß er dem HErrn
opfere ein Opfer zum süßen Geruch.

14. Und ob ein Fremdling bei euch wohnet, oder unter euch bei euren
Freunden ist, und will dem HErrn ein Opfer zum süßen Geruch tun, der
soll tun, wie sie tun.

15. Der ganzen Gemeine sei eine Satzung, beide euch und den
Fremdlingen. Eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen, daß vor
dem HErrn der Fremdling sei wie ihr.

16. Ein Gesetz, ein Recht soll euch und dem Fremdling sein, der bei
euch wohnet.

17. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

18. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land
kommt, darein ich euch bringen werde,

19. daß ihr esset des Brots im Lande, sollt ihr dem HErrn eine Hebe
geben;

20. nämlich eures Teiges Erstlinge sollt ihr einen Kuchen zur Hebe
geben; wie die Hebe von der Scheune,

21. also sollt ihr auch dem HErrn eures Teiges Erstlinge zur Hebe
geben bei euren Nachkommen.

22. Und wenn ihr durch Unwissenheit dieser Gebote irgend eins nicht
tut, die der HErr zu Mose geredet hat,

23. und alles, was der HErr euch durch Mose geboten hat von dem Tage
an, da er anfing zu gebieten auf eure Nachkommen;

24. wenn nun die Gemeine etwas unwissend täte: so soll die ganze
Gemeine einen jungen Farren aus den Rindern zum Brandopfer machen zum
süßen Geruch dem HErrn, samt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es
recht ist, und einen Ziegenbock zum Sündopfer.

25. Und der Priester soll also die ganze Gemeine der Kinder Israel
versöhnen, so wird's ihnen vergeben sein; denn es ist eine
Unwissenheit. Und sie sollen bringen solche ihre Gabe zum Opfer dem
HErrn und ihr Sündopfer vor den HErrn über ihre Unwissenheit

26. so wird's vergeben der ganzen Gemeine der Kinder Israel, dazu auch
dem Fremdlinge, der unter euch wohnet, weil das ganze Volk ist in
solcher Unwissenheit.

27. Wenn aber eine Seele durch Unwissenheit sündigen wird, die soll
eine jährige Ziege zum Sündopfer bringen;

28. und der Priester soll versöhnen solche unwissende Seele mit dem
Sündopfer für die Unwissenheit vor dem HErrn, daß er sie versöhne; so
wird's ihr vergeben werden.

29. Und es soll ein Gesetz sein, das ihr für die Unwissenheit tun
sollt, beide dem Einheimischen unter den Kindern Israel und dem
Fremdlinge, der unter euch wohnet.

30. Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut, es sei ein
Einheimischer oder Fremdling, der hat den HErrn geschmähet. Solche
Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

31. Denn sie hat des HErrn Wort verachtet und sein Gebot lassen
fahren; sie soll schlecht ausgerottet werden.; die Schuld sei ihr.

32. Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen
Mann Holz lesen am Sabbattage.

33. Und die ihn drob funden hatten, da er Holz las, brachten ihn zu
Mose und Aaron und vor die ganze Gemeine.

34. Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt,
was man mit ihmtun sollte.

35. Der HErr aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben, die
ganze Gemeine soll ihn steinigen außer dem Lager.

36. Da führete die ganze Gemeine ihn hinaus vor das Lager und
steinigten ihn, daß er starb, wie der HErr Mose geboten hatte.

37. Und der HErr sprach zu Mose:

38. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, daß sie ihnen
Läpplein machen an den Fittichen ihrer Kleider unter allen euren
Nachkommen und gelbe Schnürlein auf die Läpplein an die Fittiche tun.

39. Und sollen euch die Läpplein dazu dienen, daß ihr sie ansehet und
gedenket aller Gebote des HErrn und tut sie, daß ihr nicht eures
Herzens Dünken nach richtet, noch euren Augen nach huret.

40. Darum sollt ihr gedenken und tun alle meine Gebote und heilig sein
eurem GOtt.

41. Ich, der HErr, euer GOtt, der euch aus Ägyptenland geführet hat,
daß ich euer GOtt wäre; ich, der HErr, euer GOtt.

Das 16. Kapitel

1. Und Korah, der Sohn Jezehars, des Sohns Kahaths, des Sohns Levis,
samt Dathan und Abiram, den Söhnen Eliabs, und On, dem Sohne Peleths,
den Söhnen Rubens,

2. die empöreten sich wider Mose, samt etlichen Männern unter den
Kindern Israel, zweihundertundfünfzig der Vornehmsten in der Gemeine,
Ratsherren und ehrliche Leute.

3. Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu
ihnen: Ihr macht's zu viel! Denn die ganze Gemeine ist überall heilig,
und der HErr ist unter ihnen; warum erhebet ihr euch über die Gemeine
des HErrn?

4. Da das Mose hörete, fiel er auf sein Angesicht

5. und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der
HErr kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und ihm opfern soll; welchen
er erwählet, der soll ihm opfern.

6. Das tut: Nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte,

7. und leget Feuer drein und tut Räuchwerk drauf vor dem HErrn morgen.
Welchen der HErr erwählet, der sei heilig. Ihr macht's zuviel, ihr
Kinder Levis!

8. Und Mose sprach zu Korah: Lieber, höret doch, ihr Kinder Levis!

9. Ist's euch zu wenig, daß euch der GOtt Israels ausgesondert hat von
der Gemeine Israel, daß ihr ihm opfern sollet, daß ihr dienet im Amt
der Wohnung des HErrn und vor die Gemeine tretet, ihr zu dienen?

10. Er hat dich und alle deine Brüder, die Kinder Levis, samt dir zu
sich genommen; und ihr suchet nun auch das Priestertum.

11. Du und deine ganze Rotte machet einen Aufruhr wider den HErrn. Was
ist Aaron, daß ihr wider ihn murret?

12. Und Mose schickte hin und ließ Dathan und Abiram rufen, die Söhne
Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf.

13. Ist's zu wenig, daß du uns aus dem Lande geführet hast, da Milch
und Honig innen fleußt, daß du uns tötest in der Wüste? Du mußt auch
noch über uns herrschen?

14. Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, da Milch und Honig
innen fleußt, und hast uns Acker und Weinberge zu Erbteil gegeben!
Willst du den Leuten auch die Augen ausreißen? Wir kommen nicht hinauf.

15. Da ergrimmete Mose sehr und sprach zu dem HErrn: Wende dich nicht
zu ihrem Speisopfer! Ich habe, nicht einen Esel von ihnen genommen und
habe ihrer keinem nie kein Leid getan.

16. Und er sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte sollt morgen vor
dem HErrn sein; du, sie auch und Aaron.

17. Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Räuchwerk drauf, und
tretet herzu vor den HErrn, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind
zweihundertundfünfzig Pfannen.

18. Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer drein und tat
Räuchwerk drauf und traten vor die Tür der Hütte des Stifts, und Mose
und Aaron auch.

19. Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeine vor die Tür der
Hütte des Stifts. Aber die Herrlichkeit des HErrn erschien vor der
ganzen Gemeine.

20. Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:

21. Scheidet euch von dieser Gemeine, daß ich sie plötzlich vertilge!

22. Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach GOtt, der du
bist ein GOtt der Geister alles Fleisches, ob ein Mann gesündiget hat,
willst du darum über die ganze Gemeine wüten?

23. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

24. Sage der Gemeine und sprich: Weichet ringsherum von der Wohnung
Korahs und Dathans und Abirams!

25. Und Mose stund auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Ältesten
Israels folgten ihm nach.

26. Und redete mit der Gemeine und sprach: Weichet von den Hütten
dieser gottlosen Menschen und rühret nichts an, was ihr ist, daß ihr
nicht vielleicht umkommet in irgend ihrer Sünden einer.

27. Und sie gingen herauf von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams.
Dathan aber und Abiram gingen heraus, traten an die Tür ihrer Hütten
mit ihren Weibern und Söhnen und Kindern.

28. Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, daß mich der HErr gesandt
hat, daß ich alle diese Werke täte, und nicht aus meinem Herzen:

29. Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht,
wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HErr nicht gesandt.

30. Wird aber der HErr etwas Neues schaffen, daß die Erde ihren Mund
auftut und verschlinget sie mit allem, das sie haben, daß sie lebendig
hinunter in die Hölle fahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Leute
den HErrn gelästert haben.

31. Und als er diese Worte alle hatte ausgeredet, zerriß die Erde
unter ihnen;

32. und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Häusern, mit
allen Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe.

33. Und fuhren hinunter lebendig in die Hölle mit allem, das sie
hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen um aus der Gemeine.

34. Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn
sie sprachen: Daß uns die Erde nicht auch verschlinge!

35. Dazu fuhr das Feuer aus von dem HErrn und fraß die
zweihundertundfünfzig Männer, die das Räuchwerk opferten.

36. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

37. Sage Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, daß er die Pfannen
aufhebe aus dem Brande und streue das Feuer hin und her.

38. Denn die Pfannen solcher Sünder sind geheiliget durch ihre Seele,
daß man sie zu breiten Blechen schlage und den Altar damit behänge;
denn sie sind geopfert vor dem HErrn und geheiliget und sollen den
Kindern Israel zum Zeichen sein.

39. Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Pfannen, die die
Verbrannten geopfert hatten, und schlug sie zu Blechen, den Altar zu
behängen,

40. zum Gedächtnis der Kinder Israel, daß nicht jemand Fremdes sich
herzumache, der nicht ist des Samens Aaron, zu opfern Räuchwerk vor dem
HErrn, auf daß ihm nicht gehe wie Korah und seiner Rotte, wie der HErr
ihm geredet hatte durch Mose.

41. Des andern Morgens aber murrete die ganze Gemeine der Kinder
Israel wider Mose und Aaron und sprachen: Ihr habt des HErrn Volk
getötet!

42. Und da sich die Gemeine versammelte wider Mose und Aaron, wandten
sie sich zu der Hütte des Stifts. Und siehe, da bedeckte es die Wolke,
und die Herrlichkeit des HErrn erschien.

43. Und Mose und Aaron gingen hinein zu der Hütte des Stifts.

44. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

45. Hebet euch aus dieser Gemeine; ich will sie plötzlich vertilgen.
Und sie fielen auf ihr Angesicht.

46. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tue Feuer drein vom
Altar und lege Räuchwerk drauf, und gehe eilend zu der Gemeine und
versöhne sie; denn das Wüten ist von dem HErrn ausgegangen, und die
Plage ist angegangen.

47. Und Aaron nahm, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter
die Gemeine (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk) und
räucherte und versöhnete das Volk.

48. Und stund zwischen den Toten und Lebendigen. Da ward der Plage
gewehret.

49. Derer aber, die an der Plage gestorben waren, war
vierzehntausendundsiebenhundert, ohne die, so mit Korah starben.

50. Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tür der Hütte des Stifts, und
der Plage ward gewehret.

Das 17. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Sage den Kindern Israel und nimm von ihnen zwölf Stecken, von
jeglichem Fürsten seines Vaters-Hauses einen, und schreibe eines
jeglichen Namen auf seinen Stecken.

3. Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stecken Levis.
Denn je für ein Haupt ihrer Väter Hauses soll ein Stecken sein.

4. Und lege sie in die Hütte des Stifts vor dem Zeugnis, da ich euch
zeuge.

5. Und welchen ich erwählen werde, des Stecken wird grünen, daß ich
das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren, stille

6. Mose redete mit den Kindern Israel; und alle ihre Fürsten gaben ihm
zwölf Stecken, ein jeglicher Fürst einen Stecken, nach dem Hause ihrer
Väter; und der Stecken Aarons war auch unter ihren Stecken.

7. Und Mose legte die Stecken vor den HErrn in der Hütte des Zeugnisses.

8. Des Morgens aber, da Mose in die Hütte des Zeugnisses ging, fand er
den Stecken Aarons, des Hauses Levi, grünen, und die Blüte aufgegangen
und Mandeln tragen.

9. Und Mose trug die Stecken alle heraus von dem HErrn vor alle Kinder
Israel, daß sie es sahen; und ein jeglicher nahm seinen Stecken.

10. Der HErr sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor
das Zeugnis, daß er verwahret werde zum Zeichen den ungehorsamen
Kindern, daß ihr Murren von mir aufhöre, daß sie nicht sterben.

11. Mose tat, wie ihm der HErr geboten hatte.

12. Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und
kommen um; wir werden alle vertilget und kommen um.

13. Wer sich nahet zu der Wohnung des HErrn, der stirbt. Sollen wir
denn gar untergehen?

Das 18. Kapitel

1. Und der HErr sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und deines Vaters
Haus mit dir sollt die Missetat des Heiligtums tragen; und du und deine
Söhne mit dir sollt die Missetat eures Priestertums tragen.

2. Aber deine Brüder des Stamms Levi, deines Vaters, sollst du zu dir
nehmen, daß sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Söhne
mit dir vor der Hütte des Zeugnisses.

3. Und sie sollen deines Dienstes und des Dienstes der ganzen Hütte
warten. Doch zu dem Geräte des Heiligtums und zu dem Altar sollen sie
sich nicht machen, daß nicht beide, sie und ihr, sterbet,

4. sondern sie sollen bei dir sein, daß sie des Dienstes warten an der
Hütte des Stifts in allem Amt der Hütte. Und kein Fremder soll sich zu
euch tun.

5. So wartet nun des Dienstes des Heiligtums und des Dienstes des
Altars, daß fort nicht mehr ein Wüten komme über die Kinder Israel.

6. Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brüder, genommen aus den
Kindern Israel und euch gegeben, dem HErrn zum Geschenk, daß sie des
Amts pflegen an der Hütte des Stifts.

7. Du aber und deine Söhne mit dir sollt eures Priestertums warten,
daß ihr dienet in allerlei Geschäfte des Altars und inwendig hinter dem
Vorhang; denn euer Priestertum gebe ich euch zum Amt, zum Geschenk.
Wenn ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.

8. Und der HErr sagte zu Aaron: Siehe, ich habe dir gegeben meine
Hebopfer von allem, das die Kinder Israel heiligen, für dein
priesterlich Amt und deinen Söhnen zum ewigen Recht.

9. Das sollst du haben von dem Allerheiligsten, das sie opfern: Alle
ihre Gaben mit all ihrem Speisopfer und mit all ihrem Sündopfer und mit
all ihrem Schuldopfer, das sie mir geben, das soll dir und deinen
Söhnen das Allerheiligste sein.

10. Am allerheiligsten Ort sollst du es essen. Was männlich ist, soll
davon essen; denn es soll dir heilig sein.

11. Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der
Kinder Israel dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern gegeben samt
dir zum ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.

12. Alles beste Öl und allen besten Most und Korn ihrer Erstlinge, die
sie dem HErrn geben, habe ich dir gegeben.

13. Die erste Frucht alles des, das in ihrem Lande ist, das sie dem
HErrn bringen, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon
essen.

14. Alles Verbannete in Israel soll dein sein.

15. Alles, das seine Mutter bricht unter allem Fleisch, das sie dem
HErrn bringen, es sei Mensch oder Vieh, soll dein sein; doch daß du die
erste Menschenfrucht lösen lassest und die erste Frucht eines unreinen
Viehes auch lösen lässest.

16. Sie sollen's aber lösen, wenn's eines Monden alt ist; und sollst
es zu lösen geben um Geld, um fünf Sekel, nach dem Sekel des
Heiligtums, der gilt zwanzig Gera.

17. Aber die erste Frucht eines Ochsen oder Lamms oder Ziege sollst du
nicht zu lösen geben, denn sie sind heilig; ihr Blut sollst du sprengen
auf den Altar und ihr Fett sollst du anzünden zum Opfer des süßen
Geruchs dem HErrn.

18. Ihr Fleisch soll dein sein, wie auch die Webebrust und die rechte
Schulter dein ist.

19. Alle Hebopfer, die die Kinder Israel heiligen dem HErrn, habe ich
dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern samt dir zum ewigen
Recht. Das soll ein unverwesentlicher Bund sein ewig vor dem HErrn dir
und deinem Samen samt dir.

20. Und der HErr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts
besitzen, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und
dein Erbgut unter den Kindern Israel.

21. Den Kindern aber Levis habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum
Erbgut für ihr Amt, das sie mir tun an der Hütte des Stifts,

22. daß hinfort die Kinder Israel nicht zur Hütte des Stifts sich tun,
Sünde auf sich zu laden, und sterben;

23. sondern die Leviten sollen des Amts pflegen an der Hütte des
Stifts, und sie sollen jener Missetat tragen zum ewigen Recht bei euren
Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen.

24. Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HErrn heben, habe
ich den Leviten zum Erbgut gegeben; darum habe ich zu ihnen gesagt, daß
sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen.

25. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

26. Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmet
von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen gegeben habe zu eurem
Erbgut, so sollt ihr davon ein Hebopfer dem HErrn tun, je den Zehnten
von dem Zehnten.

27. Und sollt solch euer Hebopfer achten, als gäbet ihr Korn aus der
Scheune und Fülle aus der Kelter.

28. Also sollt auch ihr das Hebopfer dem HErrn geben von allen euren
Zehnten, die ihr nehmet von den Kindern Israel, daß ihr solches
Hebopfer des HErrn dem Priester Aaron gebet.

29. Von allem, das euch gegeben wird, sollt ihr dem HErrn allerlei
Hebopfer geben, von allem Besten, das davon geheiliget wird.

30. Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon hebet, so
soll's den Leviten gerechnet werden wie ein Einkommen der Scheune und
wie ein Einkommen der Kelter.

31. Und möget es essen an allen Stätten, ihr und eure Kinder; denn es
ist euer Lohn für euer Amt in der Hütte des Stifts.

32. So werdet ihr nicht Sünde auf euch laden an demselben, wenn ihr
das Beste davon hebet, und nicht entweihen das Geheiligte der Kinder
Israel und nicht sterben.

Das 19. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:

2. Diese Weise soll ein Gesetz sein, das der HErr geboten hat und
gesagt: Sage den Kindern Israel, daß sie zu dir führen eine rötliche
Kuh ohne Wandel, an der kein Fehl sei, und auf die noch nie kein Joch
kommen ist.

3. Und gebet sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das
Lager führen und daselbst vor ihm schlachten lassen:

4. Und Eleasar, der Priester, soll ihres Bluts mit seinem Finger
nehmen und stracks gegen die Hütte des Stifts sieben mal sprengen,

5. und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beide ihr Fell und ihr
Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist.

6. Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und rosinrote Wolle
nehmen und auf die brennende Kuh werfen,

7. und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser baden und
danach ins Lager gehen und unrein sein bis an den Abend.

8. Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser
waschen und seinen Leib in Wasser baden und unrein sein bis an den Abend.

9. Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh aufraffen und sie
schütten außer dem Lager an eine reine Stätte, daß sie daselbst
verwahret werde für die Gemeine der Kinder Israel zum Sprengwasser;
denn es ist ein Sündopfer.

10. Und derselbe, der die Asche der Kuh aufgeraffet hat, soll seine
Kleider waschen und unrein sein bis an den Abend. Dies soll ein ewiges
Recht sein den Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter euch wohnen.

11. Wer nun irgend einen toten Menschen anrühret, der wird sieben Tage
unrein sein.

12. Der soll sich hiemit entsündigen am dritten Tage und am siebenten
Tage, so wird er rein; und wo er sich nicht am dritten Tage und am
siebenten Tage entsündiget, so wird er nicht rein werden.

13. Wenn aber jemand irgend einen toten Menschen anrühret und sich
nicht entsündigen wollte, der verunreiniget die Wohnung des HErrn, und
solche Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum daß das
Sprengwasser nicht über ihn gesprenget ist, so ist er unrein, solange
er sich nicht davon reinigen läßt.

14. Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch in der Hütte stirbt: Wer in
die Hütte gebet; und alles, was in der Hütte ist, soll unrein sein
sieben Tage.

15. Und alles offene Geräte, das keinen Deckel noch Band hat, ist
unrein.

16. Auch wer anrühret auf dem Felde einen Erschlagenen mit dem-Schwert
oder einen Toten, eines Menschen Bein, oder Grab, der ist unrein sieben
Tage.

17. So sollen sie nun für den Unreinen nehmen der Asche dieses
verbrannten Sündopfers und fließend Wasser drauf tun in ein Gefäß.

18. Und ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ins Wasser tunken und die
Hütte besprengen und alle Geräte und alle Seelen, die drinnen sind;
also auch den, der eines Toten Bein oder Erschlagenen oder Toten oder
Grab angerühret hat.

19. Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am
siebenten Tage besprengen und ihn am siebenten Tage entsündigen; und
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, so wird er am
Abend rein.

20. Welcher aber unrein sein wird und sich nicht entsündigen will, des
Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeine; denn er hat das
Heiligtum des HErrn verunreiniget und ist mit Sprengwasser nicht
besprenget; darum ist er unrein.

21. Und dies soll ihnen ein ewiges Recht sein. Und der auch, der mit
dem Sprengwasser gesprenget hat, soll seine Kleider waschen. Und wer
das Sprengwasser anrühret, der soll unrein sein bis an den Abend.

22. Und alles, was er anrühret, wird unrein werden, und welche Seele
er anrühren wird, soll unrein sein bis an den Abend.

Das 20. Kapitel

1. Und die Kinder Israel kamen mit der ganzen Gemeine in die Wüste Zin
im ersten Monden, und das Volk lag zu Kades. Und Mirjam starb daselbst
und ward daselbst begraben.

2. Und die Gemeine hatte kein Wasser, und versammelten sich wider Mose
und Aaron.

3. Und das Volk haderte mit Mose und sprachen: Ach, daß wir umkommen
wären, da unsere Brüder umkamen vor dem HErrn!

4. Warum habt ihr die Gemeine des HErrn in diese Wüste gebracht, daß
wir hie sterben mit unserm Vieh?

5. Und warum habt ihr uns aus Ägypten geführt an diesen bösen Ort, da
man nicht säen kann, da weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel
sind, und ist dazu kein Wasser zu trinken?

6. Mose und Aaron gingen von der Gemeine zur Tür der Hütte des Stifts
und fielen auf ihr Angesicht; und die Herrlichkeit des Herrn erschien
ihnen.

7. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

8. Nimm den Stab und versammle die Gemeine, du und dein Bruder Aaron,
und redet mit dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben.
Also sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen bringen und die Gemeine
tränken und ihr Vieh.

9. Da nahm Mose den Stab vor dem HErrn, wie er ihm geboten hatte.

10. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeine vor dem Felsen und
sprach zu ihnen: Höret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch auch Wasser
bringen aus diesem Felsen?

11. Und Mose hub seine Hand auf und schlug den Felsen mit dem Stabe
zweimal. Da ging viel Wassers heraus, daß die Gemeine trank und ihr Vieh.

12. Der HErr aber sprach zu Mose und Aaron: Darum daß ihr nicht an
mich geglaubet habt, daß ihr mich heiligtet vor den Kindern Israel,
sollt ihr diese Gemeine nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben
werde.

13. Das ist das Haderwasser, darüber die Kinder Israel mit dem HErrn
haderten, und er geheiliget ward an ihnen.

14. Und Mose sandte Botschaft aus Kades zu dem Könige der Edomiter:
Also läßt dir dein Bruder Israel sagen: Du weißt alle die Mühe, die uns
betreten hat;

15. daß unsere Väter nach Ägypten hinabgezogen sind, und wir lange
Zeit in Ägypten gewohnet haben, und die Ägypter handelten uns und
unsere Väter übel;

16. und wir schrieen zu dem HErrn; der hat unsere Stimme erhöret und
einen Engel gesandt und aus Ägypten geführet. Und siehe, wir sind zu
Kades in der Stadt an deinen Grenzen.

17. Laß uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch Äcker noch
Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken; die
Landstraße wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken
weichen, bis wir durch deine Grenze kommen.

18. Die Edomiter aber sprachen zu ihnen: Du sollst nicht durch mich
ziehen, oder ich will dir mit dem Schwert entgegenziehen.

19. Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten
Straße ziehen, und so wir deines Wassers trinken, wir und unser Vieh,
so wollen wir's bezahlen; wir wollen nichts, denn nur zu Fuße
hindurchziehen.

20. Er aber sprach: Du sollst nicht herdurchziehen. Und die Edomiter
zogen aus ihnen entgegen mit mächtigem Volk und starker Hand.

21. Also weigerten die Edomiter, Israel zu vergönnen, durch ihre
Grenze zu ziehen. Und Israel wich von ihnen.

22. Und die Kinder Israel brachen auf von Kades und kamen mit der
ganzen Gemeine gen Hor am Gebirge.

23. Und der HErr redete mit Mose und Aaron zu Hor am Gebirge an den
Grenzen des Landes der Edomiter und sprach:

24. Laß sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das
Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum daß ihr
meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser.

25. Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und führe sie auf Hor am
Gebirge.

26. Und zeuch Aaron seine Kleider aus und zeuch sie Eleasar an, seinem
Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben.

27. Da tat Mose, wie ihm der HErr geboten hatte, und stiegen auf Hor
am Gebirge vor der ganzen Gemeine.

28. Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie Eleasar an,
seinem Sohne. Und Aaron starb daselbst oben auf dem Berge. Mose aber
und Eleasar stiegen herab vom Berge.

29. Und da die ganze Gemeine sah, daß Aaron dahin war, beweineten sie
ihn dreißig Tage, das ganze Haus Israel.

Das 21. Kapitel

1. Und da der Kanaaniter, der König Arad, der gegen Mittag wohnete,
hörete, daß Israel hereinkommt durch den Weg der Kundschafter, stritt
er wider Israel und führete etliche gefangen.

2. Da gelobte Israel dem HErrn ein Gelübde und sprach: Wenn du dies
Volk unter meine Hand gibst, so will ich ihre Städte verbannen.

3. Und der HErr erhörete die Stimme Israels und gab die Kanaaniter und
verbannete sie samt ihren Städten; und hieß die Stätte Horma.

4. Da zogen sie von Hor am Gebirge auf dem Wege vom Schilfmeer, daß
sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward tverdrossen auf
dem Wege

5. und redete wider GOtt und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten
geführet, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch
Wasser hie, und unsere Seele ekelt über dieser losen Speise.

6. Da sandte der HErr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das
Volk, daß ein groß Volk in Israel starb.

7. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündiget, daß wir
wider den HErrn und wider dich geredet haben. Bitte den HErrn, daß er
die Schlangen von uns nehme! Mose bat für das Volk.

8. Da sprach der HErr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und
richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und siehet sie an, der
soll leben.

9. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie auf zum
Zeichen; und wenn jemanden eine Schlange biß, so sah er die eherne
Schlange an und blieb leben.

10. Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Oboth.

11. Und von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ijim, am Gebirge
Abarim, in der Wüste gegen Moab über, gegen der Sonnen Aufgang.

12. Von dannen zogen sie und lagerten sich am Bach Sared.

13. Von dannen zogen sie und lagerten sich diesseit am Arnon, welcher
ist in der Wüste und herausreicht von der Grenze der Amoriter. Denn
Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern.

14. Daher spricht man in dem Buch von den Streiten des HErrn: Das
Vaheb in Supha und die Bäche am Arnon

15. und die Quelle der Bäche, welche reichet hinan zu der Stadt Ar und
lenket sich und ist die Grenze Moabs.

16. Und von dannen zogen sie zum Brunnen. Das ist der Brunnen, davon
der HErr zu Mose sagte: Sammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben.

17. Da sang Israel dieses Lied, und sangen umeinander über dem Brunnen:

18. Das ist der Brunnen, den die Fürsten gegraben haben; die Edlen im
Volk haben ihn gegraben durch den Lehrer und ihre Stäbe. Und von dieser
Wüste zogen sie gen Mathana;

19. und von Mathana gen Nahaliel; und von Nahaliel gen Bamoth;

20. und von Bamoth in das Tal, das im Felde Moab liegt, zu dem hohen
Berge Pisga, der gegen die Wüste siehet.

21. Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Könige der Amoriter, und
ließ ihm sagen:

22. Laß mich durch dein Land ziehen; wir wollen nicht weichen in die
Acker noch in die Weingärten, wollen auch des Brunnenwassers nicht
trinken; die Landstraße wollen wir ziehen, bis wir durch deine Grenze
kommen.

23. Aber Sihon gestattete den Kindern Israel den Zug nicht durch seine
Grenze, sondern sammelte all sein Volk und zog aus Israel entgegen in
die Wüste; und als er gen Jahza kam, stritt er wider Israel.

24. Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwerts und nahm sein
Land ein von Arnon an bis an den Jabbok und bis an die Kinder Ammon;
denn die Grenzen der Kinder Ammon waren fest.

25. Also nahm Israel alle diese Städte und wohnete in allen Städten
der Amoriter, zu Hesbon und allen ihren Töchtern.

26. Denn Hesbon, die Stadt, war Sihons, des Königs der Amoriter, und
er hatte zuvor mit dem Könige der Moabiter gestritten und ihm all sein
Land angewonnen bis gen Arnon.

27. Daher sagt man im Sprichwort: Kommt gen Hesbon, daß man die Stadt
Sihon baue und aufrichte;

28. denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt
Sihon, die hat gefressen Ar der Moabiter und die Bürger der Höhe Arnon.

29. Wehe dir, Moab, du Volk Kamos bist verloren; man hat seine Söhne
in die Flucht geschlagen und seine Töchter gefangen geführt Sihon, dem
Könige der Amoriter.

30. Ihre Herrlichkeit ist zunichte worden, von Hesbon bis gen Dibon;
sie ist verstöret bis gen Nophah, die da langet bis gen Medba.

31. Also wohnete Israel im Lande der Amoriter.

32. Und Mose sandte aus Kundschafter gen Jaeser; und gewannen ihre
Töchter und nahmen die Amoriter ein, die drinnen waren;

33. und wandten sich und zogen hinauf des Weges zu Basan. Da zog aus
ihnen entgegen Og, der König zu Basan, mit all seinem Volk, zu streiten
in Edrei.

34. Und der HErr sprach zu Mose: Fürchte dich nicht vor ihm; denn ich
habe ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und sollst mit ihm
tun, wie du mit Sihon, dem Könige der Amoriter, getan hast, der zu
Hesbon wohnete.

35. Und sie schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk, bis daß
keiner überblieb; und nahmen das Land ein.

Kap. 22. V.1. Danach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das
Gefilde Moab, jenseits des Jordans, gegen Jericho.


Das 22. Kapitel

2. Und da Balak, der Sohn Zipors, sah alles, was Israel getan hatte
den Amoritern,

3. und daß sich die Moabiter sehr fürchteten vor dem Volk, das so groß
war, und daß den Moabitern grauete vor den Kindern Israel,

4. und sprachen zu den Ältesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe
auf fretzen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde
auffretzet. Balak aber, der Sohn Zipors, war zu der Zeit König der
Moabiter.

5. Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der
wohnete an dem Wasser im Lande der Kinder seines Volks, daß sie ihn
forderten, und ließ ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Ägypten
gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt gegen mir.

6. So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mir zu mächtig,
ob ich's schlagen möchte und aus dem Lande vertreiben; denn ich weiß,
daß, welchen du segnest, der ist gesegnet, und welchen du verfluchest,
der ist verflucht.

7. Und die Ältesten der Moabiter gingen hin mit den Ältesten der
Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagen's in ihren Händen; und
gingen zu Bileam ein und sagten ihm die Worte Balaks.

8. Und er sprach zu ihnen: Bleibet hie über Nacht, so will ich euch
wieder sagen, wie mir der HErr sagen wird. Also blieben die Fürsten der
Moabiter bei Bileam.

9. Und GOtt kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir
sind?

10. Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter König,
hat zu mir gesandt:

11. Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen und bedeckt das Angesicht
der Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten möge und
sie vertreiben.

12. GOtt aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen; verfluche das
Volk auch nicht; denn es ist gesegnet.

13. Da stund Bileam des Morgens auf und sprach zu den Fürsten Balaks:
Gehet hin in euer Land; denn der HErr will's nicht gestatten, daß ich
mit euch ziehe.

14. Und die Fürsten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und
sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen.

15. Da sandte Balak noch größere und herrlichere Fürsten, denn jene
waren.

16. Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also läßt dir sagen
Balak, der Sohn Zipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zu ziehen;

17. denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagest, das will ich
tun. Lieber, komm und fluche mir diesem Volk!

18. Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak
sein Haus voll Silbers und Goldes gäbe, so könnte ich doch nicht
übergehen das Wort des HErrn, meines GOttes, Kleines oder Großes zu tun.

19. So bleibet doch nun hie auch ihr diese Nacht, daß ich erfahre, was
der HErr weiter mit mir reden werde.

20. Da kam GOtt des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die
Männer kommen, dir zu rufen, so mach dich auf und zeuch mit ihnen; doch
was ich dir sagen werde, sollst du tun.

21. Da stund Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog
mit den Fürsten der Moabiter.

22. Aber der Zorn GOttes ergrimmete, daß er hinzog. Und der Engel des
HErrn trat in den Weg, daß er ihm widerstünde. Er aber ritt auf seiner
Eselin, und zween Knaben waren mit ihm.

23. Und die Eselin sah den Engel des HErrn im Wege stehen und ein bloß
Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf
dem Felde; Bileam aber schlug sie, daß sie in den Weg sollte gehen.

24. Da trat der Engel des HErrn in den Pfad bei den Weinbergen, da auf
beiden Seiten Wände waren.

25. Und da die Eselin den Engel des HErrn sah, drängte sie sich an die
Wand und klemmete Bileam den Fuß an der Wand; und er schlug sie noch
mehr.

26. Da ging der Engel des HErrn weiter und trat an einen engen Ort, da
kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken.

27. Und da die Eselin den Engel des HErrn sah, fiel sie auf ihre Kniee
unter dem Bileam. Da ergrimmete der Zorn Bileams und schlug die Eselin
mit dem Stabe.

28. Da tat der HErr der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam:
Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal?

29. Bileam sprach zur Eselin: Daß du mich höhnest! Ach, daß ich jetzt
ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich erwürgen!

30. Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf zu
geritten hast zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je
gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein.

31. Da öffnete der HErr Bileam die Augen, daß er den Engel des HErrn
sah im Wege stehen und ein bloß Schwert in seiner Hand; und neigete und
bückte sich mit seinem Angesicht.

32. Und der Engel des HErrn sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin
geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, daß ich dir
widerstehe; denn der Weg ist vor mir verkehrt.

33. Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal gewichen;
sonst, wo sie nicht vor mir gewichen wäre, so wollte ich dich auch
jetzt erwürget und die Eselin lebendig behalten haben.

34. Da sprach Bileam zu dem Engel des HErrn: Ich habe gesündiget; denn
ich hab's nicht gewußt, daß du mir entgegenstundest im Wege; und nun,
so dir's nicht gefällt, will ich wieder umkehren.

35. Der Engel des HErrn sprach zu ihm: Zeuch hin mit den Männern; aber
nichts anderes, denn was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. Also
zog Bileam mit den Fürsten Balaks.

36. Da Balak hörete, daß Bileam kam, zog er aus ihm entgegen in die
Stadt der Moabiter, die da liegt an der Grenze Arnons, welcher ist an
der äußersten Grenze.

37. Und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern
lassen? Warum bist du denn nicht zu mir kommen? Meinest du, ich könnte
nicht dich ehren?

38. Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin kommen zu dir; aber wie kann
ich etwas anderes reden? Denn das mir GOtt in den Mund gibt, das muß
ich reden.

39. Also zog Bileam mit Balak, und kamen in die Gassenstadt.

40. Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte nach Bileam und
nach den Fürsten, die bei ihm waren.

Das 23. Kapitel

41. Und des Morgens nahm Balak den Bileam und führete ihn hin auf die
Höhe Baal, daß er von dannen sehen konnte bis zu Ende des Volks.

Kap. 23. V.1. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hie sieben Altäre
und schaffe mir her sieben Farren und sieben Widder.

2. Balak tat, wie ihm Bileam sagte; und beide, Balak und Bileam,
opferten je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.

3. Und Bileam sprach zu Balak: Tritt bei dein Brandopfer; ich will
hingehen, ob vielleicht mir der HErr begegne, daß ich dir ansage, was
er mir zeiget. Und ging hin eilend.

4. Und GOtt begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altäre
habe ich zugerichtet und je auf einem Altar einen Farren und einen
Widder geopfert.

5. Der HErr aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Gehe
wieder zu Balak und rede also.

6. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stund er bei seinem
Brandopfer samt allen Fürsten der Moabiter.

7. Da hub er an seinen Spruch und sprach: Aus Syrien hat mich Balak,
der Moabiter König, holen lassen von dem Gebirge gegen dem Aufgang:
Komm, verfluche mir Jakob! Komm, schilt Israel!

8. Wie soll ich fluchen, dem GOtt nicht fluchet? Wie soll ich
schelten, den der HErr nicht schilt?

9. Denn von der Höhe der Felsen sehe ich ihn wohl und von den Hügeln
schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen und nicht unter
die Heiden gerechnet werden.

10. Wer kann zählen den Staub Jakobs und die Zahl des vierten Teils
Israels? Meine Seele müsse sterben des Todes der Gerechten, und mein
Ende werde wie dieser Ende!

11. Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du an mir? Ich habe dich holen
lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest.

12. Er antwortete und sprach: Muß ich nicht das halten und reden, das
mir der HErr in den Mund gibt?

13. Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von
dannen du sein Ende sehest und doch nicht ganz sehest; und fluche mir
ihm daselbst.

14. Und er führete ihn auf einen freien Platz auf der Höhe Pisga und
bauete sieben Altäre; und opferte je auf einem Altar einen Farren und
einen Widder.

15. Und sprach zu Balak: Tritt also bei dein Brandopfer; ich will dort
warten.

16. Und der HErr begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund
und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also.

17. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stund er bei seinem
Brandopfer samt den Fürsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was
hat der HErr gesagt?

18. Und er hub an seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und
höre! Nimm zu Ohren, was ich sage, du Sohn Zipors!

19. GOtt ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß
ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas
reden und nicht halten?

20. Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; ich segne und kann's nicht
wenden.

21. Man siehet keine Mühe in Jakob und keine Arbeit in Israel. Der
HErr, sein Gott; ist bei ihm, und das Trommeten des Königs unter ihm.

22. GOtt hat sie aus Ägypten geführet; seine Freudigkeit ist wie eines
Einhorns.

23. Denn es ist kein Zauberer in Jakob und kein Wahrsager in Israel.
Zu seiner Zeit wird man von Jakob sagen und von Israel, welche Wunder
GOtt tut.

24. Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Löwe, und wird sich
er heben wie ein Löwe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse
und das Blut der Erschlagenen saufe.

25. Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch segnen.

26. Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt,
alles, was der HErr reden würde, das würde ich tun?

27. Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen andern Ort
führen, ob's vielleicht GOtt gefalle, daß du daselbst mir sie
verfluchest.

28. Und er führete ihn auf die Höhe des Berges Peor, welcher gegen die
Wüste siehet.

29. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hie sieben Altäre und schaffe
mir sieben Farren und sieben Widder.

30. Balak tat, wie Bileam sagte, und opferte je auf einem Altar einen
Farren und einen Widder.

Das 24. Kapitel

1. Da nun Bileam sah, daß es dem HErrn gefiel, daß er Israel segnete,
ging er nicht hin, wie vormals, nach den Zauberern, sondern richtete
sein Angesicht stracks zu der Wüste,

2. hub auf seine Augen und sah Israel, wie sie lagen nach ihren
Stämmen. Und der Geist GOttes kam auf ihn.

3. Und er hub an seinen Spruch und sprach: Es saget Bileam, der Sohn
Beors; es saget der Mann, dem die Augen geöffnet sind;

4. es saget der Hörer göttlicher Rede, der des Allmächtigen
Offenbarung siehet, dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederknieet:

5. Wie fein sind deine Hütten, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!

6. Wie sich die Bäche ausbreiten, wie die Gärten an den Wassern, wie
die Hütten, die der HErr pflanzet, wie die Zedern an den Wassern.

7. Es wird Wasser aus seinem Eimer fließen, und sein Same wird ein
groß Wasserwerden; sein König wird höher werden denn Agag, und sein
Reich wird sich erheben.

8. GOtt hat ihn aus Ägypten geführet; seine Freudigkeit ist wie eines
Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen und ihre Gebeine
zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.

9. Er hat sich niedergelegt wie ein Löwe und wie ein junger Löwe; wer
will sich wider ihn auflehnen? Gesegnet sei, der dich segnet, und
verflucht, der dir flucht!

10. Da ergrimmete Balak im Zorn wider Bileam und schlug die Hände
zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gefordert, daß du meinen
Feinden fluchen solltest; und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.

11. Und nun heb dich an deinen Ort. Ich gedachte, ich wollte dich
ehren; aber der HErr hat dir die Ehre verwehret.

12. Bileam antwortete ihm: Habe ich nicht auch zu deinen Boten gesagt,
die du zu mir sandtest, und gesprochen:

13. Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich
doch vor des HErrn Wort nicht über, Böses oder Gutes zu tun nach meinem
Herzen, sondern was der HErr reden würde, das würde ich auch reden?

14. Und nun siehe, wenn ich zu meinem Volk ziehe, so komm, so will ich
dir raten, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit.

15. Und er hub an seinen Spruch und sprach: Es saget Bileam, der Sohn
Beors; es saget der Mann, dem die Augen geöffnet sind;

16. es saget der Hörer göttlicher Rede und der die Erkenntnis hat des
Höchsten, der die Offenbarung des Allmächtigen siehet und dem die Augen
geöffnet werden, wenn er niederknieet:

17. Ich werde ihn sehen, aber jetzt nicht; ich werde ihn schauen, aber
nicht von nahe. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen, und ein Zepter
aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Fürsten der Moabiter
und verstören alle Kinder Seths.

18. Edom wird er einnehmen, und Seir wird seinen Feinden unterworfen
sein; Israel aber wird Sieg haben.

19. Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was übrig ist
von den Städten.

20. Und da er sah die Amalekiter, hub er an Seinen Spruch und sprach:
Amalek, die ersten unter den Heiden; aber zuletzt wirst du gar umkommen.

21. Und da er sah die Keniter, hub er an seinen Spruch und sprach:
Fest ist deine Wohnung, und hast dein Nest in einen Felsen gelegt.

22. Aber, o Kam, du wirst verbrannt werden, wenn Assur dich gefangen
wegführen wird.

23. Und hub abermal an seinen Spruch und sprach: Ach, wer wird leben,
wenn GOtt solches tun wird?

24. Und Schiffe aus Chittim werden verderben den Assur und Eber; er
aber wird auch umkommen.

25. Und Bileam machte sich auf und zog hin und kam wieder an seinen
Ort; und Balak zog seinen Weg.

Das 25. Kapitel

1. Und Israel wohnte in Sittim Und das Volk hub an zu huren mit der
Moabiter Töchtern,

2. welche luden das Volk zum Opfer ihrer Götter. Und das Volk aß und
betete ihre Götter an.

3. Und Israel hängete sich an den Baal Peor. Da ergrimmete des HErrn
Zorn über Israel,

4. und sprach zu Mose: Nimm alle Obersten des Volks und hänge sie dem
HErrn an die Sonne, auf daß der grimmige Zorn des HErrn von Israel
gewandt werde.

5. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwürge ein jeglicher
seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehänget haben.

6. Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter
seine Brüder eine Midianitin und ließ Mose zusehen und die ganze
Gemeine der Kinder Israel, die da weineten vor der Tür der Hütte des
Stifts.

7. Da das sah der Sohn Eleasars, des Sohns Aarons, des Priesters,
stund er auf aus der Gemeine und nahm einen Spieß in seine Hand,

8. und ging dem israelitischen Manne nach hinein in den Hurenwinkel
und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch
ihren Bauch. Da hörete die Plage auf von den Kindern Israel.

9. Und es wurden getötet in der Plage vierundzwanzigtausend.

10. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

11. Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohns Aarons, des Priesters, hat
meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um
mich, daß ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgete.

12. Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;

13. und er soll haben, und sein Same nach ihm, den Bund eines ewigen
Priestertums, darum daß er für seinen GOtt geeifert und die Kinder
Israel versöhnet hat.

14. Der israelitische Mann aber, der erschlagen ward mit der
Midianitin, hieß Simri, der Sohn Salus, ein Fürst im Hause des Vaters
der Simeoniter.

15. Das midianitische Weib, das auch erschlagen ward, hieß Kasbi, eine
Tochter Zurs, der ein Fürst war eines Geschlechts unter den Midianitern.

16. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

17. Tut den Midianitern Schaden und schlaget sie;

18. denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie euch
gestellet haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kasbi, die
Tochter des Fürsten der Midianiter, die erschlagen ist am Tage der
Plage um des Peors willen, und die Plage danach kam.

Das 26. Kapitel

1. Und der HErr sprach zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters
Aaron:

2. Nimm die Summa der ganzen Gemeine der Kinder Israel von zwanzig
Jahren und drüber, nach ihrer Väter Häusern, alle, die ins Heer zu
ziehen taugen in Israel.

3. Und Mose redete mit ihnen samt Eleasar, dem Priester, in dem
Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho,

4. die zwanzig Jahre alt waren und drüber, wie der HErr Mose geboten
hatte und den Kindern Israel, die aus Ägpyten gezogen waren.

5. Ruben, der Erstgeborne Israels. Die Kinder Rubens aber waren:
Hanoch, von dem das Geschlecht der Hanochiter kommt; Pallu, von dem das
Geschlecht der Palluiter kommt;

6. Hezron, von dem das Geschlecht der Hezroniter kommt; Charmi, von
dem das Geschlecht der Charmiter kommt.

7. Das sind die Geschlechter von Ruben, und ihre Zahl war
dreiundvierzigtausend siebenhundertunddreißig.

8. Aber die Kinder Pallus waren Eliab;

9. Und die Kinder Eliabs waren Nemuel und Dathan und Abiram. Das ist
der Dathan und Abiram, die Vornehmlichen in der Gemeine, die sich wider
Mose und Aaron auflehneten in der Rotte Korahs, da sie sich wider den
HErrn auflehneten,

10. und die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit Korah, da
die Rotte starb; da das Feuer zweihundertundfünfzig Männer fraß, und
wurden ein Zeichen.

11. Aber die Kinder Korahs starben nicht.

12. Die Kinder Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher
kommt das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht
der Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt;

13. Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt; Saul, daher das
Geschlecht der Sauliter kommt.

14. Das sind die Geschlechter von Si meon: zweiundzwanzigtausend und
zweihundert.

15. Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Ziphon, daher das
Geschlecht der Ziphoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der
Haggiter kommt; Suni, daher das Geschlecht der Suniter kommt;

16. Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt; Eri, daher das
Geschlecht der Eriter kommt;

17. Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Ariel, daher das
Geschlecht der Arieliter kommt.

18. Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, an ihrer Zahl
vierzigtausend und fünfhundert.

19. Die Kinder Judas: Ger und Onan, welche beide starben im Lande
Kanaan.

20. Es waren aber die Kinder Judas in ihren Geschlechtern: Sela, daher
das Geschlecht der Selaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der
Pereziter kommt; Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt.

21. Aber die Kinder Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der
Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt.

22. Das sind die Geschlechter Judas, an ihrer Zahl
sechsundsiebenzigtausend und fünfhundert.

23. Die Kinder Isaschars in ihren Geschlechtern waren: Thola, daher
das Geschlecht der Tholaiter kommt; Phuva, daher das Geschlecht der
Phuvaniter kommt;

24. Jasub, daher das Geschlecht der Jasubiter kommt; Simron, daher das
Geschlecht der Simroniter kommt.

25. Das sind die Geschlechter Isaschars, an der Zahl
vierundsechzigtausend und dreihundert.

26. Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sered, daher das
Geschlecht der Serediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter
kommt; Jaheleel, daher das Geschlecht der Jaheleeliter kommt.

27. Das sind die Geschlechter Sebulons, an ihrer Zahl sechzigtausend
und fünfhundert.

28. Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren: Manasse und
Ephraim.

29. Die Kinder aber Manasses waren: Machir, daher kommt das Geschlecht
der Machiriter; Machir zeugete Gilead, daher kommt das Geschlecht der
Gileaditer.

30. Dies sind aber die Kinder Gileads: Hieser, daher kommt das
Geschlecht der Hieseriter; Helek, daher kommt das Geschlecht der
Helekiter;

31. Asriel, daher kommt das Geschlecht der Asrieliter; Sichern, daher
kommt das Geschlecht der Sichemiter;

32. Smida, daher kommt das Geschlecht der Smidaiter; Hepher, daher
kommt das Geschlecht der Hepheriter.

33. Zelaphehad aber war Hephers Sohn und hatte keine Söhne, sondern
Töchter; die hießen Mahela, Noa, Hagla, Milka und Thirza.

34. Das sind die Geschlechter Manasses, an ihrer Zahl
zweiundfünfzigtausend und siebenhundert.

35. Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Suthelah, daher
kommt das Geschlecht der Suthelahiter; Becher, daher kommt das
Geschlecht der Becheriter; Thahan, daher kommt das Geschlecht der
Thahaniter.

36. Die Kinder aber Suthelahs waren: Eran, daher kommt das Geschlecht
der Eraniter.

37. Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraims, an ihrer Zahl
zweiunddreißigtausend und fünfhundert. Das sind die Kinder Josephs in
ihren Geschlechtern.

38. Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela, daher
kommt das Geschlecht der Belaiter; Asbel, daher kommt das Geschlecht
der Asbeliter; Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter;

39. Supham, daher kommt das Geschlecht der Suphamiter; Hupham, daher
kommt das Geschlecht der Huphamiter.

40. Die Kinder aber Belas waren: Ard und Naeman, daher kommt das
Geschlecht der Arditer und Naemaniter.

41. Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, an der Zahl
fünfundvierzigtausend und sechshundert.

42. Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher kommt
das Geschlecht der Suhamiter.

43. Das sind die Geschlechter Dans in ihren Geschlechtern, und waren
allesamt an der Zahl vierundsechzigtausend und vierhundert.

44. Die Kinder Assers in ihren Geschlechtern waren: Jemna, daher kommt
das Geschlecht der Jemniter; Jeswi, daher kommt das Geschlecht der
Jeswiter; Bria, daher kommt das Geschlecht der Briiter.

45. Aber die Kinder Brias waren: Heber, daher kommt das Geschlecht der
Hebriter; Melchiel, daher kommt das Geschlecht der Melchieliter.

46. Und die Tochter Assers hieß Sara.

47. Das sind die Geschlechter der Kinder Assers, an ihrer Zahl
dreiundfünfzigtausend und vierhundert.

48. Die Kinder Naphthalis in ihren Geschlechtern waren: Jaheziel,
daher kommt das Geschlecht der Jahezieliter; Guni, daher kommt das
Geschlecht der Guniter;

49. Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; Sillem, daher
kommt das Geschlecht der Sillemiter.

50. Das sind die Geschlechter von Naphthali, an ihrer Zahl
fünfundvierzigtausend und vierhundert.

51. Das ist die Summa derKinder Israel: sechsmal hunderttausend,
eintausend siebenhundertunddreißig.

52. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

53. Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der
Namen.

54. Vielen sollst du viel zum Erbe geben und wenigen wenig; jeglichen
soll man geben nach ihrer Zahl.

55. Doch soll man das Land durchs Los teilen; nach den Namen der
Stämme ihrer Väter sollen sie Erbe nehmen.

56. Denn nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen
und wenigen.

57. Und das ist die Summa der Leviten in ihren Geschlechtern: Gerson,
daher das Geschlecht der Gersoniter; Kahath, daher das Geschlecht der
Kahathiter; Meran, daher das Geschlecht der Merariter.

58. Dies sind die Geschlechter Levis: Das Geschlecht der Libniter, das
Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das Geschlecht
der Musiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahath zeugete Amram.

59. Und Amrams Weib hieß Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren
ward in Ägypten; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre
Schwester Mirjam.

60. Dem Aaron aber ward geboren Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.

61. Nadab aber und Abihu starben, da sie fremd Feuer opferten vor dem
HErrn.

62. Und ihre Summa war dreiundzwanzigtausend, alle Männlein, von einem
Monden an und drüber. Denn sie wurden nicht gezählet unter die Kinder
Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel.

63. Das ist die Summa der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der
Priester, zähleten im Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho;

64. unter welchen war keiner aus der Summa, da Mose und Aaron, der
Priester, die Kinder Israel zähleten in der Wüste Sinai.

65. Denn der HErr hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in
der Wüste. Und blieb keiner übrig, ohne Kaleb, der Sohn Jephunnes, und
Josua, der Sohn Nuns,

Das 27. Kapitel

1. Und die Töchter Zelaphehads, des Sohns Hephers, des Sohns Gileads,
des Sohns Machirs, des Sohns Manasses unter den Geschlechtern Manasses,
des Sohns Josephs, mit Namen Mahela, Noa, Hagla, Milka und Thirza,
kamen herzu

2. und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die
Fürsten und ganze Gemeine vor der Tür der Hütte des Stifts und sprachen:

3. Unser Vater ist gestorben in der Wüste und war nicht mit unter der
Gemeine, die sich wider den HErrn empörten in der Rotte Korahs, sondern
ist an fseiner Sünde gestorben und hatte keine Söhne.

4. Warum soll denn unsers Vaters Name unter seinem Geschlecht
untergehen, ob er wohl keinen Sohn hat? Gebet uns auch ein Gut unter
unsers Vaters Brüdern!

5. Mose brachte ihre Sache vor den HErrn.

6. Und der HErr sprach zu ihm:

7. Die Töchter Zelaphehads haben recht geredet; du sollst ihnen ein
Erbgut unter ihres Vaters Brüdern geben und sollst ihres Vaters Erbe
ihnen zuwenden.

8. Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht
Söhne, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden.

9. Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Brüdern geben.

10. Hat er keine Brüder, sollt ihr's seinen Vettern geben.

11. Hat er nicht Vettern, sollt ihr's seinen nächsten Freunden geben,
die ihm angehören in seinem Geschlecht, daß sie es einnehmen. Das soll
den Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der HErr Mose geboten
hat.

12. Und der HErr sprach zu Mose: Stei ge auf dies Gebirge Abarim und
besiehe das Land, das ich den Kindern Israel geben werde.

13. Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem
Volk, wie dein Bruder Aaron versammelt ist,

14. dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wüste Zin
über dem Hader der Gemeine, da ihr mich heiligen solltet durch das
Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin.

15. Und Mose redete mit dem HErrn und sprach:

16. Der HErr, der GOtt über alles lebendige Fleisch, wolle einen Mann
setzen über die Gemeine,

17. der vor ihnen her aus und ein gehe und sie aus und ein führe, daß
die Gemeine des HErrn nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.

18. Und der HErr sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, der
ein Mann ist, in dem der Geist ist, und lege deine Hände auf ihn;

19. und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeine
und gebeut ihm vor ihren Augen;

20. und lege deine Herrlichkeit auf ihn, daß ihm gehorche die ganze
Gemeine der Kinder Israel.

21. Und er soll treten vor den Priester Eleasar, der soll für ihn
ratfragen durch die Weise des Lichts vor dem HErrn. Nach desselben Mund
sollen aus und einzie hen beide er und alle Kinder Israel mit ihm und
die ganze Gemeine.

22. Mose wie ihm der HErr geboten hatte, und nahm Josua und stellete
invor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeine;

23. und legte seine Hand auf ihn und gebot ihm, wie der HErr mit Mose
geredet hatte.

Das 28. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Gebeut den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Opfer meines
Brots, welches mein Opfer des süßen Geruchs ist, sollt ihr halten zu
seinen Zeiten, daß ihr mir's opfert.

3. Und sprich zu ihnen: Das sind die Opfer, die ihr dem HErrn opfern
sollt: jährige Lämmer, die ohne Wandel sind, täglich zwei zum täglichen
Brandopfer;

4. ein Lamm des Morgens, das andere zwischen Abends;

5. dazu einen Zehnten Epha Semmel-mehls zum Speisopfer, mit Öl
gemenget, das gestoßen ist, eines vierten Teils vom Hin.

6. Das ist ein täglich Brandopfer, das ihr am Berge Sinai opfertet zum
süßen Geruch, ein Feuer dem HErrn.

7. Dazu sein Trankopfer, je zu einem Lamm ein Vierteil vom Hin. Im
Heiligtum soll man den Wein des Trankopfers opfern dem HErrn.

8. Das andere Lamm sollst du zwischen Abends machen, wie das
Speisopfer des Morgens, und sein Trankopfer zum Opfer des süßen Geruchs
dem HErrn.

9. Am Sabbattag aber zwei jährige Lämmer ohne Wandel und zwo zehnten
Semmelmehls zum Speisopfer, mit Öl gemenget, und sein Trankopfer.

10. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Sabbats über das tägliche
Brandopfer samt seinem Trankopfer.

11. Aber des ersten Tages eurer Monden sollt ihr dem HErrn ein
Brandopfer opfern: zween junge Farren, einen Widder, sieben jährige
Lämmer ohne Wandel;

12. und je drei Zehnten Semmelmehls zum Speisopfer, mit Öl gemenget,
zu einem Farren, und zwo Zehnten Semmel-mehls zum Speisopfer, mit Öl
gemenget, zu einem Widder;

13. und je einen Zehnten Semmel mehls zum Speisopfer, mit Öl gemenget,
zu einem Lamm. Das ist das Brandopfer des süßen Geruchs, ein Opfer dem
HErrn.

14. Und ihr Trankopfer soll sein: ein halb Hin Weins zum Farren, ein
Dritteil Hin zum Widder, ein Vierteil Hin zum Lamm. Das ist das
Brandopfer eines jeglichen Monden im Jahr.

15. Dazu soll man einen Ziegenbock zum Sündopfer dem HErrn machen über
das tägliche Brandopfer und sein Trankopfer.

16. Aber am vierzehnten Tage des ersten Monden ist das Passah dem HErrn.

17. Und am fünfzehnten Tage desselben Monden ist Fest. Sieben Tage
soll man ungesäuert Brot essen.

18. Der erste Tag soll heilig heißen, daß ihr zusammenkommet; keine
Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun.

19. Und sollt dem HErrn Brandopfer tun: zween junge Farren, einen
Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel,

20. samt ihren Speisopfern: drei Zehnten Semmelmehls, mit Öl gemenget,
zu einem Farren, und zwo Zehnten zu dem Widder;

21. und je einen Zehnten auf ein Lamm unter den sieben Lämmern;

22. dazu einen Bock zum Sündopfer, daß ihr versöhnet werdet.

23. Und sollt solches tun am Morgen über das Brandopfer, welches ein
täglich Brandopfer ist.

24. Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tage lang, das
Brot opfern, zum Opfer des süßen Geruchs dem HErrn, über das tägliche
Brandopfer, dazu sein Trankopfer.

25. Und der siebente Tag soll bei euch heilig heißen, daß ihr
zusammenkommet; keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun.

26. Und der Tag der Erstlinge, wenn ihr opfert das neue Speisopfer dem
HErrn, wenn eure Wochen um sind, soll heilig heißen, daß ihr
zusammenkommet; keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun.

27. Und sollt dem HErrn Brandopfer tun zum süßen Geruch: zween junge
Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer,

28. samt ihrem Speisopfer: drei Zehnten Semmelmehls, mit Öl gemenget,
zu einem Farren, zwo Zehnten zu dem Widder;

29. und je einen Zehnten zu einem Lamm der sieben Lämmer;

30. und einen Ziegenbock, euch zu versöhnen.

31. Dies sollt ihr tun über das tägliche Brandopfer mit seinem
Speisopfer. Ohne Wandel soll's sein, dazu ihr Trankopfer.

Das 29. Kapitel

1. Und der erste Tag des siebenten Monden soll bei euch heilig heißen,
daß ihr zusammenkommet; keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun. Es
ist euer Trommetentag.

2. Und sollt Brandopfer tun zum süßen Geruch dem HErrn: einen jungen
Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel;

3. dazu ihr Speisopfer: drei Zehnten Semmelmehls, mit Öl gemenget, zu
dem Farren, zwo Zehnten zu dem Widder

4. und einen Zehnten auf ein jeglich Lamm der sieben Lämmer;

5. auch einen Ziegenbock zum Sündopfer, euch zu versöhnen,

6. über das Brandopfer des Monden und sein Speisopfer und über das
tägliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer,
nach ihrem Recht zum süßen Geruch. Das ist ein Opfer dem HErrn.

7. Der zehnte Tag dieses siebenten Monden soll bei euch auch heilig
heißen, daß ihr zusammenkommet; und sollt eure Leiber kasteien und
keine Arbeit drinnen tun,

8. sondern Brandopfer dem HErrn zum süßen Geruch opfern: einen jungen
Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel,

9. mit ihren Speisopfern: drei Zehnten Sernmelmehls, mit Öl gemenget,
zu dem Farren, zwo Zehnten zu dem Widder

10. und einen Zehnten je zu einem der sieben Lämmer;

11. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer über das Sündopfer der
Versöhnung und das tägliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit
ihrem Trankopfer.

12. Der fünfzehnte Tag des siebenten Monden soll bei euch heilig
heißen, daß ihr zusammenkommet. Keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen
tun; und sollt dem HErrn sieben Tage feiern.

13. Und sollt dem HErrn Brandopfer tun zum Opfer des süßen Geruchs dem
HErrn: dreizehn junge Farren, zween Widder, vierzehn jährige Lämmer
ohne Wandel,

14. samt ihrem Speisopfer: drei Zehnten Semmelmehls, mitOl gemenget,
je zu einem der dreizehn Farren, zween Zehnten je zu einem der zween
Widder

15. und einen Zehnten je zu einem der vierzehn Lämmer;

16. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer
mit seinem Speisopfer und seinem Trank-opfer.

17. Am andern Tage zwölf junge Farren, zween Widder, vierzehn jährige
Lämmer ohne Wandel,

18. mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern
und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;

19. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer
mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trank opfer.

20. Am dritten Tage elf Farren, zween Widder, vierzehn jährige Lämmer
ohne Wandel,

21. mit ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;

22. dazu einen Bock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer mit
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

23. Am vierten Tage zehn Farren, zween Widder, vierzehn jährige Lämmer
ohne Wandel,

24. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;

25. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer
mit seinem Speisopfer und seinem Trank-opfer.

26. Am fünften Tage neun Farren, zween Widder, vierzehn jährige Lämmer
ohne Wandel,

27. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;

28. dazu einen Bock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer mit
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

29. Am sechsten Tage acht Farren, zween Widder, vierzehn jährige
Lämmer ohne Wandel,

30. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht; einen Bock zum
Sündopfer über

31. dazu das tägliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem
Trankopfer.

32. Am siebenten Tage sieben Farren, zween Widder, vierzehn jährige
Lämmer ohne Wandel,

33. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;

34. dazu einen Bock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer mit
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

35. Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit
sollt ihr drinnen tun.

36. Und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des süßen Geruchs dem HErrn:
einen Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel,

37. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu dem
Widder und zu den Lämmern in ihrer Zahl nach dem Recht;

38. dazu einen Bock zum Sündopfer über das tägliche Brandopfer mit
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

39. Solches sollt ihr dem HErrn tun auf eure Feste, ausgenommen, was
ihr gelobet und freiwillig gebet zu Brandopfern, Speisopfern,
Trankopfern und Dankopfern.

Kap. 30. V.1. Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der
HErr geboten hatte.

Das 30. Kapitel

2. Und Mose redete mit den Fürsten der Stämme der Kinder Israel und
sprach: Das ist's, das der HErr geboten hat:

3. Wenn jemand dem HErrn ein Gelübde tut oder einen Eid schwöret, daß
er seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht schwächen, sondern
alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen.

4. Wenn ein Weibsbild dem HErrn ein Gelübde tut und sich verbindet,
weil sie in ihres Vaters Hause und im Magdtum ist;

5. und ihr Gelübde und Verbündnis, das sie tut über ihre Seele, kommt
vor ihren Vater, und er schweiget dazu: so gilt all ihr Gelübde und all
ihr Verbündnis, des sie sich über ihre Seele verbunden hat.

6. Wo aber ihr Vater wehret des Tages, wenn er's höret, so gilt kein
Gelübde noch Verbündnis, dessen sie sich über ihre Seele verbunden hat;
und der HErr wird ihr gnädig sein, weil ihr Vater ihr gewehret hat.

7. Hat sie aber einen Mann und hat ein Gelübde auf ihr, oder entfähret
ihr aus ihren Lippen ein Verbündnis über ihre Seele;

8. und der Mann höret's und schweiget desselben Tages stille: so gilt
ihr Gelübde und Verbündnis, dessen sie sich über ihre Seele verbunden
hat.

9. Wo aber ihr Mann wehret des Tages, wenn er's höret, so ist ihr
Gelübde los, das sie auf ihr hat, und das Verbündnis, das ihr aus ihren
Lippen entfahren ist über ihre Seele; und der HErr wird ihr gnädig sein.

10. Das Gelübde einer Witwe und Verstoßenen: alles, wes sie sich
verbindet über ihre Seele, das gilt auf ihr.

11. Wenn jemandes Gesinde gelobet oder sich mit einem Eide verbindet
über seine Seele;

12. und der Hausherr höret's und schweiget dazu und wehret's nicht: so
gilt all dasselbe Gelübde und alles, wes es sich verbunden hat über
seine Seele.

13. Macht's aber der Hausherr des Tages los, wenn er's höret, so
gilt's nicht, was aus seinen Lippen gegangen ist, das es gelobet oder
sich verbunden hat über seine Seele; denn der Hausherr hat's los
gemacht; und der HErr wird ihm gnädig sein.

14. Und alle Gelübde und Eide, zu verbinden, den Leib zu kasteien, mag
der Hausherr kräftigen oder schwächen, also:

15. Wenn er dazu schweiget von einem Tage zum andern, so bekräftiget
er alle seine Gelübde und Verbündnisse, die es auf ihm hat, darum daß
ergeschwiegen hat des Tages, da er's hörete.

16. Wird er's aber schwächen, nachdem er's gehöret hat, so soll er die
Missetat tragen.

17. Das sind die Satzungen, die der HErr Mose geboten hat zwischen
Mann und Weib, zwischen Vater und Tochter, weil sie noch eine Magd ist
in ihres Vaters Hause.

Das 31. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Räche die Kinder Israel an den Midianitern, daß du danach dich
sammelst zu deinem Volk.

3. Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Rüstet unter euch Leute zum
Heer wider die Midianiter, daß sie den HErrn rächen an den Midianitern;

4. aus jeglichem Stamm tausend, daß ihr aus allen Stämmen Israels in
das Heer schicket.

5. Und sie nahmen aus den Tausenden Israels, je tausend eines Stamms,
zwölftausend gerüstet zum Heer.

6. Und Mose schickte sie mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des
Priesters, ins Heer, und die heiligen Kleider und die Halltrommeten in
seine Hand.

7. Und sie führeten das Heer wider die Midianiter, wie der HErr Mose
geboten hatte, und erwürgeten alles, was männlichwar.

8. Dazu die Könige der Midianiter erwürgeten sie samt ihren
Erschlagenen, nämlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fünf Könige
der Midianiter. Bileam, den Sohn Beors, erwürgeten sie auch mit dem
Schwert.

9. Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und
ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten
sie.

10. Und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnung und alle
Burgen.

11. Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, beide Menschen
und Vieh,

12. und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der
Gemeine der Kinder Israel, nämlich die Gefangenen und das genommene
Vieh und das geraubte Gut ins Lager, auf der Moabiter Gefilde, das am
Jordan liegt gegen Jericho.

13. Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Fürsten der Gemeine
gingen ih nen entgegen hinaus vor das Lager.

14. Und Mose ward zornig über die Hauptleute des Heers, die Hauptleute
über tausend und über hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen,

15. und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen?

16. Siehe, haben nicht dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat
abgewendet, sich zu versündigen am HErrn über dem Peor, und widerfuhr
eine Plage der Gemeine des HErrn?

17. So erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und
alle Weiber, die Männer erkannt und beigelegen haben;

18. aber alle Kinder, die Weibsbilde sind und nicht Männer erkannt
noch beigelegen haben, die lasset für euch leben.

19. Und lagert euch außer dem Lager sieben Tage, alle, die jemand
erwürget oder tdie Erschlagenen angerühret haben, daß ihr euch
entsündiget am dritten und siebenten Tage samt denen, die ihr
gefangengenommen habt.

20. Und alle Kleider und alle Geräte von Fellen und alles Pelzwerk und
alles h Vlzerne Gefäß sollt ihr entsündigen.

21. Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in Streit
gezogen war: Das ist das Gesetz, welches der HErr Mose geboten hat:

22. Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei

23. und alles, was das Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen
gehen und reinigen, daß es mit dem Sprengwasser entsündiget werde. Aber
alles, was nicht Feuer leidet, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.

24. Und sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr
rein; danach sollt ihr ins Lager kommen.

25. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

26. Nimm die Summa des Raubes der Gefangenen, beide an Menschen und
Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die obersten Väter der Gemeine,

27. und gib die Hälfte denen, die ins Heer ausgezogen sind und die
Schlacht getan haben, und die andere Hälfte der Gemeine.

28. Und sollst dem HErrn heben von den Kriegsleuten, die ins Heer
gezogen sind, je von fünf Hunderten eine Seele, beide an Menschen,
Rindern, Eseln und Schafen.

29. Von ihrer Hälfte sollst du es nehmen und dem Priester Eleasar
geben zur Hebe dem HErrn.

30. Aber von der Hälfte der Kinder Israel sollst du je von fünfzigen
nehmen ein Stück Guts, beide an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen
und von allem Vieh, und sollst es den Leviten geben, die der Hut warten
der Wohnung des HErrn.

31. Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie der HErr Mose
geboten hatte.

32. Und es war der übrigen Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubet
hatte, sechsmal hundert und fünfündsiebenzigtausend Schafe,

33. zweiundsiebenzigtausend Rinder,

34. einundsechzigtausend Esel

35. und der Weibsbilde, die nicht Männer erkannt, noch beigelegen
hatten, zweiunddreißigtausend Seelen.

36. Und die Hälfte, die denen, so ins Heer gezogen waren, gehörte, war
an der Zahl dreihundertmal und siebenunddreißigtausend und fünfhundert
Schafe.

37. Davon wurden dem HErrn sechshundertundfünfundsiebenzig Schafe.

38. Item, sechsunddreißigtausend Rinder; davon wurden dem HErrn
zweiundsiebenzig.

39. Item, dreißigtausend und fünfhundert Esel; davon wurden dem HErrn
einundsechzig.

40. Item, Menschenseelen, sechzehntausend Seelen; davon wurden dem
HErrn zwounddreißig Seelen.

41. Und Mose gab solche Hebe des HErrn dem Priester Eleasar, wie ihm
der HErr geboten hatte.

42. Aber die andere Hälfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von
den Kriegsleuten

43. nämlich die Hälfte der Gemeine zuständig, war auch dreihundertmal
und siebenunddreißigtausend fünfhundert Schafe,

44. sechsunddreißigtausend Rinder,

45. dreißigtausend und fünfhundert Esel

46. und sechzehntausend Menschenseelen.

47. Und Mose nahm von dieser Hälfte der Kinder Israel je ein Stück von
fünfzigen, beide des Viehes und der Menschen, und gab's den Leviten,
die der Hut warteten an der Wohnung des HErrn, wie der HErr Mose
geboten hatte.

48. Und es traten herzu die Hauptleute über die Tausende des
Kriegsvolks, nämlich die über tausend und über hundert waren, zu Mose

49. und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die Summa genommen der
Kriegsleute; die unter unsern Händen gewesen sind, und fehlet nicht
einer.

50. Darum bringen wir dem HErrn Geschenke, was ein jeglicher funden
hat von güldenem Geräte, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrenrinken und
Spangen, daß unsere Seelen versöhnet werden vör dem HErrn.

51. Und Mose nahm von ihnen, samt dem Priester Eleasar das Gold
allerlei Geräts.

52. Und alles Goldes Hebe, das sie dem HErrn huben, war
sechzehntausend und siebenhundertundfünfzig Sekel von den Hauptleuten
über tausend und hundert.

53. Denn die Kriegsleute hatten geraubet ein jeglicher für sich.

54. Und Mose mit Eleasar, dem Priester, nahm das Gold von den
Hauptleuten über tausend und hundert und brachten es in die Hütte des
Stifts zum Gedächtnis der Kinder Israel vor dem HErrn.

Das 32. Kapitel

1. Die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh undsahen
das Land Jaeser und Gilead an für bequeme Stätte zu ihrem Vieh;

2. und kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu
den Fürsten der Gemeine:

3. Das Land Ataroth, Dibon, Jaeser, Nimra, Hesbon, Eleale, Sebam, Nebo
und Beon,

4. das der HErr geschlagen hat vor der Gemeine Israel, ist bequem zum
Vieh; und wir, deine Knechte, haben Vieh.

5. Und sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir funden, so gib dies
Land deinen Knechten zu eigen, so wollen wir nicht über den Jordan
ziehen.

6. Mose sprach zu ihnen: Eure Brüder sollen in Streit ziehen, und ihr
wollt hie bleiben?

7. Warum machet ihr der Kinder Israel Herzen wendig, daß sie nicht
hinüberziehen in das Land, das ihnen der HErr geben wird?

8. Also taten auch eure Väter, da ich sie aussandte von Kades-Barnea,
das Land zuschauen;

9. und da sie hinaufkommen waren bis an den Bach Eskol und sahen das
Land, machten sie das Herz der Kinder Israel wendig, daß sie nicht in
das Land wollten, das ihnen der HErr geben wollte.

10. Und des HErrn Zorn ergrimmete zur selbigen Zeit und schwur und
sprach:

11. Diese Leute, die aus Ägypten gezogen sind, von zwanzig Jahren und
drüber, sollen ja das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und
Jakob geschworen habe, darum daß sie mir nicht treulich nachgefolget
haben;

12. ausgenommen Kaleb, den Sohn Jephunnes, des Kenisiters, und Josua,
den Sohn Nuns; denn sie haben dem HErrn treulich nachgefolget.

13. Also ergrimmete des HErrn Zorn über Israel und ließ sie hin und
her in der Wüste ziehen vierzig Jahre, bis daß ein Ende ward all des
Geschlechts, das übel getan hatte vor dem HErrn.

14. Und siehe, ihr seid aufgetreten an eurer Väter Statt, daß der
Sündiger desto mehr seien, und ihr auch den Zorn und Grimm des HErrn
noch mehr machet wider Israel.

15. Denn wo ihr euch von ihm wendet, so wird er auch noch länger sie
lassen in der Wüste, und ihr werdet dies Volk alles verderben.

16. Da traten sie herzu und sprachen: Wir wollen nur Schafhürden hie
bauen für unser Vieh und Städte für unsere Kinder;

17. wir aber wollen uns rüsten vorn an vor die Kinder Israel, bis daß
wir sie bringen an ihren Ort. Unsere Kinder sollen in den
verschlossenen Städten bleiben um der Einwohner willen des Landes.

18. Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel einnehmen ein
jeglicher sein Erbe.

19. Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordans, sondern
unser Erbe soll uns diesseit des Jordans gegen dem Morgen gefallen sein.

20. Mose sprach zu ihnen: Wenn ihr das tun wollt, daß ihr euch rüstet
zum Streit vor dem HErrn,

21. so ziehet über den Jordan vor dem HErrn, wer unter euch gerüstet
ist, bis daß er seine Feinde austreibe von seinem Angesicht,

22. und das Land untertan werde vor dem HErrn; danach sollt ihr
umwenden und unschuldig sein dem HErrn und vor Israel, und sollt dies
Land also haben zu eigen vor dem HErrn.

23. Wo ihr aber nicht also tun wollt, siehe, so werdet ihr, euch an
dem HErrn versündigen und werdet eurer Sünde inne werden, wenn sie euch
finden wird.

24. So bauet nun Städte für eure Kinder und Hürden für euer Vieh und
tut, was ihr geredet habt.

25. Die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose: Deine
Knechte sollen tun, wie mein Herr geboten hat.

26. Unsere Kinder, Weiber, Habe und all unser Vieh sollen in den
Städten Gileads sein;

27. wir aber, deine Knechte, wollen alle gerüstet zum Heer in den
Streit ziehen vor dem HErrn, wie mein Herr geredet hat.

28. Da gebot Mose ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem
Sohne Nuns, und den obersten Vätern der Stämme der Kinder Israel

29. und sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben mit
euch über den Jordan ziehen, alle gerüstet zum Streit vor dem HErrn,
und das Land euch untertan ist, so gebet ihnen das Land Gilead zu eigen.

30. Ziehen sie aber nicht mit euch gerüstet, so sollen sie mit euch
erben im Lande Kanaan.

31. Die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen: Wie
der HErr redete zu deinen Knechten, so wollen wir tun.

32. Wir wollen gerüstet ziehen vor dem HErrn ins Land Kanaan und unser
Erbgut besitzen diesseit des Jordans.

33. Also gab Mose den Kindern Gad und den Kindern Ruben und dem halben
Stamm Manasse, des Sohns Josephs, das Königreich Sihons, des Königs der
Amoriter, und das Königreich Ogs, des Königs zu Basan, das Land samt
den Städten in der ganzen Grenze umher.

34. Da baueten die Kinder Gad Dibon, Ataroth, Aroer,

35. Atroth, Sophan, Jaeser, Jegabeha,

36. Beth-Nimra und Beth Haran, verschlossene Städte und Schafhürden.

37. Die Kinder Ruben baueten Hesbon, Eleale, Kiriathaim,

38. Nebo, Baal-Meon, und änderten die Namen, und Sibama; und gaben den
Städten Namen, die sie baueten.

39. Und die Kinder Machirs, des Sohns Manasses, gingen in Gilead und
gewannen es und vertrieben die Amoriter, die drinnen waren.

40. Da gab Mose dem Machir, dem Sohn Manasses, Gilead; und er wohnete
drinnen.

41. Jair aber, der Sohn Manasses, ging hin und gewann ihre Dörfer und
hieß sie Havoth-Jair.

42. Nobah ging hin und gewann Knath mit ihren Töchtern und hieß sie
Nobah nach seinem Namen.

Das 33. Kapitel

1. Das sind die Reisen der Kinder Israel, die aus Ägyptenland gezogen
sind nach ihrem Heer durch Mose und Aaron.

2. Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen, nach dem Befehl des
HErrn, und sind nämlich dies die Reisen ihres Zugs.

3. Sie zogen aus von Raemses am fünfzehnten Tage des ersten Monden,
des andern Tages der Ostern, durch eine hohe Hand, daß alle Ägypter
sahen,

4. und begruben eben die Erstgeburt, die der HErr unter ihnen
geschlagen hatte; denn der HErr hatte auch an ihren Göttern Gerichte
geübt.

5. Als sie von Raemses auszogen, lagerten sie sich in Suchoth.

6. Und zogen aus von Suchoth und lagerten in Etham, welches liegt an
dem Ende der Wüste.

7. Von Etham zogen sie aus und blieben im Grunde Hiroth, welches liegt
gegen Baal-Zephon, und lagerten sich gegen Migdol.

8. Von Hiroth zogen sie aus und gingen mitten durchs Meer in die
Wüste; und reiseten drei Tagereisen in der Wüste Etham und lagerten
sich tin Mara.

9. Von Mara zogen sie aus und kamen gen Elim, darin waren zwölf
Wasserbrunnen und siebenzig Palmen; und lagerten sich daselbst.

10. Von Elim zogen sie aus und lagerten sich an das Schilfmeer.

11. Von dem Schilfmeer zogen sie aus und lagerten sich in der Wüste Sin.

12. Von der Wüste Sin zogen sie aus und lagerten sich in Daphka.

13. Von Daphka zogen sie aus und lagerten sich in Alus.

14. Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim; daselbst
hatte das Volk kein Wasser zu trinken.

15. Von Raphidim zogen sie aus und lagerten sich in der Wüste Sinai.

16. Von Sinai zogen sie aus und lagerten sich in die Lustgräber.

17. Von den Lustgräbern zogen sie aus und lagerten sich in Hazeroth.

18. Von Hazeroth zogeh sie aus und lagerten sich in Rithma.

19. Von Rithma zogen sie aus und lagerten sich in Rimon-Parez.

20. Von Rimon-Parez zogen sie aus und lagerten sich in Libna.

21. Von Libna zogen sie aus und lagerten sich in Rissa.

22. Von Rissa zogen sie aus und lagerten sich in Kehelatha.

23. Von Kehelatha zogen sie aus und lagerten sich im Gebirge Sapher.

24. Vom Gebirge Sapher zogen sie aus und lagerten sich in Harada.

25. Von Harada zogen sie aus und lagerten sich in Makeheloth.

26. Von Makeheloth zogen sie aus und lagerten sich in Thahath.

27. Von Thahath zogen sie aus und lagerten sich in Tharah.

28. Von Tharah zogen sie aus und lagerten sich in Mithka.

29. Von Mithka zogen sie aus und lagerten sich in Hasmona.

30. Von Hasmona zogen sie aus und lagerten sich in Moseroth.

31. Von Moseroth zogen sie aus und lagerten sich in Bne-Jakan.

32. Von Bne-Jakan zogen sie aus und lagerten sich in Horgidgad.

33. Von Horgidgad zogen sie aus und lagerten sich in Jathbatha.

34. Von Jathbatha zogen sie aus und lagerten sich in Abrona.

35. Von Abrona zogen sie aus und lagerten sich in Ezeon-Gaber.

36. Von Ezeon-Gaber zogen sie aus und lagerten sich in der Wüste Zin,
das ist Kades.

37. Von Kades zogen sie aus und lagerten sich an dem Berge Hor, an der
Grenze des Landes Edom.

38. Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des
HErrn und starb daselbst im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder
Israel aus Ägyptenland, am ersten Tage des fünften Monden,

39. da er hundert und dreiundzwanzig Jahre alt war.

40. Und Arad der König der Kanaaniter, der da wöhnete gegen Mittag des
Landes Kanaan, hörete, daß die Kinder Israel kamen.

41. Undvon dem Berge Horzogen sie aus und lagerten sich in Zalmona.

42. Von Zalmona zogen sie aus und lagerten sich in Phunon.

43. Von Phunon zogen sie aus und lagerten sich in Oboth.

44. Von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Jgim, am Gebirge
Abarim in der Moabiter Grenze.

45. Von Jgim zogen sie aus und lagerten sich in Dibon-Gad.

46. Von Dibon-Gad zogen sie aus und lagerten sich in Almon-Diblathaim.

47. Von Almon-Diblathaim zogen sie aus und lagerten sich in dem
Gebirge Abarim gegen Nebo.

48. Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus und lagerten sich in das
Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegen Jericho.

49. Sie lagerten sich aber am Jordan von Beth-Jesimoth bis an die
Breite Sittim, des Gefildes der Moabiter.

50. Und der HErr redete mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem
Jordan gegen Jericho und sprach:

51. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den
Jordan gegangen seid in das Land Kanaan

52. so sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht und
alle ihre Säulen und alle ihre gegossenen Bilder umbringen und alle
ihre Höhen vertilgen,

53. daß ihr also das Land einnehmet und drinnen wohnet; denn euch habe
ich das Land gegeben, daß ihr's einnehmet.

54. Und sollt das Land austeilen durchs Los unter eure Geschlechter.
Denen, deren viel ist, sollt ihr desto mehr zuteilen, und denen, deren
wenig ist, sollt ihr desto weniger zuteilen. Wie das Los einem
jeglichen daselbst fällt, so soll er's haben, nach den Stämmen ihrer
Väter.

55. Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor
eurem Angesicht, so werden euch die, so ihr überbleiben lasset, zu
Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten und werden
euch drängen auf dem Lande, da ihr innen wohnet.

56. So wird's denn gehen, daß ich euch gleich tun werde, was ich
gedachte ihnen zu tun.

Das 34. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

2. Gebeut den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land
Kanaan kommt, so soll das Land, das euch zum Erbteil fällt im Lande
Kanaan, seine Grenze haben.

3. Die Ecke gegen Mittag soll anfahen an der Wüste Zin bei Edom, daß
eure Grenze gegen Mittag sei vom Ende des Salzmeers, das gegen Morgen
liegt,

4. und daß dieselbe Grenze sich lände vom Mittag hinauf gen Akrabbim
und gehe durch Zinna, und sein Ende vom Mittag bis gen Kades-Barnea,
und gelange am Dorf Adar und gehe durch Azmon;

5. und lände sich von Azmon an den Bach Ägyptens, und sein Ende sei an
dem Meer.

6. Aber die Grenze gegen dem Abend soll diese sein: nämlich das große
Meer. Das sei eure Grenze gegen dem Abend.

7. Die Grenze gegen Mitternacht soll diese sein: Ihr sollt messen von
dem großen Meer an den Berg Hor;

8. und von dem Berge Hor messen, bis man kommt gen Hamath, daß sein
Ausgang sei die Grenze Zedada;

9. und desselben Grenze ende gen Siphron, und sei sein Ende am Dorf
Enan. Das sei eure Grenze gegen Mitternacht.

10. Und sollt euch messen die Grenze gegen Morgen vom Dorf Enan gen
Sepham;

11. und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla zu Am von
morgenwärts; danach gehe sie herab und lenke sich auf die Seiten des
Meers Cinereth gegen dem Morgen,

12. und komme herab an den Jordan, daß ihr Ende sei das Salzmeer. Das
sei euer Land mit seiner Grenze umher.

13. Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land,
das ihr durchs Los unter euch teilen sollt, das der HErr geboten hat,
den neun Stämmen und dem halben Stamm zu geben.

14. Denn der Stamm der Kinder Ruben, des Hauses ihres Vaters, und der
Stamm der Kinder Gad, des Hauses ihres Vaters, und der halbe Stamm
Manasse haben ihr Teilgenommen.

15. Also haben die zween Stämme und der halbe Stamm ihr Erbteil dahin
dies seit des Jordans gegen Jericho, gegen dem Morgen.

16. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

17. Das sind die Namen der Männer, die das Land unter euch teilen
sollen: Der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns

18. Dazu sollt ihr nehmen eines jeglichen Stamms Fürsten, das Land
auszuteilen.

19. Und das sind der Männer Namen: Kaleb, der Sohn jephunnes, des
Stamms Juda;

20. Semuel, der Sohn Ammihuds, des Stamms Simeon;

21. Elidad, der Sohn Chislons, des Stamms Benjamin;

22. Buki, der Sohn Jaglis, Fürst des Stamms der Kinder Dan;.

23. Haniel, der Sohn Ephods, Fürst des Stamms der Kinder Manasse von
den Kindern Josephs;

24. Kemuel, der Sohn Siphtans, Fürst des Stamms der Kinder Ephraim;

25. Elizaphan, der Sohn Parnachs, Fürst des Stamms der Kinder Sebulon;

26. Paltiel, der Sohn Asans, Fürst des Stamms der Kinder Isaschar;

27. Ahihud, der Sohn Selomis, Fürst des Stamms der Kinder Asser;

28. Pedahel, der Sohn Ammihuds Fürst des Stamms der Kinder Naphthali.

29. Dies sind sie, denen der HErr gebot, daß sie den Kindern Israel
Erbe austeileten im Lande Kanaan.

Das 35. Kapitel

1. Und der HErr redete mit Mose auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan
gegen Jericho und sprach:

2. Gebeut den Kindern Israel, daß sie den Leviten Städte geben von
ihren Erbgütern, da sie wohnen mögen;

3. dazu die Vorstädte um die Städte her sollt ihr den Leviten auch
geben, daß sie in den Städten wohnen und in den Vorstädten ihr Vieh und
Gut und allerlei Tiere haben.

4. Die Weite aber der Vorstädte, die sie den Leviten geben, soll
tausend Ellen außer der Stadtmauer umher haben.

5. So sollt ihr nun messen außen an der Stadt von der Ecke gegen dem
Morgen zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mittag zweitausend
Ellen und von der Ecke gegen dem Abend zweitausend Ellen und von der
Ecke gegen Mitternacht zweitausend Ellen, daß die Stadt im Mittel sei.
Das sollen ihre Vorstädte sein.

6. Und unter den Städten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr
sechs Freistädte geben, daß da hineinfliehe, wer einen Totschlag getan
hat. Über dieselben sollt ihr noch zwoundvierzig Städte geben,

7. daß alle Städte, die ihr den Leviten gebet, seien achtundvierzig
mit ihren Vorstädten.

8. Und sollt derselben desto mehr geben von denen, die viel besitzen
unter den Kindern Israel, und desto weniger von denen, die wenig
besitzen; ein jeglicher nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilet wird,
soll Städte den Leviten geben.

9. Und der HErr redete mit Mose und sprach:

10. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen : Wenn ihr über
den Jordan ins Land Kanaan kommt,

11. sollt ihr Städte auswählen, daß Freistädte seien; dahin fliehe,
der einen Totschlag unversehens tut.

12. Und sollen unter euch solche Freistädte sein vor dem Bluträcher,
daß der nicht sterben müsse, der einen Totschlag getan hat, bis daß er
vor der Gemeine vor Gericht gestanden sei.

13. Und der Städte, die ihr geben werdet, sollen sechs Freistädte sein.

14. Drei sollt ihr geben diesseit des Jordans und drei im Lande Kanaan.

15. Das sind die sechs Freistädte, beide den Kindern Israel und den
Fremdlingen und den Hausgenossen unter, euch, daß dahin fliehe, wer
einen Totschlag getan hat unversehens.

16. Wer jemand mit einem Eisen schlägt, daß er stirbt, der ist ein
Totschläger und soll des Todes sterben.

17. Wirft er ihn mit einem Stein, damit jemand mag getötet werden, daß
er davon stirbt, so ist er ein Totschläger und soll des Todes sterben.

18. Schlägt er ihn aber mit einem Holz, damit jemand mag totgeschlagen
werden, daß er stirbt, so ist er ein Totschläger und soll des Todes
sterben.

19. Der Rächer des Bluts soll den Totschläger zum Tode bringen; wie er
geschlagen hat, soll man ihn wieder töten.

20. Stößt er ihn aus Haß, oder wirft etwas auf ihn aus List, daß er
stirbt,

21. oder schlägt ihn durch Feindschaft mit seiner Hand, daß er stirbt,
so soll der des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein
Totschläger; der Rächer des Bluts soll ihn zum Tode bringen.

22. Wenn er ihn aber ohngefähr stößt ohne Feindschaft, oder wirft
irgend etwas auf ihn unversehens,

23. oder irgend einen Stein, davon man sterben mag, und hat's nicht
gesehen, auf ihn wirft, daß er stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat
ihm auch kein Übels gewollt:

24. so soll die Gemeine richten zwischen dem, dergeschlagen hat, und
dem Rächer des Bluts in diesem Gericht.

25. Und die Gemeine soll den Totschläger erretten von der Hand des
Bluträchers und soll ihn wiederkommen lassen zu der Freistadt, dahin er
geflohen war; und soll daselbst bleiben, bis daß der Hoheprie ster
sterbe, den tman mit dem heiligen Öl gesalbet hat.

26. Wird aber der Totschläger aus seiner Freistadt Grenze gehen, dahin
er geflohen ist,

27. und der Bluträcher findet ihn außer der Grenze seiner Freistadt
und schlägt ihn tot, der soll des Bluts nicht schuldig sein.

28. Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis an den Tod des
Hohenpriesters, und nach des Hohenpriesters Tod wieder zum Lande seines
Erbguts kommen.

29. Das soIl euch ein Recht sein bei euren Nachkommen, wo ihr wohnet.

30. Den Totschläger soll man töten nach dem Mund zweier Zeugen. Ein
Zeuge soll nicht antworten über eine Seele zum Tode.

31. Und ihr sollt keine Versöhnung nehmen über die Seele des
Totschlägers; denn er ist des Todes schuldig, und er soll des Todes
sterben.

32. Und sollt keine Versöhnung nehmen über dem, der zur Freistadt
geflohen ist, daß er wiederkomme, zu wohnen im Lande, bis der Priester
sterbe.

33. Und schändet das Land nicht, darin nen ihr wohnet. Denn wer Blut
schuldig ist, der schändet das Land; und das Land kann vom Blut nicht
versöhnet werden, das darinnen vergossen wird, ohne durch das Blut des,
der es vergossen hat.

34. Verunreiniget das Land nicht, darinnen ihr wohnet, darinnen ich
auch wohne; denn ich bin der HErr, der unter den Kindern Israel wohnet.

Das 36. Kapitel

1. Und die obersten Väter der Geschlechter der Kinder Gileads, des
Sohns Machirs, der Manasses Sohn war, von dem Geschlecht der Kinder
Joseph, traten herzu und redeten vor Mose und vor den Fürsten der
obersten Väter der Kinder Israel

2. und sprachen: Lieber Herr, der HErr hat geboten, daß man das Land
zum Erbteil geben sollte durchs Los den Kindern Israel; und du, mein
Herr, hast geboten durch den HErrn, daß man das Erbteil Zelaphehads,
unsers Bruders, seinen Töchtern geben soll.

3. Wenn sie jemand aus den Stämmen der Kinder Israel zu Weibern nimmt,
so wird unsers Vaters Erbteil weniger werden, und so viel sie haben,
wird zu dem Erbteil kommen des Stamms, dahin sie kommen; also wird das
Los unsers Erbteils geringert.

4. Wenn denn nun das Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr
Erbteil zu dem Erbteil des Stamms kommen, da sie sind; also wird unsers
Vaters Erbteil geringert, soviel sie haben.

5. Mose gebot den Kindern Israel nach dem Befehl des HErrn und sprach:
Der Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet.

6. Das ist's, das der HErr gebeut den Töchtern Zelaphehads und
spricht: Laß sie freien, wie es ihnen gefällt, allein daß sie freien
unter dem Geschlecht des Stamms ihres Vaters,

7. auf daß nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einem Stamm
zum andern; denn ein jeglicher unter den Kindern Israel soll anhangen
an dem Erbe des Stamms seines Vaters.

8. Und alle Töchter, die Erbteil besitzen unter den Stämmen der Kinder
Israel, sollen freien einen von dem Geschlecht des Stamms ihres Vaters,
auf daß ein jeglicher unter den Kindern Israel seines Vaters Erbe
behalte,

9. und nicht ein Erbteil von einem Stamm falle auf den andern, sondern
ein jeglicher hange an seinem Erbe unter den Stämmen der Kinder Israel.

10. Wie der HErr Mose geboten hatte, so taten die Töchter Zelaphehads,

11. Mahela, Thirza, Hagla, Milka und Noa, und freieten die Kinder
ihrer Vettern,

12. des Geschlechts der Kinder Manasses, des Sohns Josephs. Also blieb
ihr Erbteil an dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.

13. Das sind die Gebote und Rechte, die der HErr gebot durch Mose den
Kindern Israel auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan gegen Jericho.